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Spekulation über Anleihekäufe: EZB will offenbar 50 Milliarden Euro ausgeben - pro Mo
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Jetzt gibt es die erste Zahl: Die Europäische Zentralbank will Medienberichten zufolge Staatsanleihen im Wert von rund 50 Milliarden Euro monatlich ankaufen - und das mindestens ein Jahr lang.

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exil-berliner 21.01.2015, 18:57
1. 1 Jahr und dann?

Und was ist liebe EZB wenn euer Anleihenkauf Programm nach einem Jahr nicht fruchtet? Europa hat strukturelle Probleme die man auch nicht mit einem Jahr Anleihenkäufe lösen kann.
Ein Spiel auf Zeit bevor ein Neuanfang in Form Währungsschnitt welcher einen Gesamteuropäischen Schuldenerlass zur Folge hat kommt.

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RalfHenrichs 21.01.2015, 19:03
2. Funktioniert nicht

Geld ist genug im Umlauf (siehe Aktienmärkte), aber investiert wird nicht. Die Wirtschaftspolitik muss geändert werden, nicht die Geldpolitik.

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Orgalo 21.01.2015, 19:07
3. strittige Details

erst hieß es 50 zu 50, d.h. die Hälfte der Staatsanleihen Ankäufe bleibt den nationalen Notenbanken überlassen. Sofern die Bundesbank die Wahl hat, monatlich für 25 Milliarden Euro deutsche Eurobonds zu kaufen oder nicht? - dann wird sie vermutlich die Entscheidung treffen (schon aus Rücksicht auf dt. Versicherungsfirmen), keine Staatsanleihen zu kaufen. Damit hätte die EZB Entscheidung ganz unterschiedliche Wirkung auf die Marktpreise der nationalen Staatsainleihen, was wiederum nach den Statuten verboten wäre, da nur rein geldpolitische Maßnahmen der EZB erlaubt sind, keine fiskalpolitischen (die jeweils Ländersache sind).

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blauervogel 21.01.2015, 19:08
4. Woher kommt das Geld?

Oder anders gefragt: hat das Geld für den Ankauf der Staatsanleihen einen Gegenwert, oder wird es je nach Bedarf einfach gedruckt?
Wer bezahlt das Ganze und wie lange soll der Aufkauf fortgesetzt werden?
Ich habe als Vierjährige von meine Oma gelernt, dass man nur so viele Schulden machen soll, dass man sie auch ohne große Probleme in absehbarer Zeit wieder zurück zahlen kann.
Hat sich an diesem Prinzip in den letzten 25 Jahren etwas geändert?

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schwaebischehausfrau 21.01.2015, 19:12
5. ..Zinsen drücken...?

"Durch die Anleihekäufe .... will die EZB die langfristigen Zinsen im Euroraum drücken. .." Sorry, die Zinsen sind schon bei NULL, die können auch durch Anleihenkäufe nicht mehr gedrückt werden. Das eigentliche Ziel ist doch nur eine Staatsfinanzierung durch die EZB.

Und die sog. "Experten" die jetzt kritisieren, dass vielleicht jedes Land auch separat für seine Staatsanleihen-Käufe haftet" und argumentieren, "dies höhle die europäische Währungsunion aus", sollten lieber kritisieren, dass es die Staatsanleihen-Käufe selbst sind, die die Währungs-Union aushebeln - weil sie das Mandat der EZB überschreiten und nichts anderes sind als eine verdeckte Finanzierung von überschuldeten Pleite- und Beinahe-Pleite Ländern

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ramsess 21.01.2015, 19:13
6.

Na dann wird wohl ende 2015 der DAX bei 15000 punkten stehen,weil wenn so viel Geld an die Banken fast geschenkt wird , werden die fleißig am Aktien Markt spekulieren und sich gegenseitig die Aktien hin und herschieben, natürlich immer mit einem kleinem Zuschlag.
Bei der realen Wirtschaft oder beim einfachen Bürger kommt von dem vielen Geld nichts an.

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dschmi 21.01.2015, 19:21
7. Ist der Euro nicht toll!?!?

Alles was den deutschen Versprochen wurde wurde gebrochen...
Im Ausland sagen die Medien schon lange der Euro ist für Deutschland wie ein zweiter Versailler Vertrag, (Le Figaro, BBC, Schweizer Tagesschau etc...).
Nur die deutschen Medien sagen es nicht offen... denn offiziell "Profitiere" ja Deutschland am meisten davon...
Das Deutschland schon jetzt fast 1 Bio Euro für andere Euro Staaten (Siehe Bundesbank, Stand 31.12.14) bürgt sagt hier keiner und würde das in der Bilanz auftauchen würde es ja das Märchen Zerstören das Deutschland am meisten vom Euro proifitiere...

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chagall1985 21.01.2015, 19:29
8. Brecht das Bankmonopol

Wir brauchen direkte Finanzierung der Bürger, denn die Banken machen ihren Job nicht.
Auch diese 50 Milliarden pro Monat werden wieder nur zu 90% in Spekulation angelegt werden.

Gebt jedem EU Bürger 1000€ auf die Hand dann haben wir die gleiche Summe ausgegeben.

Und das Geld fließt dann zu 95% in Konsum und Inflation wie gewünscht.

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noepel 21.01.2015, 19:40
9.

Und wieder wird die Geldpumpe angeschmissen.
Nur, was genau soll da am Ende bei raus kommen?
Liest man sich durch die Nachrichten, so hat es den Anschein, als würde es für die Menschen in Europa immer enger werden. Angesichts solcher Summen, und die muss man sich mal verinnerlichen, frage ich mich, wer denn da profitiert?!
Die Bürger werden ständig nur mit völlig sinnlosen Gesetzen/Vorhaben "bei Laune gehalten"..eine wirkliche Verbesserung ist allerdings nicht in Sicht. Und ich rede hier nicht von Deutschland, wo es uns noch verhältnismäßig gut geht.
Anstatt sich endlich darum zu kümmern, dass das Projekt EU ein erfolgreiches Ende anpeilt, wird gefühlt nur Unruhe verbreitet.
Was wird, in 100 Jahren, wohl in den Geschichtsbüchern stehen...gemäß dem Fall, das es bis dahin noch Bücher gibt...und Bewohner, die diese auch lesen können?!

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