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Tarifstreit bei Ryanair: Gewerkschaften werten Standortschließungen als "Kriegserklär
REUTERS

Nach den Streiks an deutschen Standorten verkleinert Ryanair die Flotte. Gewerkschaft werfen dem Unternehmen einen Rachefeldzug vor. Und sprechen von einem "schurkischen Geschäftsmodell" des Billigfliegers.

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gammoncrack 12.10.2018, 12:59
1. Natürlich ist das die Retourkutsche für die Streiks und zugleich

die Drohung "Wenn Ihr weiter streikt, geht das zu Lasten der Arbeitnehmer, die Ihr vertretet."

Dagegen kann man sich nicht wehren. Wenn nicht in den anderen Ländern, in denen Ryanair als Arbeitgeber auftritt (eigentlich sind es ja Leiharbeiter), dieses Geschäftsmodell ebenfalls bestreikt wird, könnte die Airline damit Erfolg haben - bis hin zum Rückzug aus Deutschland. Als Verlust würde ich das nicht bezeichnen wollen, allerdings wäre es schade um die betroffenen Mitarbeiter.

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Alm Öhi 12.10.2018, 13:00
2. Gewerkschaften?

Die Gewerkschaften haben leider noch nicht begriffen dass diese am kürzeren Hebel sitzen.

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kraftmeier2000 12.10.2018, 13:04
3. Michael O’Leary

ist seit jeher ein Ausbeuter ersten Ranges was Seine Mitarbeiter angeht, ich habe dieser Firma bisher, und das wird auch in Zukunft so sein, keinen einzigen Cent gezahlt, weil ich mit solch einem Unternehmen einfach nicht fliege. Nehme dafür gerne etwas längere Flugzeiten inkl. Umsteigen in kauf, bevor ich dort Geld ausgebe.
Wünsche den Mitarbeitern so viel Durchhaltevermögen wie nötig ist, um endlich venünftige Bedingungen/Verträge zu bekommen. Vielleicht auch schon mal anderweitig umschauen bei anderen besseren Arbeitgebern. Für mich darf dieses Unternehmen gerne von der Bildfläche verschwinden.

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nawerschon 12.10.2018, 13:14
4. Arbeitsbedingungen

Arbeitsbedingungen bei Ryan Air sind - das weiß inzwischen fast jeder - sehr schlecht.
Ich bin und werde nie mit einem Unternehmen fliegen die Ihr Personal derart verachten.
Ach so, es ist ja gar kein Personal, viele sind ja Subunternehmer......

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schullets 12.10.2018, 13:16
5. Blauäugige Vereine...

Wer anderen einen Schaden zufügt, muss dafür aufkommen, oder wird am Ende selbst einen Schaden erleiden. Jeder hat das Recht den Arbeitgeber frei zu wählen, daher habe ich auch kein Verständnis für diese Streiks. Mich hat dieser Tag knapp 1000? gekostet.

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the lucky one 12.10.2018, 13:24
6. Kein Mitleid von mir!

Die unterdurchschnittliche Bezahlung und die straffen Arbeitsbedingungen bei Ryanair sind überall bekannt. Wieso also unterschreiben Piloten und Flugbegleiter dort Arbeitsverträge?

Wohl doch nur aus dem Grund, weil sie mit ihrer Qualifikation bei anderen, renommierteren Airlines mit besseren Verträgen nicht unterkommen. So funktioniert eben der Arbeitsmarkt: die besser qualifizierten haben mehr Auswahl bei der Jobsuche und können andere Bedingungen stellen.

Nach meinem Verständnis sollte gestreikt werden, wenn sich Arbeitsbedingungen - trotz verändertem Umfeld - nicht anpassen (z. B. über viele Jahre stagnierende Entlohnung bei steigender Inflationsrate), oder gar verschlechtern.

Hier aber streiken Mitarbeiter wegen angeblich schlechten Arbeitsbedingungen, die sie aber selbst genau so unterzeichnet und akzeptiert haben (vielleicht, um überhaupt mal einen Job zu bekommen).

Man kann ja auch nicht einen Kleinwagen im Autohaus kaufen - weil nur ein solcher im Rahmen der eigenen (finanziellen) Möglichkeiten liegt - und sich am nächsten Tag beschweren, dass man keine Limousine bekommen hat.

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freidenker49 12.10.2018, 13:30
7. Wenn ein Unternehmer in Europa

die unterschiedlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen zum Vorteil des Unternehmens nutzt, dann ist es nicht schurkisch sondern eine Pflicht gegenüber den Aktionären. Denn die verlangen, dass man immer die kostengünstigste Möglichkeit nutzt.
Insofern wäre die Gewerkschaft gut beraten, sich für eine Egalisierung der rechtlichen Rahmenbedingungen innerhalb Europas einzusetzen. Im Artikel wird leider die Stellungnahme von Ryan Air nicht ausgeführt und auch nicht der gesetzliche Hintergrund. Das wäre erhellend für alle Leser.

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ex_Kamikaze 12.10.2018, 13:30
8. Es geht darum

Zitat von the lucky one
Die unterdurchschnittliche Bezahlung und die straffen Arbeitsbedingungen bei Ryanair sind überall bekannt. Wieso also unterschreiben Piloten und Flugbegleiter dort Arbeitsverträge? Wohl doch nur aus dem Grund, weil sie mit ihrer Qualifikation bei anderen, renommierteren Airlines mit besseren Verträgen nicht unterkommen. So funktioniert eben der Arbeitsmarkt: die besser qualifizierten haben mehr Auswahl bei der Jobsuche und können andere Bedingungen stellen. Nach meinem Verständnis sollte gestreikt werden, wenn sich Arbeitsbedingungen - trotz verändertem Umfeld - nicht anpassen (z. B. über viele Jahre stagnierende Entlohnung bei steigender Inflationsrate), oder gar verschlechtern. Hier aber streiken Mitarbeiter wegen angeblich schlechten Arbeitsbedingungen, die sie aber selbst genau so unterzeichnet und akzeptiert haben (vielleicht, um überhaupt mal einen Job zu bekommen). Man kann ja auch nicht einen Kleinwagen im Autohaus kaufen - weil nur ein solcher im Rahmen der eigenen (finanziellen) Möglichkeiten liegt - und sich am nächsten Tag beschweren, dass man keine Limousine bekommen hat.
das diese Fluggesellschaft die jeweilige nationale Gesetzgebung und Rechtsprechung und die jeweiligen gesetzlichen Mindeststandards völlig ignoriert, zum Beispiel bei so grundlegenden Dingen wie einer Krankenversicherung. Schlimm genug das die einzelnen Staaten oder die EU hier nicht einschreiten!

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phthalo 12.10.2018, 13:47
9. @the lucky one

"Hier aber streiken Mitarbeiter wegen angeblich schlechten Arbeitsbedingungen, die sie aber selbst genau so unterzeichnet und akzeptiert haben "
Ich glaube kaum, dass diese Arbeitsbedingungen Teil des Vertrages sind und diese so unterzeichnet wurde - völlig egal, was "man" weiß über einen Arbeitgeber oder nicht.
Ich bin auch noch nie mit dieser Airline geflogen und werde es auch nicht tun. Aber ich bin auch jemand, der der Frisörin 3EUR Trinkgeld gibt.

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