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Starbucks geht nach Italien: Cappuccino? Lemon Vanilla Frappuccino!
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Rückkehr in das Kernland des Kaffeegenusses: Starbucks will Anfang 2017 seine erste Filiale in Italien eröffnen. In Mailand nahm die Idee für die globale Café-Kette ihren Ursprung.

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MRGEIL 29.02.2016, 08:45
1. Wenn Star Bucks

... haben Sie leider einen Vorteil gegenüber den kleinen Kaffeehäusern.

Eigentlich müsste es anderes herum laufen.

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nikolasvegas 29.02.2016, 09:04
2. naja...

Man muss Starbucks zugestehen, dass der Kaffee zumindest für deutsche Verhältnisse erstaunlich gut ist, von den miesen Geschäftspraktiken einmal abgesehen. Aber damit in Italien zu landen dürfte so schwer wie unnötig sein. Eulen nach Athen tragen!

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Atheist_Crusader 29.02.2016, 09:04
3.

Zitat von MRGEIL
... haben Sie leider einen Vorteil gegenüber den kleinen Kaffeehäusern.
Na, abwarten. Vorteile zählen nicht immer so viel wie es scheint.

Wal-Mart ist in Deutschland auch grandios gescheitert. Nicht weil sie so viel schlechtere Preise oder Qualität hätten, sondern weil die Deutschen die Firmenkultur überhaupt nicht mochten. Begrüßer, Einpacker, Einschwören der Belegschaft mit sektenartigen Firmenmantras... In den USA verbuchen sie dagegen weiterhin Milliardengewinne.

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fritzakis 29.02.2016, 09:33
4. Kein Starservice

Gegen Starbucks spricht:
Lange Schlagen, Kaffeebestellung nicht richtig ausgeführt, schmutzige Tische, dreckige Toiletten. Für mein Geld bekomme ich woanders mehr Service und auch einen guten Kaffee. Italiener werden das genauSO sehen.

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Phoebe 29.02.2016, 09:39
5. Warum?

Seit 3 Jahren leben wir in Italien und ich war schon entsetzt darüber, wie lang die Schlangen in den Nespresso-Boutiquen sein können. Aber warum, in Gottes Namen, muss Starbucks nach Italien? Kein Mensch braucht die hier - außer vielleicht die Touristen, die sicher sein wollen, genau die selben Sachen zu bekommen wie zu Hause, schlimm genug. Ich hoffe sehr, dass die Italiener sich störrisch stellen und sich diesem globalen Einheitsbrei wiedersetzen werden. Ansonsten wäre wieder ein Stück nationale Identität verschwunden, ganz zu schweigen von den vielen kleinen Cafe-Existenzen.

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scottbreed 29.02.2016, 09:44
6. Leider

War ich noch nie bei Starbucks... Kann mir kein Urteil erlauben.. aber dieses Jahr fahre ich mal nach Berlin weil da soll ein Starbucks sein.

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the_mosvik_beast 29.02.2016, 09:45
7. Hauptsache Italien

Ob Mailand oder Madrid..die Italiener leiden doch schon unter Amazon McDonalds und Ikea....jetzt der nächste Dumping-Entlohner und Steuertrickser...kann man das nicht verhindern?

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upalatus 29.02.2016, 09:50
8.

Zum einen: IT mag ein Kernland des Kaffeeschlürfens sein, aber sicher nicht DAS Kernland, siehe AT.

Zum anderen: starbucks Kaffee schmeckt nicht schlecht, aber mir sind fünf unterschiedliche Cafes, zb. im einem Stadtteil, mit unterschiedlichem (Kaffee)Charakter um vieles lieber als eine große normierte Kaffeeschwemme mit ebenso standardisierter "Heimeligkeit und Freundlichkeit", die eben den kleinen die Kundschaft wegfängt. "Der" Starbucksfrequentierer (nebenbei erwähnt auch der von MacDon und dergleichen) erscheint mir als ebenso normiert und standardisiert. Mit den etwas eigensinnigen Italienern kanns da schon ein wenig schwierig werden. Hoffentlich....

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Celegorm 29.02.2016, 10:13
9.

Zitat von nikolasvegas
Man muss Starbucks zugestehen, dass der Kaffee zumindest für deutsche Verhältnisse erstaunlich gut ist, von den miesen Geschäftspraktiken einmal abgesehen. Aber damit in Italien zu landen dürfte so schwer wie unnötig sein. Eulen nach Athen tragen!
Es ist ein Missverständnis, dass Starbucks in erster Linie Kaffee verkaufen würde, geschweige denn "guten" bzw. "richtigen" Kaffee. Starbucks verkauft primär überzuckerte Milchgetränke u.ä. und ist damit gerade für alle attraktiv, die richtigen Kaffee nicht mögen, aber auch mal ein paar coole Pappbecher herumtragen möchten.

Es ist darum eine Illusion, dass eine existierende gehobene Kaffeekultur ein wirksamer Schutz gegen Firmen wie Starbucks wäre. Das ist der gleiche Irrglaube, wie zu meinen, eine starke Esskultur würde die Expansion von McDonalds und Co. in manchen Ländern verhindern. Insofern ist leider zu befürchten, dass das auch in Italien funktionieren wird in einem spezifischen Kundensegment. Zumal die Italiener mit ihrem typischerweise exorbitanten Zuckereinsatz zumindest in dem Bereich wenig Anpassungsschwierigkeiten haben werden..

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