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Studie: Fachkräftemangel bremst das Wachstum - und kostet so an die 30 Milliarden Eur
DPA

Wir haben Arbeit, aber keine Leute - so geht es zunehmend mehr Betrieben in Deutschland. Der Mangel an Fachkräften behindert inzwischen spürbar die Wirtschaftskraft.

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eskir 16.04.2018, 07:25
1. Das Märchen vom Fachkräftemangel

Gibt einen interessanten Beitrag dazu, wenn ich mich nicht irre sogar auf SPON.

Das Problem ist meiner Meinung nach einfach die fehlende Bezahlung und die völlig unrealistischen Vorstellungen der Personaler (Die oftmals sowieso nicht wissen, wonach sie eigentlich suchen) - Die Leute die mit 23 schon 5 Jahre im Ingenieurswesen gearbeitet haben lassen sich eben nicht mit 30k€/J vor Steuern abspeisen. Da gibt es weiter im Süden und im Westen, wenn nicht sogar auch im Osten schlicht bessere Konditionen. Warum also in Deutschland arbeiten? Aber statt etwas an der Situation zu verbessern wird der Politik und der Öffentlichkeit lieber was vom Fachkräftemangel rumgeheult.

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In Vino Veritas 16.04.2018, 07:28
2. Nein nicht schon wieder ...

Hört doch mal bitte auf mit diesem Fachkräftemangel. Wenn die Wirtschaft Leute benötigen würde, dann würden auch die Löhne explodieren. Ein Mangel mag wohl in Teilbereichen existieren, aber sicher nicht repräsentativ für die Wirtschaft sein.
Man bildet als Unternehmen nicht mehr aus und investiert in die eigenen Mitarbeiter mit Weiterbildung.

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auf_dem_Holzweg? 16.04.2018, 07:29
3. Warum haben wir Fachkräftemangel

Es liegt klipp und klar an der völlig undurchdachten Lobby-Politik und schlechten Schulpolitik von Merkel. Besonders schulische Ausbildung wird kaum gefördert, Gehälter sind gar nicht mehr lukrativ und die Steuern, besonders für Familien,, sind absolut unverhältnismäßig. Wer etwas kann und sich etwas zutraut, und das sind die Leistungsträger, der geht ins Ausland. Nur die Bequemen bleiben hier, das spiegelt sich in der Qualität der Arbeit wider. Es ist ein hausgemachtes Problem, nicht neu, aber manche Regierungen sind eben lernresistent und haben keinerlei Blick auf die Zukunft des Landes.

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Überfünfzig 16.04.2018, 07:30
4. Bisher scheint der FK-Mangel noch nicht so gravierend zu sein….

…..und Industrie und Mittelstand immer noch auf die 30 jährige eierlegende Wollmilchsau für gefühlt 8,50 die Stunde warten. Mein Vater berichtete von Zeiten, wo sich auf dem Bau die Firmen die Arbeiter gegenseitig abgeworben haben und für 1 DM pro Stunde ganze Kolonen den AG gewechselt haben, egal ob alt oder kurz vor der Rente. Aber in den von den BWLer verseuchten HR-Abteilungen gelten immer noch die alten Regeln der letzten 20 Jahre (keiner über 40 mehr) und so wird nur gejammert und irgendwas von mit dem Betriebsrat vereinbarten Haustarif gefaselt, um ja nicht neu gewonnene Mitarbeiter ein Euro mehr bezahlen zu müssen. Aber auch die jungen Leute sind in ihrer Berufswahl Teil der Misere. Beispiel an einer Fachhochschule in SH: 20 Straßenbauingenieure zu 800 BWL-Studenten, wo jeder davon träumt Chef zu werden. Das wird dann aber wirklich eng wenn die Babyboomer in Rente gehen und es keine qualifizierten Firmen mehr gibt, die in Deutschland Straßen- und Brücken bauen können.

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sven2016 16.04.2018, 07:32
5.

Solche Statistiken sind nicht aussagekräftig, sondern Marketing der Wirtschaftsverbände.

Würden die Jobanforderungen etwas weiter gefasst, könnte ein Teil der benötigten Tätigkeiten schnell besetzt werden.

Unternehmen möchten nicht ausbilden, aber für jede firmenspezifische Spezialtätigkeit genau denjenigen mit jahrelanger Erfahrung darin finden. Schulung und Weiterbild

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kenterziege 16.04.2018, 07:32
6. Ganz einfache Lösung

Die Steuerprogression für Überstunden abschaffen und den Leute für die Überstunden 25% mehr geben. Dann klappt's auch mit den Aufträgen.
Für Migration strenge Regeln der beruflichen Verwertbarkeit einführen. Wer hier keine duale Berufsausbildung will, wieder ausweisen. Einfach mal ( bis auf die duale Ausbildung ) nach Australien schauen.

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Apple Online 16.04.2018, 07:33
7. Mehr Verantwortung der Unternehmen

Die Behauptung des Fachkräftemangels kann ich leider aus meiner Erfahrung absolut nicht bestätigen. Nach meinem Abschluss als Maschinenbauingenieur im Fachbereich Energietechnik musste ich trotz guter Noten über 50 Bewerbungen schreiben und ein Jahr auf eine Einstellung in diesem Bereich warten. Jetzt arbeite ich für einen großen deutschen Konzern, der aktuell wieder Stellen streichen möchte und eigene Azubis zum großen Teil nach der Ausbildung vor die Tür setzt. Hier muss ganz klar die Industrie handeln und die Führungskräfte zusammen mit den HR-Abteilungen in die Pflicht nehmen, um Ausbildungsplätze oder duale Studienplätze in den Bereichen zu schaffen, in denen aufgrund von Renteneintritt Stellen freiwerden. So kann neben einer gezielten Ausbildung von zukünftigen Fachkräften auch gleich eine Vernünftige Übergabe aller Aufgaben erfolgen... Aber was erleben wir stattdessen: Die Firmen geben die Stelle erst nach Rentenaustritt frei, es wird nach einer ausgebildeten Fachkraft am besten mit möglichst viel Berufserfahrung gesucht. So kann man sich als Industrie den Fachkräftemangel herbeireden...

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franxinatra 16.04.2018, 07:35
8. Lohnt sich evtl die Umschulung von end50ern dafür?

Eine Wirtschaftsnation, die große Teile erfahrener Beschäftigter aus Altersgründen 'dem Markt frei setzt' hat dieses Schicksal nicht anders verdient: statt in diese Menschen zu investieren sollen sie vielmehr dem Steuer- und Beitragszahler auf der Tasche liegen; da fehlt mir jedes Verständnis!

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Solid 16.04.2018, 07:44
9.

Wenn es einen Fachkräftemangel gäbe, müsste man nicht für den Inflationsausgleich streiken.
An einem Markt drückt sich ein Mangel in steigenden Preisen aus (hier die Löhne). Da die Löhne nicht steigen sondern eher sinken, gibt es auch keinen Fachkräftemangel.

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