Forum: Wirtschaft
Trotz Verhandlungen: Trump will offenbar Milliardenzölle auf chinesische Waren weiter
DPA

Im Handelsstreit zwischen den USA und China hatte sich US-Finanzminister Mnuchin zuletzt für Verhandlungen ausgesprochen. US-Präsident Trump hält nun offenbar aber an der Einführung der geplanten Milliardenzölle fest.

jomai 14.09.2018, 19:18
1. Viel Glück

denn das wird Trump brauchen. Ich hoffe nur die Chinesen sind so vernünftig und lassen es nicht zu einer neuen Weltwirtschaftskrise kommen. Denn alle Möglichkeiten dies zu tun hätten sie.

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derratlose 14.09.2018, 23:14
2.

Es gilt für alle Betroffenen immer mehr: Zeit gewinnen und ablenken. Irgendwann hat dieses Theater ein Ende und alle könne wieder "normal" diskutieren. Die Chinesen sind nicht dumm, genauso wenig wie Juncker und Merkel. Der orangene Wütericht soll sich auf Nebenschauplätzen abreagieren und möglichst dort Porzellan zerschlagen wo es uns kein Geld und Wohlstand kostet, nur das kann der Plan sein. Wenn es auch noch gelingt Menschenleben in der zweiten und dritten Welt zu schonen indem der POTUS von abenteuerlichen Experimenten mit seinem Militär abgehalten wird, ist auch schon viel gewonnen.

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R.W.Schramm 15.09.2018, 05:19
3. Trotz Trump, China erobert die kapitalistische Weltwirtschaft

Das chinesische Handelsministerium hat Daten über Chinas nichtfinanzielle ausländische Direktinvestitionen (ADI), die in den ersten sieben Monaten des Jahres ein stetiges Wachstum verzeichneten, veröffentlicht.

Von Januar bis Juli 2018 investierten chinesische Investoren 65,27 Milliarden Dollar an nicht-finanziellen ADI in fast 4.000 ausländischen Unternehmen in 152 Ländern und Regionen, was einem Anstieg von 14,1 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht.

Chinesische Unternehmen erhöhten ihre Investitionen in den 54 Ländern entlang der Seidenstraßen. Die zusätzlichen Investitionen in Höhe von 8,55 Milliarden Dollar (7,3 Mrd. Euro) entsprachen einem Anstieg von 11,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wobei die neuen Bauaufträge entlang der neuen Seidenstraßen ein Volumen von insgesamt 57,1 Milliarden Dollar (48,8 Mrd. Euro) erreichten.

Darüber hinaus spielten die Zonen der wirtschaftlichen und handelspolitischen Zusammenarbeit in Übersee eine wichtige Rolle bei den chinesischen ADI. Laut Handelsministerium hatte China bis Ende Juni des laufenden Jahres in 46 Ländern insgesamt 113 Zonen der wirtschaftlichen und handelspolitischen Zusammenarbeit errichtet.

„Die in einigen westlichen Ländern diskutierte Ideen von der so genannten ‚chinesischen Bedrohung‘ und dem ‚chinesischen Kolonialismus‘ provozieren ebenfalls Meinungsverschiedenheiten“, sagte Bai Ming, Forscher an der Chinese Academy of International Trade and Economic Cooperation, gegenüber der Beijing Rundschau.

Er schlug chinesischen Unternehmen vor, gründliche Recherchen über die jeweiligen Länder und lokalen Partner durchzuführen, bevor sie eine Investition tätigen. Bei der Projektabwicklung sollten Investoren zudem ihre soziale Verantwortung – im Allgemeinen und im betreffenden Land im Besonderen – berücksichtigen und Missverständnisse so weit wie möglich abbauen.

Bai erwarte, dass mit dem Abschluss des Beijinger Gipfeltreffens des chinesisch-afrikanischen Kooperationsforums (FOCAC 2018) die Investitionen in den Ländern entlang der neuen Seidenstraßen, insbesondere auf dem afrikanischen Kontinent, zunehmen werden.
[Vgl. Lu Yan, in Beijing Rundschau]

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haraldbuderath 15.09.2018, 06:09
4. Bloomberg

Der Propaganda Verein Bloomberg verkündet viel Angelsächsischen Mist, anderen Ratingagenturen Argumentieren auch nur in diesem Sinne,mir sind Anleger/Spekulanten und Spekulationen egal, die USA und der Kapitalismus zerstören jegliche Demokratische und Sozialen Kräfte, der Profit muss gesichert werden nicht die Sozialen Errungenschaften, Menschen müssen dem Kapital weichen....

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auweia 15.09.2018, 10:25
5. @4 haraldbuderath

Sie sagen, dass Ihnen Spekulanten und Anleger egal sind. Nun, Sie sind es denen wohl auch.
Wenn das bestehende Rechtsystem meine Aktivität nicht sanktioniert und vor die Wahl gestellt, *meinen* Profit zu sichern oder irgendwelche nebulösen „sozialen Errungenschaften“ entscheide ich mich für das Hemd und nicht den Rock.

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peppi59 16.09.2018, 07:51
6. Geld regiert

die Welt. Ein dauerhaftes Handelsbilanzdefizit kann sich auch in Bezug auf das Wohl der eigenen Bürger keiner leisten. Warum ist das Preisgefälle zwischen chinesischen und usamerikanischen Produkten so hoch? Weil die Löhne und Sozialbeiträge in China so niedrig sind? Ein armer Staat genauso wie Mensch kauft billig. Afrikas Wirtschaft muss sich deshalb vor Europa schützen. Und: müssen wir unsere nicht auch schützen? Chinas Anteile am Flughafen Hahn, an Mercedes-Benz, an Wekzeugmaschinenherstellern... Ach so, wir kaufen lieber billig. Wir finanzieren ja auch gern undemokratische Systeme...

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peppi59 16.09.2018, 08:16
7. Ich hatte

die Solartechnik vergessen. Wie viele deutsche Firmen mussten aufgeben, weil sie chinesischen Produkten preislich nicht standhalten konnten?

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Ein_denkender_Querulant 16.09.2018, 15:07
8. Vier Wochen Lieferstopp

Ich warte auf eine harte Reaktion der Chinesen. Eine Möglichkeit wäre es, über vier Wochen jeden Export von Waren in die USA zu verbieten. Die USA würden dann erleben, wie abhängig sie von chinesischen Waren sind.

Die Welt ist heute verknüpft, das soll sie sicherer und friedlicher machen, weil niemand aus dem Gesamtverbund ohne massive Einschneidungen aussteigen kann. Das sollte auch Herr Trump lernen.

Die Geschäftsgebarden der Chinesen, die rauben, stehlen und betrügen, müssen verändert werden. Denke ich z.B. an Werkzeuge, die wir in China haben fertigen lassen und dafür extra einen Stahlblock aus europäischem Qualitätsstahl nach China sendeten, damit die Werkzeugoberfläche im Ätzverfahren eine bestimmte Struktur bekommen konnte. Was macht "Der Chinese"? Er nimmt natürlich billigen eigenen Stahl mit entsprechenden Folgen. Ebenso sieht es mit Patentverletzungen aus und mit Datenklau, siehe Plagiate.

Ja, da muss ein Riegel vorgeschoben werden. Aber nicht mit den Mitteln, die Trump anwendet.

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christerix 16.09.2018, 15:47
9. Ein unfähger, einfältiger Präsident zerstört die Weltwirtschaft

Können nicht die G7-Länder (natürlich ohne die USA) die USA - sagen wir für einen Monat - gegen die Wand laufen lassen?
Für 1 Milliarde Schutzzölle bekommt er von jedem, also Russland, der EU, China usw. genau dieselbe Summe zurück - nur eben mehrfach.
Nach einem Monat hätte sich Trump erledigt und man könnte wieder sich um die echten Probleme der Welt kümmer, als ständig auf seine kranken Gedanken reagieren zu müssen.
Unsere Regierenden glauben aber offenbar noch immer, durch Kriechen vor dem Wichtigtuer, dem Verträge so viel wert sind wie sein Toilettenpapier, ihren Ländern (und der Welt) einen großen Dienst zu erweisen. Man muss nicht erst zum Iran oder Palästina sehen, dass der Egomane mit seiner kranken Sicht von Welt die Welt in den Abgrund stürzt.
Oder muss man am Ende sich eingestehen, dass auch die anderen Regierenden nicht viel unter ihrem Hut haben?

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