Forum: Wirtschaft
Studie: Mindestens 1,8 Millionen Beschäftigten wird der Mindestlohn vorenthalten
DPA

Der Mindestlohn hat zu einer Steigerung niedriger Löhne in Deutschland geführt. Doch längst nicht alle, die Anspruch darauf haben, bekommen ihn auch - oft tricksen die Arbeitgeber bei der Arbeitszeit.

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wjandel 06.12.2017, 14:09
1. der Mindestlohn wird nicht gezahlt,

die Arbeitgeber tricksen mit den Stunden, kein bezahlter Urlaub oder keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Die Arbeitgeber unterstuetzen den Sozialbetrug in Richtung Hartz 4. Den Behoerden fehlt der Mut, systematisch durch versteckte Kontrollen den Betrug aufzudecken.

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chriscool22 06.12.2017, 14:12
2. Beschwerdestelle

Da sich betrogene Arbeitnehmer ja zumeist nicht gegen ihren Arbeitsgeber wehren koennen, waere die Einrichtung einer zentralen Beschwerdestelle sinnvoll. Sollte diese bereits bestehen, sollte die Kommunikation dahin gehend verbessert werden, beispielsweise durch Aufnahme einer Belehrungsklausel mit Kontaktdaten im Anstellungsvertrag. Das wuerde sicherlich auch beim Arbeitgeber die Motivation erhoehen, sich an Recht und Gesetz zu halten.

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klaviermann 06.12.2017, 14:29
3. Führt uns an der Nase herum!

Die Mindestlohnkommission der Bundesregierung verlässt sich auf die Angaben der Arbeitgeber... Man glaubt es einfach nicht, aber unsere Politiker laden permanent dazu ein, an der Nase herumgeführt zu werden. Und: Wie freiwillig sind freiwillig unbezahlte Überstunden? Natürlich kann man auch schon einmal seinem Chef einen Dienst erweisen, aber der Missbrauch ist auch hier vorprogrammiert: "Wir können uns Ihre Anstellung nicht mehr leisten, es sei denn, Sie leisten freiwillig unbezahlte Überstunden".

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sonnenreiterei 06.12.2017, 14:35
4.

Das Mindestlohngesetzt wird selbst beim Staat nicht eingehalten! Durch oben genannte „inoffizielle Arbeitszeitvereinbarungen“ werden an Universitäten reihenweise wissenschaftliche Hilfkräfte mit abgeschlossenem Studium ausgebeutet. Eine 50-60 Stundenwoche bei ausgezahlten 84 Vertraglichen Stunden/Monat ist in Hessen zumindest möglich...

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hahnenbusch 06.12.2017, 14:38
5. Harmloser Staat

Nein der Staat selbst, der den Mindestlohn festlegt müsste bei Kenntnis sofort ermitteln. Hier geht es nicht nur um Lohndrückerei sondern auch um Sozialangaben für mögliche Abgaben oder Hilfen.

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Lankoron 06.12.2017, 14:39
6. Natürlich leisten die

meisten geringfügig Beschäftigten auch gerne noch kostenlose Überstunden sowie nicht vergütete Vor- und Nachbereitungszeit. Eigentlich sollte doch jeder freiwillig umsonst arbeiten, und vielleicht am besten auch noch freiwillig auf Teile seines Gehaltes verzichten. Schließlich geht es ja der Wirtschaft schlecht, und wenn nicht noch mehr umsonst arbeiten, dann sterben vielleicht Billiglohnarbeitsplätze aus, das kann ja niemand wollen. Genauso wie dieser unverantwortliche Mindestlohn ganze Wirtschaftszweige getötet hat....(Bemerkt jemand diese Ironie?)

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nixwieweghier 06.12.2017, 14:46
7. Lug und Trug und der Arbeitnehmer kann nichts dagegen machen

selbst in der Familie mehrfach mitbekommen: es wird getrickst wo es nur geht. Man muss Glück haben, überhaupt etwas bezahlt zu bekommen. Man hat das Gefühl, dass eine Meldung beim Zoll auch nichts bringt. Es wird einem nur geraten, sich an einen Anwalt zu wenden. Nur wer schalten einen Anwalt ein, der auf Mindeslohn angewiesen ist?

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DieHappy 06.12.2017, 14:53
8.

Kein Wunder dass der Seeheimer Kreis in der SPD wieder in die GroKo möchte. Damit sich an dem Zustand auch bitte nichts ändern möge.

Oder die tolle Mietpreisbremse. Ein ähnlicher Papiertiger wie der Mindestlohn. Mit einer "wirklichen" SPD hätte sowas nicht passieren dürfen.
Deswegen die CDU bitte einfach hängen lassen.

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dasfred 06.12.2017, 14:54
9. Unbezahlte freiwillige Überstunden

Gut, als z.B. Bürohilfe in der Firma des eigenen Gatte oder im Betrieb der Eltern. In allen anderen Fällen erkauft sich der Mitarbeiter damit bestenfalls das Wohlwollen seines Arbeitgebers. Schlimmstenfalls ist es wohl eher die Angst vor Arbeitslosigkeit. Als die letzte Arbeits Ministerin im vergangenen Jahr zu den Missbräuchen Stellung beziehen sollte, sah sie keinen Handlungsbedarf. Jeder hätte ja das Recht, gegen den Arbeitgeber zu klagen. Trotzdem hat sie dieses Jahr keinen Satire Preis gewonnen.

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