Forum: Wirtschaft
Umkämpftes Braunkohlegebiet: Polizist gibt am Hambacher Forst Warnschuss ab
DPA

Umweltschützer protestieren seit Jahren im Hambacher Forst gegen die Waldrodung für den Braunkohletagebau. Bei einem Zwischenfall mit Vermummten kam es offenbar zum Schusswaffengebrauch.

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antoculos 12.09.2018, 19:09
10. Schön, dass die Autonomen Achtung vor dem Leben haben

und Gewalt deshalb nur gegen Sachen anwenden. Also auch gegen die von ihnen als "Bullen" geschmähten Polizisten. Denn ein Polizist, weiß der Autonome, ist kein Mensch.
Das alles haben wir doch nur dem Braunkohle- und Gasprom-Kanzler Schröder zu verdanken.
Vielleicht war der Einstieg in die Kernkraft in den 50er Jahren falsch. Der Ausstieg war es jedenfalls erst recht.
Sie ist die absolut saubere Alternative zur "Dreckschleuder" Braunkohle.
Aber ließen wir die KKW's (wer kennt eigentlich noch diese Abkürzung??) laufen, würden die Autonomen genauso demonstrieren. Sie wollen nämlich keine Lösungen, was sie wollen, sind Demonstrationen. Ihrer Stärke, ihrer angeblichen Expertise und - dies vor allem - ihrer vermeintlichen moralischen Überlegenheit. Sie sind narzisstisch fixierte Personen, die nichts für die Menschen wollen, die nur sich wollen. Im Superkingsizeformat. Die mit savonarolischem Hasseifer für nichts und gegen alle(!!) kämpfen. Ihr Ziel ist nicht strategisch noch sachlich. Ihr Ziel ist kurzfristig und persönlich: ICH, ICH, ICH.
In Israel, wären sie dort, wären sie Antisemiten, in Simbabwe weiße Rassisten, und werden sie sich im Hambacher Forst durchsetzen, so werden sie sich dem Kampf für(!!) flächendeckenden Analphabetismus in ganz Deutschland zuwenden.

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bombobabier 12.09.2018, 19:35
11. Mutig!

Dass ein Polizist sich getraut hat, einen(!) Warnschuss auf steinewerfende Angreifer abzugeben, ist schon erstaunlich. Ich hoffe, der Beamte darf seinen Job behalten. Schließlich ist die Dienstwaffe eines Polizisten nicht nur dazu da, den Bürger zu schützen, sondern auch ihn selbst. Theoretisch zumindest. Leider nimmt die Politik lieber verletzte Polizisten als verletzte Randalierer in Kauf. Man zieht es vor, Beamte mit Betonplatten bewerfen zu lassen und gibt einen halben Stadtteil zur Plünderung frei. Auch nur ein einziger angeschossener G20-Gewalttäter hätte vermutlich ein halbes Dutzend Polizeibeamte Job und Kopf gekostet. Traurig.

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Hollowmen 12.09.2018, 19:41
12. Dritter Versuch...

Ich lese imText immer nur Umweltschützer, dabei sind das Straftäter. Steine werfen, mit Zwillen schießen, Brandsätze basteln. Das alles richtet sich gegen Polizeibeamte und RWE Mitarbeiter.Der Öffentlichkeit ist es weitestgehend egal, es geht ja umdie gute Sache. Scheinheilig!

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Referendumm 12.09.2018, 19:49
13. Feinstaub nicht gleich Feinstaub

Zitat von Mertrager
Beim Auto ist doch besonders der Feinstaub des Diesels so schlimm (Benziner haben den auch). Und hier ? Da sind die Mengen viel größer. Warum ist das nicht wichtig ? Allein der Abraum staubt stark. Die Feinstaubwollke ist messbar - in Kilometern Entfernung. Die Baggerfahrer bei uns in der Braunkohle wissen, dasz sie das umbringt. Und die Anwohner auch.
Sie sollten sich einmal dringend mit dem Thema Feinstaub beschäftigen. Abgesehen davon, wie groß die einzelnen Feinstaubpartikel sind (Angaben in Mikrometer oder sogar in wenigen Nanometer) hängt die gesundheitliche Belastung auch von der Art des Feinstaubes ab. Viele natürliche Feinstäube, wie selbst Meersalzaerosole sind weniger gesundheitsgefährdend (je nach Menge sind Meersalzaerosole sogar gesundheitsfördernd) - Vulkanstaub ist dagegen eher kritisch zu betrachten - Feinstäube durch die Verbrennung von Kraftstoffen oder durch Holzverbrennung sind dagegen sehr viel gesundheitsschädlicher.

Bei der Verbrennung von Kraftstoffen und selbst bei der Verbrennung von Holz haften an den Feinstaubpartikeln oft andere chemisch kritische Stoffe. Diese Kombinationen sind daher extrem gesundheitschädlich. Beim Feinstaub durch Schüttgüter gilt es wiederum abzuwägen, um welches Schüttgut es sich handelt und wie groß die Feinstaubpartikel sind. Quarzhaltige Schüttgüter z.B. sind sehr gesundheitsschäflich, weil Quarze krebserzeugende Eigenschaften haben (Stichwort: Staublunge).

Ach ja, es ist definitiv falsch, pauschal zu sagen, dass Benziner ein Feinstaubproblem hätten. Normale Benziner stoßen nur sehr geringe Feinstaubmengen (Ruß) aus; etwas anders sieht es bei direkteinspritzenden Benzinern aus, die mit Lambda größer 1 arbeiten (es gibt viele direkteinspritzende Benziner die mit Lambda = 1 arbeiten und daher ebenso kein Feinstaubproblem aufweisen). Bei diesen ist der Ausstoß von Ruß sehr viel größer und muss u.U. mittels eines Ottomotor-Partikelfilters bergrenzt werden.

Da die Zusammenhänge etwas komplexer sind, wird darüber leider oft sehr viel Unsinn geschrieben. Bei einer Recherche sollten sie sich über Aussagen von Experten informieren, weniger über Aussagen von Journalisten (denn die haben die Zusammenhänge auch oft nicht verstanden). Fachjournalisten wiederum sind viel besser informiert, aber auch bei denen gibts oft Wissenslücken.

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Referendumm 12.09.2018, 20:01
14.

Zitat von michinha
Der beste Protest fuer den Wald und gegen Braunkohle waere ein Wechsel des Stromanbieters.
Das ist doch ganz großer Mumpitz. Es geht doch bei der Energieversorgung um Grundstrom, Mittellast und Spitzenstrom. Irgendeiner muss die Grundlasten (und auch Mittellasten) versorgen (wenn nicht RWE muss es eben ein anderer tun). Das geht nun einmal NICHT mit dem Zappelstrom á la Wind- und Sonnenkraft. Und da wir ja so toll und elegant den Strom der Kernkraftenergie (bald) komplett eliminiert haben, die gleichen Schreihälse zudem kein Gas von Russland / Putin wollen, bleibt uns eben nur Stein- oder Braunkohle.

Und komme mir bitte keiner mit dem Totschlagargument: Wir brauchen intelligente Netze. So etwas haben wir eben nicht bzw. nur rudimentär und soll der Zappelstrom über Hochspannungsleistungen vom Norden in den Süden kommen, tönen unsere Schreihälse doch schon wiederum, dass sie das NICHT wollen.

Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass - das ist reines Wunschdenken und funktioniert im Leben nuneinmal nicht.

P.S.: Und wer glaubt, dass Windkrafträder nichts zum Klimawandel beitragen, der hat von den hauptsätzen der Thermodynamik noch nie etwas gehört. EEG = Erneuerbare-Energien-Gesetz ist eine absolute Lüge, weil es "erneuerbare Energien" überhaupt nicht gibt. Physik = 6 und setzen, sollte darauf die richtige Antwort sein.

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stiller-denker 12.09.2018, 23:49
15. Stromanbieter wechseln !!!

Weg von RWE und weg von Stadtwerken an denen das RWE beteiligt ist. Der Strom von Braunkohlekraftwerken ist absolut überflüssig. Selbst die Betteltour von Laschet durch Belgien hatte keinen Erfolg (den Atomstrom von Thiange zu ersetzen). Auch Belgien hat ein Konzept für alternative Energien. Niemand will den Strom, nur die Betreiber wollen Profit auf Kosten unserer Umwelt machen. Das Chaos bei der dauernden Umfirmierung von RWE, E-on und Innogy zeigt deren Verzweiflung und Konzeptlosigkeit. Deshalb: Stromanbieter wechseln, hin zu Nachhaltigkeit und erneuerbarer Energie.

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quark2@mailinator.com 13.09.2018, 08:18
16.

Meinen Respekt für die Polizisten. Ich fürchte, wenn mich jemand lebensgefährlich angriffe und ich ne Dienstwaffe hätte, wäre ich ggf. nicht so beherrscht. So leid es mir um den Wald tut, aber ein Leben ohne Rechtsstaat will ich mir lieber nicht vorstellen, also sollten diese "Aktivisten" endlich mal einsehen, daß sie mit solchen Aktionen auf der falschen Seite der Geschichte stehen.

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