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Strategiewechsel: E.on will Geschäft mit Atom, Gas und Kohle loswerden
DPA

Der Energieversorger E.on nimmt einen radikalen Strategiewechsel vor. Er will das Geschäft mit konventioneller Energieerzeugung loswerden. Sein Augenmerk richtet der Konzern stattdessen auf erneuerbare Energien und Serviceangebote.

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schwaebischehausfrau 30.11.2014, 21:49
1. Na klar will E.ON seine Altlasten loswerden...

dass E.ON seine Altlasten loswerden möchte ist nachvollziehbar. Alleine die alten Schrott-Meiler mit all ihrem radioaktiven Müll werden ja noch jahrzehntelang Milliarden-Kosten verursachen. Aber ob private Anleger an der Börse scharf darauf sind, diese Risiken als Aktionär zu erwerben??? Mal sehen , wie lange es dauert, bis E.ON und Konsorten den BUND als idealen Großaktionär für diese "Bad Banks im Engergiesektor" identifiziert haben. Als Aktionär oder als "Stiftung" , vollkommen egal. Hauptsache man kann die drohenden Milliaraden-Lasten aus der eigenen Bilanz bekommen und jemandem anderen aufhalsen - nachdem man vorher jahrzehntelang Milliarden-Gewinne damit gemacht hat.

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mischer1448 30.11.2014, 22:07
2. und tschüß

EON und RWE, war nett mit euch, aber ihr wolltet den Irrsinn der Energiewende mitmachen, tja ...

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burghard42 30.11.2014, 22:18
3. Na ja,

verstehe nicht so recht wie die neue Gesellschaft
die konventionellen Geschäftsfelder weiter führen
will/soll.
z.B. der Rückbau der AKW wird durch wen erfolgen
und wer bezahlt mit welchem Geld ?

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freedom157 30.11.2014, 22:21
4. Verzweiflungstat

E.ON kauft und verkauft Unternehmensteile und strukturiert den Konzern seit mehr als einem Jahrzehnt fortwährend um. Das lenkt schön von der unternehmerischen Ideenlosigkeit ab und beschäftigt Heerscharen von Beratern und Bankern, zum Nachteil des Aktionärs und der Mitarbeiter. Jetzt scheint der letzte Akt eingeleitet zu werden, da man kein tragfähiges Geschäftskonzept für die Zeit nach der Energiewende gefunden hat, will man sich der Risiken entledigen. Die Politik sollte sich das Unternehmen mal genauer anschauen, um nicht am Ende allein die Zeche zahlen zu müssen.

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mattoregiert 30.11.2014, 22:25
5. Wie war das mit den Ratten

und dem Schiff.Der Staat sollten ihnen keine Möglichkeiten mehr geben ,eine Industrienation in Geiselhaft zu nehmen.

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politik-nein-danke 30.11.2014, 22:28
6. und käufer wird dann ein ausländisches bestattungsinstitut

ohne ausreichende finanzielle mittel....kreditfinanziert von heuschrecken....die ziehen dann radikal die letzten moneten raus und wenn es an die entsorgung geht, dann sind die pleite und der steuerzahler muss einspringen...

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WwdW 30.11.2014, 22:32
7. endlich haben sie's kapiert.

Mann oh mann. Da schlafen sie fast 15 Jahren die Energiedinosaurier. Anstatt rechtzeitig zu kapieren, dass erneuerbare Energien die Zukunft sind haben sie sich mit dem Festhalten der konventionellen Energien ein riesen Problem eingehandelt. Das hätten sie allesamt billiger haben können. Jetzt geht ihnen das Muffensausen.

Aber es ist wie so oft im Leben, wer zu spät kommt bestraft das Leben und wenn es ein Energiekonzern ist ...

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WwdW 30.11.2014, 22:38
8. das Problem ist nicht das Mitmachen

Zitat von mischer1448
EON und RWE, war nett mit euch, aber ihr wolltet den Irrsinn der Energiewende mitmachen, tja ...
das Problem ist nicht das Mitmachen der Energiewende. Hätten sich die großen Unternehmen vor 15 Jahren dazu entschlossen anstatt dagegen zu kämpfen und es den kleinen Energieerzeugern zu überlassen, dann hätten sie jetzt nicht mit ihren Altlasten in der konventionellen Energieerzeugung zu kämpfen (außer Atomkraftmeiler die brauchen Jahrzehnte zum Beseitigen).

Inzwischen sind die Kleinen wie eine Schar Phiranhas an den Großkonzernen dran und nagen sie am lebendigen Leibe ab.

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arago 30.11.2014, 22:49
9. In echt oder nur im Spiel?

Könnte das ganze nicht auch nur Verhandlungspoker sein? D. braucht auf längere Sicht noch sichere Grundlastkraftwerke. Wenn EON da herausgehen will, wird man sich seitens der Öffentlichkeit bemühen müssen, für den Erhalt höhere Preise bezahlen zu müssen.

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