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Trotz Sparen und Anlage: Geldvermögen der Deutschen wächst kaum noch
DPA

Investments deutscher Anleger zahlen sich derzeit nicht aus: Im ersten Jahresquartal ist das Geldvermögen in Deutschland kaum gestiegen. Grund ist unter anderem der schlechte Wert von Aktien und Fonds.

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Patrik74 13.07.2018, 13:01
1. Wie üblich

Kein Wort zur Verteilung; die deutschen haben mehr Vermögen... Frage: Welche?
Was bringt so eine Statistik?

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duke_van_hudde 13.07.2018, 13:06
2. Hmm

Aktien in den Wert reinzunehmen ist halt schwierig. Die Schwankungen die dort möglich sind und die weil man diese aushalten muss die sehr gute Rendite bringen führt natürlich zu solchen Problemen.
Viel Spannender würde ich eher finden wieviel der 69 MRD wirklich neu gespart wurden. Also nicht aus den Erträgen von Kapitalanlagen kommen, also nicht von Zinsen und Dividenden.
Es riecht stakr danach das die Deutschen wirklich Geld sparen und nicht nur die Erträge zusätzliche Sparkapital bereitstellen.

Gerade im Vergleich zu anderen Ländern würde das spannend sein.
Desweiterne würde ich wichtig finden wie hoch die Erträge der Deutschen den wirklich sind. Hier befürchte ich ein Desater das die Deutschen real auf ihre Ersparnisse nach Steuern und Inflation fett verlieren.
Wirkliche Ersparnisse sind gut und schön, aber wenn die Ertäge mies sind dann hilft das nichts. Auf unsere 80 Mio heisst das im erstne Quartl im Schnitt ca 800 Euro gespart wurden. Wobei halt ein unbekannter Teil von den Erträgen stammt.

Wichtig ist wohl auch noch das es pro Kopf ca 50 k Geldvermögen gibt.
Das Vermögen in Immobileien wird hier ja nicht beschrieben.
Da kann dann jeder vergleich ob er oberhalb der Mittelwertes liegt was Sparrate und Geldvermögen angeht.
Wo der Median hier liegt steht leider nich in der Veröffentlichung.

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omop 13.07.2018, 13:22
3. Aktienkursverluste..

dürften nicht nur die Deutschen getroffen haben, sondern sind weltweit verteilt.

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kayakclc 13.07.2018, 13:45
5. Wenig erkenntnisgewinn

"Immer noch werden wenig rentable, aber liquide Anlageformen bevorzugt, teilte die Bundesbank mit." Das ist typisch Deutsch und da wundert man sich nicht, warum es bei der Mehrheit nicht vorangeht. Aktienverluste in diesem Jahr interessieren den langfristigen Anleger in Aktien und Aktienfonds wenig, weil man immer von Volatiliät ausgehen muss, und daher in Zeiträume von 5-10 Jahren denkt. Die Vermögensverteilung interessiert auch wenig, weil die eigentlich systemunabhängig ist, und alleine von den Persönlichkeit des Einzelen abhängt: das Vermögen wächst von Leuten, die weniger ausgeben als sie einnehmen, und das gilt unabhängig vom Einkommen. In der DDR hatten wir nämlich die gleiche Vermögensverteilung wie in der BRD! Interesanterweise sind die größen Vermögen in der Welt von Leuten aufgehäuft worden, die ihr eigenes Unternehmen gegründet und groß gemacht haben: Bill Gates, Steve Jobs, Zuckerberg, Jeff Benzo.

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olli0816 13.07.2018, 13:48
6. Finde ich nicht sehr aussagekräftig

Die Deutschen legen ihr Geld sehr gerne in Immobilien an und da bestehen signifikante Werte. Warum das aus der Statisik nehmen?

Dann die Aktien: Warum werden nur inländische dazu gerechnet? Es gibt sehr viele Leute, die über ETFs oder direkt ausländische Aktien besitzen und da dürfte schon viel Geld investiert sein und werden. Der Artikel nennt ja, dass die Menschen wegen fallender Börsen Geld verloren hätten. Das stimmt aber nicht wirklich. Im ersten Quartal sind die Kurse zwar stark zurück gegangen, aber die Verluste sind je nach Börsenplatz z.T. wieder wettgemacht worden. Ich investiere z.B. in Aktien und bin an meinem Höchststand durch Investitionen und natürlich die wieder steigenden Kurse und Dividenden, die reinvestiert werden. Das ist sicher nicht bei jedem so, ist mir auch klar.

Zu den Versicherungen wundert es mich, dass dort noch so viel investiert wird. Nach den ganzen Hiobsbotschaften und der niedrigen Zinsen ist es erstaunlich, dass noch immer so viele Leute dieser Form des Sparens nachhängen. Muss jeder selber wissen.

Was ich allerdings nie verstehen werde: Wenn man gerne etwas spart, es auf quasi nichtverzinsten Konten herumliegen zu lassen. Das ist nicht gegen eine Notreserve gesprochen, die sinnvoll ist. Es geht um Summen, die man langfristig nicht braucht und da scheint einiges auf solchen Konten geparkt zu werden.

Nichtsdestotrotz wie gut oder schlecht man sein Geld anlegt: Man sollte, wenn möglich, immer versuchen etwas zurückzulegen. Deutschland ist international gesehen gar nicht so schlecht und liegt bei 10% des Nettoeinkommens. Irgendwo habe ich gelesen (kann aus dem Stand leider die Quelle nicht nennen), das die Amerikaner eine negative Sparquote haben. Sprich, die sparen nichts und im Gegenteil geben in ihrer Gesamtheit durch Schulden mehr aus als sie verdienen. Find ich sehr befremdlich.

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mueller1 13.07.2018, 13:48
7. Wenn man später das Vermögen wieder in Geld umwandel will, ...

Zitat von marcnu,
... dann schlägt die Steuer zu.
In erster Linie schlägt die Steuer bei Gewinnen zu - imo durchaus (mal abgesehen von der Höhe) gerechtfertigt.
Vermögenssteuer gibt es nicht mehr, bei der Erbschaftssteuer sind zumindest bei Ehegatten und Kindern recht hohe Freibeträge vorgesehen - Firmenerbschaften können unter Umständen gänzlich steuerfrei vererbt werden.
Ärgerlich (wenn auch berechtigt) ist die nachgelagerte Besteuerung bei der Altersvorsorge. Somit werden ein höhere als tatsächlich erwartbare Auszahlungen z.B. bei Riesterverträgen oder Betriebsrenten vorgetäuscht, zumal auch Sozialbeiträge zu Kranken- und Pflegeversicherung abgeführt werden müssen.

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BaMargera 13.07.2018, 13:52
8. Woran das wohl liegt...?

Beim Pro-Kopf-Vermögen liegt Deutschland im EU-weiten Vergleich auf den letzten Plätzen (http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/armut-und-reichtum/ezb-umfrage-deutsche-sind-die-aermsten-im-euroraum-12142944/vermoegensverteilung-im-12142930.html). Das liegt u.a. auch daran, dass nach OECD-Berechnungen Deutschland eine der weltweit höchsten Abgabenquoten hat. Kurzum: wir Deutschen sind am Pro-Kopf-Vermögen gemessen relativ arm, haben dafür jedoch einen reichen Staat. Bei Ländern wie Italien oder Griechenland, wo Steuervermeidung so etwas wie ein Volkssport ist, ist es hingegen anders herum. Das Pro-Kopf-Vermögen liegt wesentlich höher (weil viele Gelder, die eigentlich dem Staat zustünden, in die private Tasche wandern), dafür ist der Staat ärmer. Doch anstatt den eigenen Bürgern in die Tasche zu greifen, was höchst unpopulär wäre, ruft man in kriselnden Euroländern im Süden Europas lieber nach der Solidarität des Nordens.

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matthyk 13.07.2018, 14:00
9. Richtiger wäre: Das Vermögen ist um etwa 90.000.000.000 € geschrumpft

Nur die reine Zahl zu betrachten ist in dem Zusammenhang irreführend.
Dass die Inflation den Wert des Vermögens um etwa 1,8 Prozent hat schrumpfen lassen, sollte nicht unterschlagen werden. Im Moment sieht alles danach aus, dass dieses Schrumpfen im nächsten Jahr sogar noch höher ausfallen wird.

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