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Streit über stillgelegte Bergwerke: Das Saarland fürchtet die Flut
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Im Saarland will der RAG-Konzern stillgelegte Bergwerke mit Wasser volllaufen lassen. Doch bei der Bevölkerung ist die Angst vor Schäden an Häusern und Umwelt groß. Der Konflikt spitzt sich zu.

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Braveheart Jr. 09.02.2019, 10:12
1. Die RAG kalkuliert ...

... mit 300 Millionen p.A. für "Ewigkeitsaufgaben". Und kriegt gerade 40 Milliarden in den Ar.... geschoben. Das sollte doch für ein paar Jahre reichen, oder?

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Ökofred 09.02.2019, 10:16
2. 40 Mrd!

Die RAG hat im Ruhrgebiet zw- 1998 und 2007 auch 40 Mrd kassiert... nun da ist der Fall doch klar. Keine 40 Mrd später ist der Streit beendet. Wie gut, dass die Kohle vorher so günstig (allerdings auch für die Stahlherstellung notwendig) war.

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bdroege 09.02.2019, 10:28
3. Beim Bau gespart

In den Bergbaugebieten ist es eigentlich angebracht ein massives Fundament aus einer dicken Betonplatte zu bauen um Bergschäden zu reduzieren.

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joe_ 09.02.2019, 10:29
4.

...und für die Schäden ist dann mal wieder der Steuerzahler verantwortlich.
Deutschland eben!

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Manolo 09.02.2019, 10:41
5. Politik kümmert sich nicht um Kosten

Na, dann soll sich noch ein Bergmann darüber beklagen, dass es ihm heute schlecht geht. Jahrzehntelang wurden alle Arbeitsplätze im Bergbau massiv subventioniert und heute bis in ferne Zukunft zahlen wir Milliarden für die Hinterlassenschaften und Schäden. Es wäre billiger gewesen die Bergleute Anfang der 80er bei vollem Gehalt nach Hause zu schicken. Das wollte aber kein Politiker zugeben.

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burlei 09.02.2019, 10:44
6. Die Pumpen abstellen ...

... und das Land absaufen lassen. Nicht nur das Land, auch die Menschen. Ein ganz tolle Lösung! Ein Zeitungsbericht (https://www.derwesten.de/region/rhein-und-ruhr/wenn-die-pumpen-stillstaenden-id12358775.html) zeigt beispielhaft an einer Karte, wie das Ruhrgebiet aussehen würde, wenn das Grundwasser steigt. Eine Seenplatte von Hamm bis Dortmund, von Herne bis zum Rhein, von Essen bis weit in das Münsterland. Immerhin liegt das Ruhrgebiet stellenweise bis zu 20 Meter tiefer als vor 150 Jahren. Genau so würde es dem Saarland ergehen, es würde absaufen. Natürlich nur, weil es um wichtigeres als um Menschen geht. Es geht um Geld. Um viel Geld. Da lohnt es sich doch, einige Millionen Menschen ihrem Schicksal zu überlassen.

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bigroyaleddi 09.02.2019, 11:11
7. Ewigkeitsaufgabe?

Vorweg, ich habe allergrößtes Verständnis für die Befürchtungen der Saarländer. Aber sind wir bitte mal ehrlich, kann überhaupt irgendjemand eine Zusage für in alle Ewigkeit machen? Ich bezweifle generell, dass so etwas funktioniert.

Warum ich da Zweifel habe? Wie lange lebte das 2. deutsche Kaiserreich? Was wurde aus dessen Verbindlichkeiten? Alles was jemand einem anderen zugesteht, kann eigentlich nur für die 1. und höchstens noch 2. oder 3. Generation danach greifen. Dann wird es schon schwierig mit der Umsetzung. Weil die Nachkommenden sich garantiert an den Kosten reiben werden. Ist halt so.

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shivas88 09.02.2019, 11:18
8. Ewigkeitskosten

Das Ende vom Lied wird sein, dass die Konzerne, die sich hier jahrzehntelang eine goldene Nase verdient haben, die Folgekosten bequem auf den Steuerzahler abschieben (spätestens nach der Insolvenz). Und genau so wird es vermutlich auch in einigen anderen Bergbauregionen laufen. Mögen die Leute, die nach wie vor auf Kohle setzen, doch bitte so freundlich sein und sich für eine Beteiligung an den künftigen Kosten verpflichten ....

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mantrid 09.02.2019, 11:43
9. Verschleierte Kosten

Atomstrom ist ja so billig, wenn man mal die immer noch nicht annähern kalkulierbaren Kosten für die Endlagerung unterschlägt. Und Kohlestrom ist auch ganz billig, wenn man die Subventionen und die Ewigkeitskosten mal weglässt. Diese Kosten haben allerdings nichts mit der Energiewende zu tun und belasten die Allgemeinheit bereits heute. Bergbau ist ökonomisch de reinste Wahnsinn. Ein Ausstieg erst 2038 ist es auch. Drückt jedem Kumpel steuerfrei eine Million Euro in die Hand und gut ist's. Das kostet nur 20 Mrd. Euro.

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