Forum: Wirtschaft
Umfrage zu Acht-Stunden-Tag: Deutsche wünschen sich feste Arbeitszeiten
DPA

Die Regeln zur Arbeitszeit stehen in der Kritik - der Chef der Wirtschaftsweisen hält sie für nicht mehr zeitgemäß. In der Bevölkerung wollen aber viele das bisherige Modell beibehalten.

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rosskal 15.11.2017, 07:36
1. Zeitgemäß?

Was maßt sich der Herr "Wirtschaftsweise" an? Er meint, er hätte die Deutungshoheit über den Terminus "zeitgemäß"?. Richtiger formuliert hieße es wohl: "interessengemäß"! Ein Wirtschaftsweiser steht so gut wie nie auf Seiten der werktätigen Menschen.

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HansPa 15.11.2017, 07:36
2. Arbeitnehmerinteressen

Wen interessiert schon das Interesse der AN in diesem Land? Wenn die Wirtschaft Änderungen am Arbeitszeitgesetz will, bekommt sie die auch. Die Gewerkschaften sind eh zahnlos.

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Überfünfzig 15.11.2017, 07:37
3. Nun liebe FDP......

......macht euch doch mal ehrlich, anstatt eure Mietmäuler vorzuschicken, und sagt es klar heraus, das ihr die Rolle rückwärts und wieder durch die Hintertür die 48 Stundenwoche einführen wollt! Welcher Neueinsteieger kann schon nein sagen wenn ihm ein Arbeitsvertarg mit jetzt 48 h + x vorgelegt wird und damit die Leibeigenschaft für seinen AG unterschreiben muß. Dafür gibt es dann zum Anlocken das Zuckerle eines unbefristete Arbeitsvertrags, statt der heute üblichen Befristung.

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fatherted98 15.11.2017, 07:37
4. Wie schon angemerkt...

...dieser Chef der Wirtschaftsweisen ist wieder mal so ein "kluger Akademiker" mit einem 24 Stunden Arbeitstag....solche Leute kenne ich zur Genüge....die sind 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr immer im Dienst....und meinen die anderen müssten das dann auch so machen. Arbeiten tun die während dieser Zeit übrigens nicht....sieht man ja an der heißen Luft die dieser Herr so ablässt....sicher ein Ergebnis intensiver Forschung....während einer Toilettensitzung.

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sitcom 15.11.2017, 07:39
5. Das was ich möchte ist nicht dabei

Eine feste Zeit, maximal 8 Stunden, die aber frei eingeordnete werden kann...

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trulala 15.11.2017, 07:44
6. Nein danke!

Was ich trotz der Debatte nicht verstehe ist, was an einer Zeitplanung nicht mehr zeitgemäß sein soll. Wenn ich heute nicht weiss, wann und wie lange ich folgende Woche arbeite, wie soll ich dann den Rest meines Lebens planen? Und wenn nach allen Untersuchungen wir heute schon zulange und zu mal intensiv arbeiten, als für uns gesund wäre, warum das dann noch ausbreiten?
Wenige Arbeitszeit, dann aber flexibler für die Arbeitnehmer erscheint mit viel eher zeitgemäß.
Aber leider liegt der Neoliberalismus noch nicht im Grab.

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josipawa 15.11.2017, 07:53
7. Wer hat heute noch einen Acht-Stunden-Tag?

Heute gibt es Gleitzeit, Teilzeit, Stundenkontingente für Überstunden oder Fehlstunden wegen zu viel oder mangelnder Arbeit, wegen der Notwendigkeit, kranke Kinder zu betreuen uswusf. Die wenigsten Menschen werden einen echten Acht-Stunden-Tag an fünf Tagen in der Woche, also klassisch von Montag bis Freitag, haben. Damit ist doch völlig klar, dass die Fragestellung und das Thema des Artikels aus der Zeit sind. Vielleicht wäre ein solcher Artikel vor 50 Jahren zeitgemäß gewesen.
Warum liest man so etwas heute, 2017? Cui bono? Es geht um die weitere Liberalisierung der Arbeitszeit, bei der das Interesse der Arbeitnehmer um ihre eigene Lebensqualität und die eigene Gesundheit wieder ein Stück mehr zurückstehen soll. Neoliberal halt.

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mrjon 15.11.2017, 07:56
8. Wo bleibt "flexibel und nicht ständig erreichbar"?

Mir fehlt in der Umfrage, die Antwort "Flexibel und begrenzt erreichbar". Ich bin angestellter in einer Firma, die Vertrauensarbeitszeiten eingeführt hat. Wenn man zwischen 10 und 16 Uhr mal abwesend sein muss (z.b. Arztermin) braucht man nur dem Team kurz Bescheid geben - keine Anfrage. Ob man nun 40 Stunden pro Woche oder weniger arbeiten muss, hängt vom Vertrag ab. Ich habe 32. Einige Kollegen 36 oder 24. Wie man sich die Stunden im Regelfall innerhalb der Wochentage aufteilt macht jeder mit dem Vorgesetzten aus und informiert die Kollegen offen.
Ich finde das total zeitgemäß. Schlimm fände ich ein Gesetz, laut dem ich zwar keine 8 Stunden arbeiten müsste, dafür aber ständig erreichbar sein muss. Wir brauchen kein neues Gesetz. Was sich ändern muss ist die Mentalität der meisten Arbeitgeber, die nur zwei Sorten Verträge kennen: entweder Vollzeit oder Halbzeit. Das ist m.E. alles.

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Bjoern @ Fracebook 15.11.2017, 07:57
9. Flexible Arbeitszeiten hören sich nett an...

... gehen aber im besten Fall in beide Richtungen. Heißt: ich mache Homeoffice, sitze dafür aber auch 16 Stunden.

Und nicht selten geht die Flexibilität nur in eine Richtung - die der Firma. Kein Chef bezahlt seine Mitarbeiter freiwillig, damit diese nichts tun. Ist ja auch klar, die Firma soll Geld machen (darum gibt es die Firma ja auch).

Ich bin ja mal gespannt, wann dann wieder das große Jammern "wie soll ich das alles nur schaffen, früher waren wir 25 Leute, jetzt sind wir zu Zweit" anfängt.

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