Forum: Wirtschaft
Streit um Sparpotenziale - wo soll gekürzt werden?

In der Frage, in welchen Bereichen im Haushalt gespart werden soll, gehen die Meinungen in der Regierung auseinander. Kanzlerin Merkel will in den Ressorts Bildung, Kinderbetreuung und Forschung keine Kürzungen zulassen. Wo aber soll gespart werden?

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OneOfFour 14.05.2010, 09:56
1. Komisch!

Frau Schavan hat es doch allen in Baden-Württemberg als Kultusministerin vorgemacht, wie man in der Bildung sparen kann! Und Herr Koch war ein gelehriger Schüler!

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gerthans 14.05.2010, 10:04
2. Zustimmung

Ich stimme Frau Schavan zu und heiße auch ihre Formulierung gut: Wir "versündigen" uns an der Zukunft. Der Vater oder Großvater, der das Haus, das seine Enkel erben sollen, mit Hypotheken belastet, um das Geld zu verprassen, handelt verächtlich. Warum werden nicht die fetten Pensionen gekürzt, mit denen Luxusurlaub auf den Bahamas gemacht wird, wo wir Deutschen nichts verloren haben? Urlaub an der Ostsee tut's auch. Kitas sorgen dafür, dass Migratenkinder früh Deutsch lernen, was bitter nötig ist - eine Investition in die Zukunft.

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filopen 14.05.2010, 10:04
3. Erziehung und Bildung für Bessergestellte

Bildung, Wissenschaft und Vernunft sind der Weg in eine lebenswerte Zukunft. Scheinbar agieren einige Parteien streng nach dem Motto: wer die Hosen voll hat kann erst recht stinken. Da macht es auch nicht mehr was man sagt. Letztendlich zielt es doch immer wieder oft das Gleiche: Bildung und Zukunft in Würde nur für die, die es sich leisten können. Es ist jetzt schon klar, dass in naher Zukunft andere europäische Länder mehr besser ausgebildete Bürger haben werden. Deutschland kann sich so getrost vom Land der Dichter und Denker zum Land der Konsumdumpfbacken entwickeln.

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demogratin 14.05.2010, 10:05
4. Bildung

Privatisiert Bildung ... und Regierung, Legis- udn Judikative dazu!

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max.flügelschmied 14.05.2010, 10:10
5. Frau Wer? hat was zu jammern

Man sollte Frau Schawan ganz schnell vergessen. Sie hat nichts zu sagen. Ihr Ministerium gibt es nur noch damit der Proporz stimmt. In der Bildungspolitik ist deshalb so viel los, weil sich die Politik mit zweifelhaften Argumenten die Möglichkeit genommen hat sonst noch irgendwo Standards zu setzten. Banken? Kriese Nein meine lieben das sind wirtschaftliche Mißlichkeiten aber doch keine Kriese!

Herr Koch hat doch recht. Was soll die Entrüstung? Jeder der heute um die 30 ist weis was es heißt Bewerbungen zu schreiben und Absagen ohne Ende zu bekommen. Das vergisst man nicht. Seit Anfang der 90er Jahre weiss jeder Jugendliche, dass gute Bildung keine Garantie für eine Lehrstelle ist, sondern mit Chance eine Chance. Wieso soll man dem noch Geld hinterher werfen wenn Berufschancen zu Lotterielosen werden. Wenn viele diese „gute“ Bildung haben entscheidet der Markt und nicht die Vernunft. Jeder bessere Personalchef jammert über die Waschkörbe (aus seiner Sicht) unbrauchbarer Bewerbung.

Man möge nicht vergessen wie deutsche Unternehmerfunktionäre das Land im In- und Ausland in den 90er Jahren schlecht geredet haben besonders die Bildung. Somit ist es konsequent wenn Koch das alles für Plödsinn hält und folglich die Mittel steichen will.

In Hamburg werden diese Jahr 2 Abitur Jahrgange auf den Markt kommen. Das heißt für alle anderen Schulabschlüsse, man braucht sie nicht und nächstes Jahr sind sie dann alt Fälle also Versager. Diese Jugendlichen haben umsonst gelernt.
Eine gute Bildung ist nicht wichtig es zählt allein der Notenschnitt. Man geht in den Unternehmen davon aus, dass Schüler mit einem bestimmten Notschnitt (Abitur) für die in dem Unternehmen anstehende Verrichtung geeignet sind und die Aufgaben daher bewältigt werden. Mehr wird nicht verlangt.

Es wird dann zwar hinterher gejammert dass die Leute so Doof sind. Hauptsache die Anforderungsprofile stimmen und die Leute kosten nicht so viel.

Als junger Mensch vergisst man die Behandlung nicht und wird seinen Kinderwunsch dem entsprechend überdenken.
Das gleiche gilt für die Studienabschlüsse mit den Batchler(B)Master(M) Geschichten kann keiner was anfangen. Für Unternehmer sind Batchler wenn überhaupt billige Arbeitskräfte. Viele Hochschulprofessoren prophezeien schon, dass mit den Absolventen nichts anzufangen ist. Wenn überhaupt mit den Masterabsolventen.

Zwischen B und M sind teilweise bis zu einem Jahr Pause. In Jura wird dieser Abschluss schon wieder abgeschafft. Ein schnelles Studium kann gar nicht stattfinden. Koch hat also recht mit dem was er sagt. Wir brauchen ein paar Eliten der Rest kann sehen wo der Pfeffer wächst. Die Zementierung des Trauerspiels können wir dem nächst in Hamburg bewundern wenn der Senat gegen die Bürger initiative verliert. Die Chancen stehen gut.

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lemming51 14.05.2010, 10:12
6. ?

Wird in dieser "Regierung" eigentlich mal etwas abgestimmt in Sachen öffentliche Äußerungen ?
Die Rechte weiß offenbar nicht, was die Linke tut.
Toller Laden !

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jaguar16 14.05.2010, 10:14
7. Frau Schavan hat Recht

Zitat von OneOfFour
Frau Schavan hat es doch allen in Baden-Württemberg als Kultusministerin vorgemacht, wie man in der Bildung sparen kann! Und Herr Koch war ein gelehriger Schüler!
Das mag ja sein, aber hier hat sie in der tat Recht. Gut, das man hier (zumindest in Teilen) der CDU dieser völlig falschen Koch-Politik widerspricht. Sparen ist ja richtig, aber andere Felder eignen sich mehr.
Koch scheint wohl doch gern Finanzminister werden zu wollen und das als Bewerbung nehmen?
Naja, die nächsten Wahlen kommen und wenn sich auch nur ein kleiner Teil der Betroffenen dann noch an solche Ideen erinnert...

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blue_plasma 14.05.2010, 10:17
8. Im Prinzip

hat Anette ja recht. Wenn da nicht ihr Sparkus aus ihrer Zeit als BW-Bildungsministerin wäre.
Und zum anderen gehört Koch in den Knast für sein saudummes Gelabere. Er war wohl wieder allein. Man könnte sich schon fragen wer mehr gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung in Deutschland ist: AlKaida oder Roland Koch...

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gerthans 14.05.2010, 10:21
9. Koch contra Schröder

Kochs Vorschlag, bei den Kindern zu kürzen, ist populistisch. Da immer weniger Wählerinnen und Wähler Kinder haben, erzeugt dieser Vorschlag nur wenig Empörung und kostet ihn kaum Wählerstimmen. Anders Schröder, der mit seiner Agenda 2010 so kürzte, dass es allen wehtat, was ihn die Macht kostete, aber verdienstvoll war. So unterscheidet sich ein Staatsmann vom Populisten.

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