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Strukturwandel: Brauchen wir noch Parteien?
DPA

Der Wahlkampf mag langweilig erscheinen - in Wahrheit erleben wir einen fundamentalen Strukturwandel der Politik. Willkommen im Zeitalter des Turbo-Demokratismus!

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frankfurtbeat 10.09.2017, 16:45
1. die ...

die alte verkrustete Parteienlandschaft in der BRD ist ein einziges Gruselkabinett. Allein schon die Tatsache das Personen mehrfach wieder an die Spitze gewählt werden können wirkt bremsend.

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jan07 10.09.2017, 16:46
2. Parteien werden weiterhin gebraucht

Ich glaube schon, dass eine repräsentative Demokratie stabile Parteien braucht, auch wenn die Zeit der 'Volksparteien' allmählich endet. Die SPD kann schon ein Lied davon singen. Die CDU bisher noch nicht, weil sie ihre Politik bis zur völligen Unkenntlichkeit aufgeweicht hat. Aber wie gesagt: als Katalysator vieler divergierender Meinungen haben die Parteien nach wie vor eine wichtige Funktion. Es wäre verhängnisvoll, dies alles über volatile Facebookgruppen oder ähnliche Konstrukte abbilden zu wollen. Das würde im unstrukturierten Chaos enden. Daran kann niemandem gelegen sein.

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josho 10.09.2017, 16:49
3. Die Frage ist doch nicht, ob wir....

...Parteien brauchen, sondern ob die Parteien das anbieten, was die Gesellschaft braucht. Da ist recht wenig da, sonst wäre es nicht so weit gekommen. Die Parteien befürchten den Machtverlust. Und das ist gut so.

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bigroyaleddi 10.09.2017, 16:51
4. Dann fahrt doch die Karre an die Wand!

Ich persönlich sehe keinen tiefgreifenden Grund, der Verseichung im politischen Umfeld auch noch weiteren Raum zu geben. Und wenn ich persönlich das nicht verhindern kann, dann werde ich mich zumindest allen in diese Richtung zielenden Versuchen, entgegenstellen. Mittel dafür gibts noch genug.

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palerider78 10.09.2017, 16:56
5. Gut analysiert!

Nur wie sollen sich diese zersplitterten Meinungen im politischen Alltagsgeschäft äussern können, wenn nicht weitestgehend repräsentiert durch eine Organisation, sprich: Partei?

Das Toben in sozialen Netzwerken bringt in den seltensten Fällen Kehrtwenden (Ausnahmen wie bei TTIP bestätigen die Regel) zustande.

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palef 10.09.2017, 16:59
6. ...es geht nicht um die Anzahl...das ist egal...

...soweit wir aber noch eine Varietät darstellen können, die nich staatlich oder polizeilich verboten ist, ist alles gut. Und nicht alternativlos!

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curiosus_ 10.09.2017, 16:59
7. Die naheliegendste Antwort auf die Frage...

...wird komischerweise mit keinem Wort erwähnt: Mehr direkte Demokratie wie z.B. in der Schweiz. Wir sind nun, zum Glück, einen unumkehrbaren Schritt weiter auf dem Weg zum mündigen Bürger. Dem es eben nicht mehr reicht seine Partizipation am Gemeinwesen alle 4 Jahre einer undurchschaubaren Richtungsgemeinschaft (sprich Partei) zu übereignen, zumal bei dieser Gemeinschaft immer weniger das dahinterstehende Wertegerüst erkennbar ist (Musterbeispiel: Angela Merkel). Was Prognosen zum zukünftigen Verhalten der Partei unmöglich macht. Womit die Stimmabgabe immer mehr zu einer Wette auf die Zukunft wird und von Verlässlichkeit immer weniger die Rede sein kann.

Man weiß immer weniger wen man beauftragen soll, fast jede Partei vertritt Dinge die man befürwortet und gleichzeitig andere Dinge die man nicht befürwortet. Übrig bleibt dann nur das kleinste Übel zu wählen. Oder zu resignieren und nicht zu wählen.

Da ist für mich der konsequente Weg mehr direkte Demokratie zu wagen. Was zusätzlich die Ausbildung des mündigen Bürgers befördert. Denn jeder Volksentscheid bindet alle Wahlberechtigten mit ein und führt so im Vorfeld zu einer vertieften Beschäftigung mit dem Thema.

Man kann es auch so sehen: Genau der oben beschriebene Werteverlust ist schon ein Hinweis darauf, dass wir bereits in die Richtung direkte Demokratie marschieren. Vorneweg Angela Merkel, die Umfragen (und damit im Einzelfall die Volksmeinung) zur Basis Ihrer Politik gemacht hat. Musterbeispiele dafür: Atomausstieg, offene Grenzen für Flüchtlinge (plus nachfolgendem Zurückrudern) und Homoehe.

Vielleicht kommt ihr Erfolg auch mit daher: Sie ist die vorweggenommene personifizierte direkte Demokratie. Und sichert sich und ihrer Partei dadurch noch nebenher die Macht. Da ist mir eine institutionalisierte, reglementierte und damit nachvollziehbare direkte Demokratie (à la Schweiz) aber deutlich lieber.


PS: Passend dazu aktuell dieser Artikel bei SPON:

Die Amerikanisierung der Berliner Republik

Ein weiteres starkes Argument pro direkte Demokratie: Dem immer mehr zunehmenden Lobbyismus wird das Wasser abgegraben.

Also, Herr Müller: Warum fehlt dieses Stichwort in Ihrer Kolumne? Ist es so schwer die Zeichen der Zeit zu erkennen? So etwas erwarte ich von einem guten Kolumnisten, dass er eben nicht mit dem Mainstream schwimmt sondern feinfühlige Antennen für kommende Entwicklungen hat. Analysefähigkeit, Zusammenhänge erkennen, eben.

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KarstenSteenken 10.09.2017, 17:01
8. Ein selten dämlicher Titel

Der Autor muss von gestern Abend bis heute Mittag in der Kneipe gewesen sein, oder er hat noch niemals ein Geschichtsbuch gelesen.

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Bürger Icks 10.09.2017, 17:03
9. Nö, wir werden sowieso

von Banken, von Lobbyisten, der Industrie, der Wirtschaft, den Märkten, Grosskonzernen, Millionären, Milliardären und reichen Familienclans geführt.

Politiker und Parteien sind nur dazu da uns Mittelklasse- bis armen Bürgern vorzugaukeln wir hatten ein Mitspracherecht, es gabe einen demokratiekonformen Markt, statt eine marktkonforme "Demokratie".

Um uns vorzugaukeln das verschiedene Parteien verschiedene Ziele verfolgen würden, doch egal wer an der Macht ist, am Ende gewinnen immer nur die oben Aufgezählten!

Sogenannte Politiker, angeblich gar "Volksvertreter" sind so schlechte Laienschauspieler, so das sie als Schauspieler arbeitslos wären. Um nicht das Wort zu gebrauchen, welches Mit "L" anfangt und mit "ügner" aufhört, der Zensur wegen... xD

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