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Streit um Zuckergehalt: Lemonaid darf sich doch weiter Limonade nennen
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Der Hamburger Getränkehersteller Lemonaid sollte sein Produkt nicht mehr Limonade nennen dürfen - weil es weniger als sieben Prozent Zucker hat. Nun rudern die Gesundheitsbehörden zurück.

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eckawol 10.01.2019, 18:29
1. Zur rechten Zeit in der Amtsstube aufgewacht,

um am konkreten Fall Lemonaid zu erkennen, dass die Umsetzung von bestehenden Regeln ( Mindeszuckergehalt) gelegentlich Dank Tiefschlaf in einer Amtsstube nicht erfolgt und eines Tages erkannt wird, dass das beanstandete Produkt den neuen Absichten/Strategien ( weniger Zucker ) weit voraus ist. Vom Steuerzahler bezahlter Tiefschlaf ist gelegentlich hilfreich.

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Korken 10.01.2019, 19:10
2. Alles verzuckert

Mich nervt es ungemein, dass man in unseren Supermärkten meist nur gezuckerte Limonaden und Säfte bekommen kann. Selbst Tee ist katastrophal versüßt. Kein Wunder, dass wir uns ungesund ernähren. Wenn man was mit Geschmack trinken will nimmt man fast automatisch kalorienbomben zu sich. Wo bleiben ungesüßte bezahlbare(!) Getränke? In Japan und wohl auch anderen aisatischen Ländern gibt es soviel Abwechslung selbst beim Tee, dass einem das ganze verpappte Zeug in den Supermärkten hier zum Halse raushängt.

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dasfred 10.01.2019, 19:11
3. Ich fasse es nicht

In kürzester Zeit siegt die Vernunft über die Rechtslage. Wann hat es das in Hamburg zuletzt gegeben? Und alles ohne monatelanger Diskussion.

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der Pöter 10.01.2019, 19:14
4. Was müssen manche Leute

Langeweile haben, sich um so einen Quatsch zu kümmern. Dafür bleiben wichtige Dinge liegen. Und wahrscheinlich stand bei der Entscheidungshilfe im Amt noch eine Flasche Cola auf dem Schreibtisch.

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heissSPOrN 10.01.2019, 19:15
5. Leitsätze sind nicht rechtsverbindlich

Die sog. Leitsätze sind nicht rechtsverbindlich und dienen nur der Orientierung, wie ein Produkt beschaffen sein sollte - in erster Linie anhand althergebrachter Rezepturen. Da Zucker inzwischen als doppelplusböse gilt, weil viel zu viel davon in alle möglichen Lebensmittel eigentlich unnötig zur "Geschmacksverstärkung" beigemengt wird, sollten sich die Lebensmittelbehörden freuen, wenn ein Hersteller mit weniger auskommt - und nicht per Ordnungsverfügung (eine "Abmahnung" ist was anderes) mehr Zucker fordern. Zumal der niedrigere Zuckergehalt ja durchaus korrekt angegeben wird, eine Verbrauchertäuschung also nicht stgattfindet.

Es wäre zu wünschen, Metzger würden genauso ehrlich angeben, wieviel Eis sie in die Wurst rühren, einzig, um ihren Profit zu erhöhen...

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KaiFischer 10.01.2019, 21:57
6. Perfekte Marketingmaßnahme

Chapeau. Welche eine perfekte und kostengünstige Marketingmaßnahme angesichts der aktuellen politischen Diskussion über Zucker in Lebensmitteln.

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renker2001 11.01.2019, 23:26
7.

Ulkig

Da feiern wählende Mensche die Tatsache, dass Richtlinien nicht befolgt werden müssen

Daher nicht wundern, wenn sich nun Getränke Limo nennen wollen, obwohl die eigentlich dank Panscherei die Kriterien nicht erfüllen, es aber denoch sein wollen da verkaufsfördernd

Selbstverstädlich wollen auch Nahrungsmittelpanscher zukünftig, dass Leitlinien nicht strikt durchgesetzt werden
Notfalls klagt man, was Lemonaid darf, dürfen andere auch

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jsavdf 11.01.2019, 07:00
8. @heissSPOrN

Ich finde ihren Beitrag gut und auch mit einem gewissen Witz geschrieben.
Nur Wurst haben sie noch nie selbst gemacht. Ich mache ein oder zwei mal im Jahr Wurst und ja um eine für mich besseres Ergebnis zu erzielen setze ich je nach Sorte unterschiedlich viel Eis hinzu.

Es hilft in Diskussionen nicht wenn man zu viele Themen vermengt.
Es kann gut sein, dass der Chef der Behörde seinen Mitarbeiter angewiesen hat den Antrag zurückzuziehen. Es liegt in seinem Ermessen. Der normale Mitarbeiter hat dieses Ermessen nicht. Er handelt nach Vorgaben.

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marwaleben 11.01.2019, 08:10
9. Perfektes Marketing

Besser kann man keine Werbung für den Wandel machen. Jeder kennt jetzt Lemonaid und weiß um deren “Pionierleistung” und alle haben nun Verstanden welchen Handlungsbedarf es bei der Regulierung gibt.
Der Druck auf Gesetzgeber aber vor allem auch auf Wettbewerber die noch kiloweise Zucker und sonstiges in ihre Produkte kippen ist angestiegen und das ist sehr gut so.
Haben die Gesundheitssenatorin, Lemonaid und Fachamt den Coup angesprochen - das wäre eine strategische Meisterleistung - aber vermutlich wars nur Zufall.

Trotzdem sollten alle die schonmal den Zeigefinger rausgeholt und über Tiefschlaf, Amtsschimmel, etc. schwadroniert haben sich mal Gedanken darüber machen ob Sie nicht gerade manipuliert werden - in diesem Fall wohl zu unser aller Vorteil - in anderen Fällen und das dürfte die Mehrheit sein eher nur zum Vorteil der Protagonisten und deren Auftraggeber.

Nein ich bin kein Verschwörungstheoretiker, es lohnt nur Dinge auch mal aus anderen Perspektiven zu betrachten.

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