Forum: Wirtschaft
Umfrage: Große Mehrheit will Hartz IV grundlegend ändern
imago/Ralph Peters

Sechs von zehn Menschen in Deutschland wollen das Ende von Hartz IV. Doch eine Umfrage für den SPIEGEL zeigt auch: Nicht in allen politischen Lagern findet die Forderung nach grundsätzlichen Änderungen eine Mehrheit.

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bobo7 03.04.2018, 15:07
1. Schwammig

Diese Studie ist wenig aussagekräftig, mMn. Natürlich ist Harz4 nicht DIE Lösung. Aber einfach nur zu fragen, ob es - egal wie - verändert werden soll, macht für mich keinen Sinn.

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Maya2003 03.04.2018, 15:12
2.

Nichts wird geändert werden - denn H4 nutzt der deutschen Industrie, ist ein "voller Erfolg".
Billigjobs, Zeitarbeit und ähnliche Sklaventätigkeiten waren vom ersten Tag an Ziel dieser "Reform" - NICHT das Wohl der Bürger.
Uns solange die SPD sich weiter als verlängerter Arm der Wirtschaft versteht, von der Union ganz zu schweigen, werden die Millionen Mitbürger die von H4 leben müssen weiter die proletarische Reservearmee unserer Eliten sein.

Es ist immer gut wenn "nach unten" Druck ausgeübt werden kann - dann muckt niemand auf, sonst...….
Die SPD steht bei 18% - und der Bundesfinanzminister predigt ein "weiter so". Die Groko 3 macht genau das was zu erwarten war. Und die Seeheimer "Genossen" freuts.
Hauptsache die "Neubürger" werden "integriert". DA fließen die Milliarden, problemlos. H4 Erhöhung 2018 - SIEBEN Euro. Mehr ist nicht zu finanzieren.

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kritischer-spiegelleser 03.04.2018, 15:12
3. Hartz4 ändern?

Dieses Ändern geht aber von "Mehr verteilen" bis zu "abschaffen".Die SPD weiß scheinbar nicht was sie will. Da spielt jeder im Vorstand einen anderen Ball. Soll die SPD dieses Thema doch in ihr nächstes Wahlprogramm nehmen. Dann sieht sie was der Bürger davon hält!

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Stillerbeobachter 03.04.2018, 15:17
4. Aussagewert der Umfrage geht gegen Null

"80% der Befragten möchten das Wetter in Deutschland verändern". Wenn und solange nicht gefragt wird, WIE das System geändert werden soll, kann man sich derartige Umfragen (und auch deren Veröffentlichung) getrost sparen. Wie bereits die ersten Kommentare zeigen, möchte der Eine eine Verschärfung, der Andere eine Erhöhung der Sätze. Ein Dritter versucht auf ein Mal Flüchtlinge und Hartz IV gegeneinander auszuspielen. Alle aber möchten das System ändern. Da kann man auch fragen: Möchten Sie reich, schön, gesund und glücklich sein? - Mein Kommentar : Thema verfehlt.

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chlorid 03.04.2018, 15:19
5. Schwieriges Thema

Nun ja. Hartz IV ändern. Aber wie? Ich nehme an, dass viele sich davon eine Verbesserung versprechen, sprich mehr Geld. Das müsste ja dann irgendwo herkommen. Die Linken werden das durch höhere Steuern für Reiche/Besserverdiener reinholen wollen, die AfD wird möglicherweise dafür plädieren, das Geld Deutschen zu geben statt Ausländern, die SPD hat angeregt, höhere Sätze gegen gemeinnützige Arbeit zu gewähren. Für mich ist da noch kein großer Wurf dabei. Dabei würde ich jedem durchaus mehr Geld gönnen. Mir fehlt immer noch Antworten auf einige Fragen. Wo soll das Geld herkommen? Und: Wie grenzen wir das vom Arbeitsmarkt ab? Heute ist es ja schon so, dass kinderreiche Familien u.U. mit Hartz IV besser fahren als mit einem schlecht bis mittelmäßig bezahlten Job. Wie will man das lösen? Es gibt ohne Frage viele Menschen, die nicht gerne von Harz IV leben und lieber eine feste Arbeit hätten. Um die tut es mir besonders leid! Ich fühle auch mit denjenigen, die in Not geraten sind z.B. durch Krankheit oder Mütter, die alleinerziehend sind. Ihnen steht eine angemessene Unterstützung zu! Aber es gibt ohne Frage auch diejenigen, die sich auf Hartz IV ausruhen. Deutsche ebenso wie Ausländer. Das ist natürlich nicht so gut und hier würde eine pauschale Erhöhung falsch sein. Man kann aber die Fälle nicht zuverlässig voneinander unterscheiden. Dadurch würde auch der Verwaltungsaufwand Überhand nehmen. Schwierig.

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Ortho4 03.04.2018, 15:19
6. Seltsame Studie

Ich kann Hartz4 ablehnen, weil ich eigentlich ein bedingungsloses Grundeinkommen will. Oder ablehnen, weil ich Sozialleistung aus ein Minimum zurückfahren möchte. Ja oder nein zu Hartz4 sagt erstmal gar nichts aus.

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labellen 03.04.2018, 15:22
7. der Sinn der Befragung

erschließt sich mir nicht ganz. Es käme doch entscheidend darauf an, welche gesetzlichen Regelungen stattdessen für betroffene Langzeitarbeitslose beschlossen würden.

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kayakclc 03.04.2018, 15:23
8. Was übersehen wird

So bitter das klingt, so sehr es einige aus poltischen Gründen nicht eingestehen wollen: die Hartz Gesetze und damit auch Hartz IV ist eine große Erfolgsgeschichte. Die Schröderschen hat Deutschland aus der Stagnation der Kohljahre auf den tiefsten Stand seit Jahrzehnten geführt. Reformen sind deswegen so unbeliebt, weil einige Leute eben aus ihrer Komforzone des Sozialtransfers herausbewegen müssen, Für die Politik ist es auch unbequem, weil es so lange dauert bis sie wirkung zeigen. Kohl hinterlies 4.4Mil Arbeitslose, 2005 hatte wir 4.8Mil, Merkel hat jetzt 12 Jahre die Hartzgesetze verwaltet und die Ernte eingefahren: wir im Vereinigten Deutschland bei 2.5Mil insgesammt angekommen, davon nur noch 640T Leute in den neuen Ländern. Ob wir das jetzt Hartz IV nennen, oder lieber wieder zum alten Namen "Sozialhilfe" zurück wollen, macht einen Unterschied. Fataler wäre die neue Namensgebung, "solidarischen Grundeinkommen" weil es suggiert, das es ein "Einkommen" wäre, das jemand durch seine wahre Arbeitsleistung erhielt. Wir können daueren neue Namen erfinden: es bleibt am Ende immer eine Transferleistung, die die Wertätigen mit ihrem Steueraufkommen erarbeiten müssen. Ein Einkommen ist das nicht! Und es darf es auch nicht sein, weil es eine Diskrimierung dejenigen Wertätigen wäre, die vielleicht sogar monatlich weniger erhalten, weil sie nicht per Personen im Haushalt sondern per Arbeitsstunde bezahlt werden, und einen einfachen 40 Stunden Job machen.

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Zukunft3.0 03.04.2018, 15:24
9.

Man kann nicht alle Erwerbslosen in einen Topf werfen. Es muss Unterschiede geben zwischen denen, die nicht arbeiten wollen aber können. Es kann nicht sein, dass der, der jahrelang gearbeitet und seinen Teil zum BIP beigetragen hat, dass gleiche bekommt, wie derjenige, der keinen Beitrag geleistet hat. Auch sollten Regelungen, dass das verdiente Geld der Kinder und Jugendlichen bei einer Ferienarbeit beim Hartz IV Satz der Eltern angerechnet wird, verschwinden. Das ist ja absurd. So bestraft man die, die fleißig sind. Das ist eher kontraproduktiv. Hier muss man das Gesetz überarbeiten. Abschaffen würde ich es nicht aber reformieren.

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