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Transparenz von Organisationen: Der große Spenden-Check
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In der Adventszeit werben Dutzende Organisationen um Spenden für den guten Zweck. Doch wie transparent arbeiten sie? Eine umfassende Studie im Auftrag von SPIEGEL ONLINE gibt Antwort. Die Top-50-Rangliste.

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besucher-12345 30.11.2016, 12:10
1. Unterhaltsames Spenden

Eine Ergänzung: Hier kann man Gutes tun (Kinder/ Inklusion/ Bergbauern) und wird zugleich unterhalten: https://hermitdermarie.de/

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Ljusnan 30.11.2016, 12:27
2. Dkms

Wurde die DKMS nicht berücksichtigt oder habe ich sie in der Liste übersehen?

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jujo 30.11.2016, 12:29
3. ...

Wir leisten schon seit Jahrzehnten nur direkte Hilfe, also an Menschen die wir kennen. Aus gegebener Veranlassung. Ein bis heute bei mir wirkendes Erlebnis aus den Anfang der achtziger Jahren. Wir entluden in Port Sudan einige Tonnen Lebensmittel, Hilfsgüter für die Hungeregionen, Südsudan, Äthiopien usw. Die Paletten kamen in den Pierschuppen. Am Abend ging ich mit einem Kollegen auf der Pier spazieren, Ein russisches Schiff wurde beladen mit "unseren" (!) Paletten. Ich ging an Bord und fragte nach der Destination des Schiffes, die Antwort war Odessa! An dieser Praxis wird sich nicht viel geändert haben, das die örtlichen Bestimmer Geschäfte dieser Art betreiben. Dazu kommen dann immer wieder Vorkommnisse wie vor Jahren beim Deutschlandchef von "CARE"der als Dienstwagen einen MB 500SEL fuhr und mit der CONCORDE zur Muttergesllschaft nach New York flog.

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monolithos 30.11.2016, 13:03
4. Konsum ist die beste Entwicklungshilfe

Zitat von jujo
Wir leisten schon seit Jahrzehnten nur direkte Hilfe, also an Menschen die wir kennen. Aus gegebener Veranlassung. Ein bis heute bei mir wirkendes Erlebnis aus den Anfang der achtziger Jahren. Wir entluden in Port Sudan einige Tonnen Lebensmittel, Hilfsgüter .....
Bitter, aber real. Das liegt daran, dass Hilfsorganisationen oftmals auch nur Gesellschaften sind, die dazu da sind, Menschen zu beschäftigen und ein denen ein Ein- bzw. Auskommen zu verschaffen. Es gibt zwar weiße Schafe in der Branche, die es wirklich gut meinen. Aber wenn man ehrlich ist, muss man feststellen, dass anlasslose Spenden nichts bringen. Dringend benötigte Hilfe nach einer Naturkatastrophe macht Sinn, aber nicht das permanente Hineinpumpen von Geld und Sachgütern in Regionen, die "einfach nur so" arm sind. Ich weiß, dass sich das jetzt böse anhört. Aber solche Regionen kommen nur auf die Beine, wenn wir sie am Welthandel teilhaben lassen, wenn wir ihnen Produkte abkaufen, wenn wir so für Arbeit vor Ort sorgen. Mit Spenden, die einfach nur so ankommen, ob man jetzt was dafür tut oder nicht, behindern wir das nur und machen die Falschen reich. Gemessen an den Spendengelder, die seit dem Ende des 2. Weltkrieges nach Afrika geflossen sind (über USD 50 Billionen, also 50.000 Milliarden), müsste der afrikanische Kontinent inzwischen wirtschaftlich dastehen wie Europa oder Nordamerika. Ist aber nicht so. China wurde weit weniger mit Spenden bedacht und ist inzwischen eine Handelsmacht. Konsum ist die beste Entwicklungshilfe.

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Tavlaret 30.11.2016, 13:05
5. Man muss unbedingt sicher gehen!

Vor Jahren las ich über eine größere Untersuchung um 3.Welt-Spenden. Am Ende kam heraus, dass der größte Teil aller Spenden den Weg zurück nach Europa auf Konten der Schweiz, Luxemburg und Liechtenstein fanden - ich weiß natürlich nicht wie es heute ist.
Ein guter Bekannter, inzwischen europäisierter Ivorer, begleitete vor ein paar Jahren als Verantwortlicher einige Container medizinischer Hilfsgüter an die Elfenbeinküste. Obwohl er, immerhin ein dort Geborener, alles versuchte die Güter an die entsprechenden Adressen (v. a. Krankenhäuser) zu bringen, war es ihm praktisch unmöglich, das zu bewerkstelligen. Letztlich wurde der größte Teil illegal vertickt. Er war mit der Vorgabe hingefahren "mit mir nicht!", ist aber gescheitert.

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fatherted98 30.11.2016, 13:07
6. Wer damit...

...einverstanden ist, dass 90% seiner Spende in irgendwelchen Taschen verschwindet (und damit meine ich nicht unbedingt die Spendenorganisationen...obwohl die es sich auch gut gehen lassen)...der mag spenden.
Auch vor unserer Haustür gibt es viel zu tun...und hier kommen die 50 Euro zu denen die es brauchen...wenn ich sie ihnen in die Hand drücke oder ihnen davon etwas kaufe.

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max-mustermann 30.11.2016, 13:09
7.

"5,5 Milliarden Euro spendeten Privatpersonen laut dem Deutschen Spendenrat im Jahr 2015"

Tja da werden die Champagner Korken in den Chefetagen der Spendeorganisationen wieder knallen. Ich tätige seit jeher nur Sachspenden.

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horstu 30.11.2016, 13:12
8. Gute Berichte nicht gleich gute Arbeit

Ich habe selbst für einige der Top 50-Organisationen und deren Geldgeber gearbeitet und darf verraten, dass ein gut gemachter Bericht nicht automatisch mit einer guten Arbeit gleichzusetzen ist. Die Organisationen leben primär von Spenden, nicht von guter Arbeit, also fließt mehr Arbeit in die Öffentlichkeitsarbeit als in eine Wirkungssteuerung der Hilfe (vgl. Ressourcenabhängigkeitsansatz). Es gibt unzählige, zum Teil sehr subtile Möglichkeiten, die behaupteten Wirkungen zu beeinflussen, das beginnt schon bei der Auswahl der Gutachter (vgl. Richard Rottenburg: Weit hergeholte Fakten).

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Dr.Fuzzi 30.11.2016, 13:12
9. .

Zitat von jujo
Wir leisten schon seit Jahrzehnten nur direkte Hilfe, also an Menschen die wir kennen. Aus gegebener Veranlassung. Ein bis heute bei mir wirkendes Erlebnis aus den Anfang der achtziger Jahren. Wir entluden in Port Sudan einige Tonnen Lebensmittel, Hilfsgüter .....
War vermutlich deutlich billiger, wie den lokalen Spediteur mit der Verteilung vor Ort zu beauftragen und mittels Schmiergeld erst dazu zu motivieren... So ist das halt mit "Hilfe" für arme, arme kleine Hascherl in dieser Welt.

Insofern sind solche Listen allenfalls richtungsweisend, wenn jeder sich selbst bewußt ist, das insbesondere mit "Hilfen" für Menschen sich erst andere "Menschen" die Taschen voll machen...

Insofern gehen unsere Spenden ganz banal unmittelbar lokal an Tierschutzeinrichtungen. Da sehe ich ggf. sogar direkt wo es ankommt und was es bewirkt. Wenn es denn dann global sein soll, gerne auch der WWF o.ä. - aber garantiert rein gar nichts zum Aufbau weiterer Überbevölkerung dieser Welt.

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