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Steigende Lebenserwartung : 19,6 Jahre im Schnitt - Deutsche bekommen immer länger Re
DPA

Die Menschen in Deutschland werden immer älter und erhalten immer länger Rente. Die Rentenkassen geraten dadurch unter Druck. Der CDU-Wirtschaftsrat fordert deshalb, dass die Bürger länger arbeiten als jetzt.

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chrismuc2011 07.12.2017, 06:54
1.

Dann sollte die Regierung endlich mal aufhören die Lüge vom Fachkraftmangel zu beenden, aufhören die Unternehmen darin zu unterstützen Billigkräfte ( auch durch Zuzug), Leiharbeiter einzustellen und Maßnahmen zu treffen, damit Unternehmen aufhören mittlerweile 45 Jährige zu entlassen, weil sie ihnen zu teuer geworden sind.
Sinnvoll wäre eine Quote, die jedes Unternehmen dazu anhält ältere Arbeitnehmer weiter zu beschäftigen oder gar ältere Arbeitnehmer einzustellen. Nachdem es für Alles und Jedes mittlerweile eine Quote gibt, warum nicht auch hier. Dem Standort Deutschland würde die Erfahrung dieser Fachkräfte sicher nicht schaden, wie man ja auch an BER, Stuttgart21, AirbusM400 und anderen Nachrichten sehen kann.

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schnarchn 07.12.2017, 06:55
2.

Jaja, älter werden wir zwar immer. Aber wie viele sind denn über die 67 hinaus noch wirklich fit genug, um weiterarbeiten zu können? Wer sein Leben lang hart körperlich gearbeitet hat wird ohnehin schon mit 67 seine Probleme haben. Aber auch der zwar körperlich deutlich einfacherer Bürojob sorgt, natürlich je nach Aufgaben-/Verantwortungsgebiet, aufgrund der stetig steigenden Anforderungen und der Beschleunigung von Prozessen dazu, dass hier viele irgendwann einfach psychisch am Ende sind.

Aber hey, schöner Effekt. Wenn dadurch bedingt viele verfrüht mit niedrigeren Bezügen in Rente gehen müssen, entlastet das die Kassen gleich nochmal. Ich freu mich schon richtig darauf alt zu werden!

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magic88wand 07.12.2017, 06:57
3. Warum überhaupt noch Rentenversicherung?

Die Generationen nach den Babyboomern werden mehrheitlich eine Rente bekommen, die nicht wesentlich über der Grundsicherung liegen wird. Insofern wird die gesetzliche Rentenversicherung immer entbehrlicher.

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Tiefflieger 07.12.2017, 07:03
4. Warum

wird die Rente immer noch an Lebens- und nicht an Arbeitsjahren festgemacht?
Wenn jemand 45 Jahre gearbeitet hat, hat er sich seine Rente verdient.
Wer jedoch erst spät anfängt, der soll auch entsprechend länger Erwerbstätig sein.
So kann der Handwerker, der mit 15 seine Ausbildung beginnt, mit 60 in seine verdiente Rente gehen, und der Akademiker der erst mit 30 seine Berufliche Laufbahn beginnt eben erst mit 75.
Somit wäre das Renteneintrittsalter flexibilisiert, und die Menschen werden nicht gezwungen von der Arbeit auf die Bahre zu springen.
Der Ausspruch "Sozialverträgliches Ableben" eines bekannten deutschen Politikers fällt mir dazu wieder ein.

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severus1985 07.12.2017, 07:04
5. Eine unbequeme Wahrheit

Viele Arbeitnehmer wollen es nicht einsehen, aber eine Erhöhung der Lebensarbeitszeit ist unumgänglich. Entweder das, oder die alten verpflichten sich schriftlich, mit 80 von der Brücke zu springen.
Und nein, ich habe auch keinen Bock, bis 70 zu arbeiten, aber hier hat die CDU (dich ich noch nie gewählt habe) einfach Recht, während die SPD Freibier verteilt und sich später fragt, wer die Zeche bezahlt.

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r.mehring 07.12.2017, 07:19
6. Diese Ideen gehen an der Realität vorbei.

Wer stellt den einen 70jährigen ein? Zumindest nicht als sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer. Man wird schon mal öfter krank im Alter, die Leistungsfähigkeit reicht nicht mehr über 40 Stunden die Woche. Natürlich würden Rentner lieber etwas sinnvolles arbeiten als Plastikflaschen aus dem Papierkorb zu fischen. Aber was denn bitte schön? Darüber machen sich die Herrn des CDU-Wirtschaftsrats keine Gedanken. Interessant ist der Zusatz: "in einer möglichen neuen Großen Koalition" was bedeutet die SPD darf dem Wahlvolk diese bittere Pille nahebringen. Wenn die Genossen darauf eingehen dürfen sie sich schon mal auf 12% freuen.

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irobot2 07.12.2017, 07:23
7.

Das die Menschen hier in Deutschland immer älter werden ist nichts neues. Das ist etwas sehr gutes. Den Grad der Zivilisation einer Gesellschaft erkennt man unter anderem an der mittleren Lebenserwartung.

Es ist - mal wieder - die unfähigkeit unserer Politiker, wenigstens ein paar Jahre im voraus zu denken.

Im übrigen, für die millionen Wirtschaftsflüchtlinge, die sich hier illegal aufhalten, scheint ja genug Geld da zu sein. Oder, etwas ketzerischer formuliert, gerade weil wir hier so viele illegale Wirtschaftsflüchtlinge haben, wird das Geld in den Rentenkassen knapp.

Man sieht ja nicht wenige deutsche Rentner, die aus Mülltonnen Pfandflaschen einsammeln, während Wirtschaftsflüchtlinge allerlei geschenkt bekommen. Aber 87% der Deutschen sind ja damit einverstanden.

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chinawoman 07.12.2017, 07:24
8. War da nicht...

vor nicht allzu langer Zeit eine Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67? Soll das jetzt dann auf 70 angehoben werden? Stelle mir gerade vor wie ein 70-jähriger auf dem Boden kniet und Fliesen verlegt oder den 70-jährigen Fernkraftfahrer der mit dem 38-Tonner auf der Autobahn unterwegs ist. Aber wir können uns glücklich schätzen, wenigstens wird nicht erwartet das die Rentner freiwillig früher aus dem Leben scheiden um die Rentenversicherungen zu schonen.

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ithaqua 07.12.2017, 07:26
9. fast richig Herr Steiger, fast...

"Wir müssen den Leuten jetzt die Wahrheit sagen", sagte Generalsekretär Wolfgang Steiger der "Rheinischen Post".

Soll dieser Satz jetzt Ehrlichkeit und Pflichtbewusstsein ausdrücken. Wenn man nicht völlig blind durch die Welt rennt, kennt man diese Problematik seit 20-25 Jahren.
Und jetzt muss den Leuten die Wahrheit gesagt werden?
Es gab genug Zeit proaktiv darauf zu reagieren.
Aber während man jahrelang exportweltmeistert will man den Bürgern natürlich nicht den Eindruck vermitteln, dass man an relevanten Punkten des Sozialstaates nur riesigen Bockmist verzapft.

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