Forum: Wirtschaft
Studie zum Einkommen im Alter: Millionen künftige Rentner müssen sich massiv einschrä
DPA

Betroffen sind vor allem Singles und Frauen: Laut einer Untersuchung wird sich der Lebensstandard von vielen Menschen in Deutschland zum Rentenbeginn verschlechtern - im Schnitt fehlen ihnen 700 Euro.

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frankfurtbeat 12.09.2018, 07:58
1. das System ...

das System - umlagenfinanziert - funktioniert nicht mehr. Zu viele Menschen arbeiten in der Zeitarbeit, auf Mindestlohnniveau und sind selbst im Erwerbsleben Aufstocker. Dagegen sitzen die Beamten entspannt im Job, werden gegen Ende ihrer beruflichen Laufbahn nochmals hochgejubelt und sahnen ab. Mit welchen Argumenten kann man diese Ungerechtigkeit rechtfertigen?
Produktion 4.0 wird weitere Einschnitte im Arbeitsmarkt bedeuten - Menschen werden nicht mehr gebraucht. Kommt dazu noch eine wirtschaftliche Krise, Rezession, werden wieder Kredite aufgenommen um die Renten fristgerecht anweisen zu können? Unglaublich in welchem Land wir leben ...
Renten müssen wie die Pensionen aus dem Steueraufkommen finanziert werden ansonsten ist das System nicht mehr zu halten ...

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ottobess 12.09.2018, 08:01
2. Traurig

Es ist nur traurig, daß beide meine Mutter und Stiefvater, die beide lebenslang als Pianisten gearbeitet und angestellt unterrichtet haben, jetzt mit 80 Jahren nicht einmal gemeinsam genug haben, um sorgenfrei existieren zu können. Meine Mutter hat noch zu allem Überfluß uns 3 Kinder nach der Scheidung für viele Jahre aufgezogen UND gearbeitet. Dafür bekommt sie nichts, nada, nil.
Und uns Kindern wird es nicht sehr viel anders ergehen, so wue es aussieht.

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horstenporst 12.09.2018, 08:04
3. Höhere Löhne = höhere Rentenbeiträge

"Doch durch die zunehmende Überalterung der Gesellschaft geht diese Rechnung nicht mehr auf" Das stimmt so nicht. Man sollte auch die steigende Produktivität der Arbeitnehmer berücksichtigen. Würden diese entsprechend entlohnt, würden auch die Rentenbeiträge steigen. Doch das ist leider nicht der Fall. Die niedrigen Löhne sind das Problem.

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eulenspiegel2k17 12.09.2018, 08:06
4. Das Problem nur teilweise erkannt

„Das Rentensystem in Deutschland ist eigentlich umlagefinanziert - Arbeitnehmer sollen mit ihren Sozialbeiträgen also die jeweils aktuelle Rentnergeneration finanzieren.“ Richtig, endlich wird das Märchen vom persönlichen Rentensparbuch klargestellt.

„Doch durch die zunehmende Überalterung der Gesellschaft geht diese Rechnung nicht mehr auf - der Staat muss mit Steuergeldern nachhelfen.“ Falsch! Stattdessen ist die Ursache, dass sich immer größere Bevölkerungsgruppen und Wirtschaftsbereiche aus dem Umlageverfahren verabschiedet haben. Kinderlose, Besserverdienende, Rentiers, Prekäre etc. Zudem ist die um ein Vielfaches gestiegene Produktivität der Unternehmen einzig und allein in die Taschen der Unternehmer und Aktionäre geflossen. Die Lösung des Rentenproblems ist also relativ einfach: die Bemessungsgrundlage muss vergrößert werden. Andere Länder haben das geschafft. Deutschland beklatscht sich stattdessen lieber als Exportweltmeister. Da können wir uns - unter anderem - bei Schröder und seiner H4 Orgie bedanken.

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mistarich 12.09.2018, 08:09
5. Leider wieder nichts

zum BGE. Das BGE könnte die Lösung sein, über die Ausgestaltung sollte geredet werden. Wenn die Digitalisierung 4.0 voll greift, wird es brenzlig werden. Wer braucht dann noch z. B. Kassiererin en, Logistiker, Verwaltungsangestellte u.s.w.

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allesmussraus 12.09.2018, 08:10
6. 400 Euro Jobs abschaffen

Wie oft höre ich in meinem Bekanntenkreis: Mein Mann verdient doch gut und ich würde viel zuviel Steuern zahlen wenn ich eine volle Stelle hätte. Unser Steuersystem fördert genau diese Einstellung. 400 Euro Jobs abschaffen. Gleiche Steuerklasse für alle. Rentenbonus für Frauen die trotz Kinder arbeiten. Mütterrente abschaffen.

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Pela1961 12.09.2018, 08:14
7. Ach nee ......

und wenn überlegt wird, wie man das den jetzigen und zukünftigen Rentnern erleichtern bzw. ersparen will, ist ganz schnell wieder die Formulierung von den "Wahlgeschenken für Rentner" die Rede. Oder der Blödsinn von den zu hohen Kosten für die jüngere Generation. Die jüngere Generation hat nämlich zwangsläufig ein noch grösseres Problem, wenn jetzt die Renten gekürzt werden. oder sind die so naiv zu glauben, dass eine jetzige Kürzung irgenwann zurück genommen wird? Und warum sind eigentlich so viele Arbeitnehmer so scharf darauf, statt einer Erhöhung der Rentenversicherungsbeiträge um 4 % (als Beispiel), die AG und AN gemeinsam tragen, alleine bis zu 6 % ihres Bruttoeinkommens investieren zu müssen, um eine Kürzung aufzufangen?

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christa.hans 12.09.2018, 08:16
8. Gestern am späten Abend ...

Gestern am späten Abend kam im TV ein Bericht wie andere es mit der Rente machen unter anderem Österreich. Es war auch sehr deutlich gezeigt worden warum so etwas nicht in Deutschland möglich ist. Weder die Beamten noch die Politiker der CDU/CSU und der FDP sind bereit ihre Privilegien aufzugeben.

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Andreasjilg 12.09.2018, 08:19
9. Die Studie lieferte die erwarteten Ergebnisse

Und die Lösung wurde am Ende gleich mitgeliefert: höhere Beiträge für Besserverdienende. Doch selbst das ist zu kurz gesprungen, denn denen stünden später auch wieder höhere Bezüge gegenüber. Man kann es drehen wie man will: entweder man erhöht den Steuerzuschuss um maßlose 98 Mrd. im Jahr 2040 oder dreht an der Beitragsschraube bis es quietscht. Das werden sich die Jüngeren, zu recht, nicht gefallen lassen. Bleibt alternativ die Absenkung des Rentenniveaus oder eine drastische Erhöhung des Renteneintrittsalters. Es fehlen eben seit der Mitte der 60er Jahre eine halbe Million Kinder p.a., die nicht geboren wurden. Bleibt einzig: privat vorsorgen! Das hören aber der DGB und die anderen Sozis nicht gerne.

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