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Teure Grundversorgung: Energiekunden zahlen mehr als eine Milliarde Euro zu viel
DPA

Kunden in der sogenannten Grundversorgung für Strom und Gas zahlen nach SPIEGEL-Informationen jedes Jahr gewaltige Summen drauf. Neben trägen Verbrauchern werden auch sozial Schwache geschröpft.

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Achmuth_I 12.01.2019, 08:42
1. Zu viel?

Das ist doch eine offensichtliche Verdrehung der Wahrheit. Zu viel würden die Kunden bezahlen, wenn mehr berechnet würde als genutzt wurde, oder wenn die abgerechneten Tarife höher als die vereinbarten wären.

So bezahlen die Kunden ganz einfach mehr.

Wenn es dann wie hier aufgeführt auch noch eine Begründung für das warum gibt, dann sollte zumindest auch eine Erklärung für das zu viel kommen. Dazu reicht nicht dass es prinzipiell für andere KLientel günstigere Modelle gibt.

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Harald Schmitt 12.01.2019, 08:43
2. Dauerwechseln nervt gewaltig

Wenn man Geld sparen will ist man ja gezwungen zum Dauerwechseln. Die Stromtarife immersten JAhr inkl. Prämien sind nur lockangebote. Wenn man vergisst zu kündigen wird man abgezockt und ist 12 Monate im Vertrag gefangen.
Im zweiten Jahr holen die Anbieter dann die Prämien wieder rein und sind dann oft teurer als die Grundversorgung. Die Preise auf den Seiten sind gelten meist nur fürs erste Jahr. Dauerhaft günstige Anbieter habe ich noch nicht gefunden, selbst wenn man ohne Prämie mehr bezahlt, erhöhen die im zweiten Jahr erst mal saftig die Preise.
Es ist zwar einfach zu wechseln aber es nervt auch gewaltig und jedes Jahr bekommt ein neuer Anbieter haufenweise persönliche Daten von einem.

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M. Michaelis 12.01.2019, 08:45
3.

Der Grundversorgertarif ist so kalkuiert dass auch die Kosten offener Rechnungen und Forderungsausfälle abdeckt.
Das wird gerne mal vergessen.

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tomymind 12.01.2019, 09:04
4.

Die Jobcenter zahlen den überwiegenden Teil der Energieosten. Warum nicht direkt an den Lieferanten?
Warum schreiben diese nicht aus und alle Empfänger von Hartz 4 wechseln dorthin?
Sicherer als monatlich Geld vom Staat geht nicht.
Und es ist ein Witz, dass ein Hartz 4 Bezieher nicht sparen kann, aber der Millionär

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Jucken 12.01.2019, 09:09
5.

Es ist also wie immer: Wer schon Geld hat kann sparen, wer wenig Geld hat muss noch draufzahlen.
Wie bei Solarstromanlagen: Kein Geld dafür und kein eigenes Dach, aber man darf die EEG-Umlage zahlen. Ist das diese soziale Gerechtigkeit von der alle immer reden?

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james_bond 12.01.2019, 09:10
6. Mann kann doch einfach den Tarif...

wechseln. Das geht doch heute mit ein paar Mausclicks. Versteh die Aufregung nicht. Und wer sich um seine monatlichen Ausgaben nicht kümmert und dadurch zuviel bezahlt, dann ist das sein persönliches Problem und seine eigene Schuld.

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damianschnelle 12.01.2019, 09:24
7. @Harald

Ich stimmte ihnen zu. Ich habe das ebenfalls durchgerechnet. Die Unterschiede ohne Wechsel und Neukundenprämien sind marginal. Wie soll es auch anders sein. Ein Teil der Unternehmen sind einfach nur Tochterunternehmen der Großen.

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steuerzahler1972 12.01.2019, 09:27
8. Der Martk soll es regeln...

kann es aber nur eingeschränkt. Auch ich habe nach 15 Jahren bei den örtlichen Stadtwerken gewechselt, weil die Preise nur eine Richtung kennen. Leider ist das ganze nicht so einfach. Wie die Mitforisten schon geschrieben haben steigen die Preise bei den neuen Anbietern schon nach kurzer Zeit auf das gleiche Niveau. Sparen kann man also nur wirklich, wenn man Stromhopping betreibt.
Das ist nervig und kann nicht die Lösung sein.
Sehr interessant ist für mich warum die Stadtwerke so teuer sind. Oft betreiben sie verschiedene Einrichtungen, wie z. B. Schwimmbäder etc. Diese werden quersubventioniert oder sie sind Sponsoren örtlicher Konzerte, Theater, Kultureinrichtungen etc. Leider verzerrt dies die Preise.
Das ist aber nur möglich, weil die Stadtverwaltungen und die Stadtwerke oft miteinander verwoben werden.

Mein Lösungsvorschlag: Die Stadtwerke sollten wie ein Privatunternehmen mit marktgerechten Preisen geleitet werden. Die echten Gewinne gehen dann in die Kasse der Stadt. Diese kann sie dann verteilen.

Dann kämen sicherlich wieder viele Kunden zurück zu den Stadtwerken. Bei einer Differenz von mehreren hundert Euros für Gas und Strom im Jahr bleibt einem aber nur der Wechsel. Man fühlt sich sonst als Melkkuh.

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spiegelleser987 12.01.2019, 09:31
9.

Der Strompreis ist seit 1998 nicht gestiegen. Er liegt noch immer auf dem gleichen Niveau. Der Gewinner am heutigen Strompreis ist der Staat:
Stromsteuer 7%
EEG-Umlage 23,6%
Konzessionsabgabe 1,66%
Umsatzsteuer 16%
Sonstige Umlagen 2,8%

Den geringeren Anteil am Preis haben:
Stromerzeuger 19,3%
Netzentgelte, Messung, Abrechnung 25,6%

https://de.wikipedia.org/wiki/Strompreis

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