Forum: Wirtschaft
Streit über Ausbau der A8: Baukonzerne müssen Mehrkosten selbst tragen
DPA

Die Partnerschaft zwischen Privatfirmen und der öffentlichen Hand bei Bauprojekten gilt als umstritten. Doch das finanzielle Risiko lässt sich nicht so leicht auf den Staat abwälzen, wie ein bayerisches Gericht nun entschied.

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libero777 12.02.2019, 13:11
1. Sehr gut

Schön, dass es noch Urteile gibt, die uns Steuerzahler vor solchen Versuchen von Baukonzernen, ihr unternehmerisches Risiko auf die Allgemeinheit abwälzen zu wollen, schützen.
Zumal zumindest einer der beiden genannten Konzerne nicht gerade dafür bekannt ist, zimperlich mit ihren eigenen Nachunternehmern umzugehen.

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Emderfriese 12.02.2019, 13:13
2. Zahlemann

Würde mich überraschen, wenn es bei diesem Urteil bliebe. Denn in AutoBayern lässt die Regierung einen Großbetrieb wie Strabag und Hochtief nicht wegen läppischen 34 Millionen hängen. Es könnte ja zur Pleite und zu Entlassungen kommen. Bei anderen Objekten der Begierde wie den Flughafen Berlin-Brandenburg oder Stuttgart 21 geht es schließlich um Milliarden - die werden letztlich auch bezahlt.

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sikasuu 12.02.2019, 13:16
3. Das entschied nun, dass der Bund dem privaten Autobahnbetreiber die..

.... Mehrkosten in Höhe von mehr als 34 Millionen Euro nicht erstatten muss!
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Wie unfair! Das widerspricht doch allen seit Jahrzehnten üblichen Gepflogenheiten, das man bei öffentlich-privater Zusammenarbeit auch noch für Mehrkosten usw. gerade stehen muss.
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Da scheinen die Baukonzerne aber beim Vertragsabschluss geschlafen zu haben. Siehe Hamburger Musikanten Stadel, BER usw.
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Ist wirklich peinlich, wenn so ein sicher zu erwartendes Geschäft, das bei Laufzeit richtig "Gewinne" bringt, bei Fertigstellung schon vorher ein paar "Miese" bringt!
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Sowas darf in einem "Rechts-Staat" nicht passieren :-)

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yvowald@freenet.de 12.02.2019, 13:21
4. Juristen ohne Hang zur Bestechlichkeit

Solche Entscheidungen sollten Schule machen. Es kann und darf doch nicht sein, daß am Ende immer wir SteuerzahlerlInnen zur Kasse gebeten werden.
Die großen Konzerne sind in der Pflicht, Mehrkosten aus der eigenen (Porto)Kasse zu zahlen.
Entscheidend sind die Verträge, in denen dies geregelt ist. Fraglich ist nur, ob die Konzerne solche Verträge unterschreiben werden oder zu verwässern versuchen.
Dazu braucht die Öffentliche Hand Juristinnen und Juristen mit Durchsetzungsvermögen.

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damascus123 12.02.2019, 13:44
5. @yvowald@freenet.de

In dem Punkt, dass Beispiele wie das im Artikel beschriebene Urteil Schule machen sollte, stimme ich Ihnen uneingeschränkt bei.

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interessierter10 12.02.2019, 13:44
6. Sollten die Betreiber nicht nur die Gewinne

sondern auch das Risiko tragen? Ich kann es nicht glauben. Da muss im Hinterstübchen aber was massiv schief gelaufen sein...

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spon-facebook-10000253305 12.02.2019, 13:52
7. naja

...letztendlich treibt hier der Staat alle entsprechende Partnerschaften zu Grabe: In den 6-8 Wochen (?) Ausschreibung kann ein privater Interessant sicherlich nicht detailliert prüfen welchen Zustand die Autobahn hat. Entsprechende Risiken werden in Zukunft eingespeist werden und damit sich auch entsprechende Projekte kaum mehr rechnen

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zensurgegner2017 12.02.2019, 14:01
8.

Eine Lachnummer

Da baut ein Privatbetreiber binnen fast 10 Jahren (ZEHN) diese popelige Autobahn Muc Ulm 3 Spurig aus
Baustellen, die laufend und für jeden sichtbar unterbesetzt sind
Wanderbaustellen, die immer nur wenige km Abschnitte auf einmal abwickeln

Und dann wundert man sich über "Zeitverzögerung" und "schlechte Witterung"

Wie wäre es, wenn unsere analoge Bundes(nicht)regierung mal neben der Vergabe auch straffe Zeithorizonte vorgeben würde
Vielleicht auch mal Arbeitszeiten bis 22 Uhr?

Was kostet es denn die Volkswirtschaft, wenn anstelle von 3 Jahren Baustellen 10 Jahre dauern?
Wenn jeden Tag Stau angesagt ist weil 3 Mitarbeiter ein 20 km Auton´bahnstück bauen sollen?

Wer ist schuld wenn aufgrund von Trödel Mehrkosten durch WItterung entstehen?

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Niteftef 12.02.2019, 14:05
9. Schön!

So sollte es häufiger gehen!

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