Forum: Wirtschaft
Unterhaltskosten: Scheidungskinder bekommen mehr Geld

Die schwarz-gelben Wahlgeschenke haben einen Nebeneffekt für Trennungs- und Scheidungskinder: Ihnen steht ab sofort ein deutlich höherer Unterhaltsanspruch zu. Durchschnittlich soll es für sie 13 Prozent mehr geben - wegen des aufgestockten Kindergelds und der gesteigerten Freibeträge.

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kdshp 06.01.2010, 13:24
1. aw

Zitat von sysop
Die schwarz-gelben Wahlgeschenke haben einen Nebeneffekt für Trennungs- und Scheidungskinder: Ihnen steht ab sofort ein deutlich höherer Unterhaltsanspruch zu. Durchschnittlich soll es für sie 13 Prozent mehr geben - wegen des aufgestockten Kindergelds und der gesteigerten Freibeträge.
Hallo,
ui da werden wohl anwälte und gerichte mehr zu tuen bekommen !

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VevendoVides 06.01.2010, 13:30
2. Fein!

Trennungsmütter bekommen endlich noch mehr Geld!
Die Unterhaltssätze haben sich also in 10 Jahren verdoppelt
Und 2011 wird es dank Zypries noch schlimmer.

Hat sich mal jemand gefragt, inwiefern sich das Gehalt der (zumeist) zahlenden Väter verdoppelt hat? Und hat mal jemand hinterfragt, warum z.B. 90 Prozent der Mütter garnicht zahlen in der Redaktion des SPON?
Hat jemand mal recherchiert, wie intransparent die DD-Tabelle ist? Hat mal irgendjemand gefragt, wieso es keine prozentualen Sätze dazu gibt. Hat jemand hinterfragt, warum Väter ihre Kinder nicht zu 50 Prozent betreuen dürfen? Usw.usf. ...
Nein, um Himmels willen nicht! Es geht ja um die Kinder ...
Ob die ihren Papi nun sehen - oder nicht, vollkommen egal. Und ob Vati sich das Alles noch leisten kann; scheinbar erst recht nicht!

Es lebe das Gesetz zur Wirtschaftankurbelung, Nintendos für Alle.

Was aus den Vätern wird ist doch egal.

VevendoVides

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everhard 06.01.2010, 13:38
3. Euphemismen

Zitat von sysop
Die schwarz-gelben Wahlgeschenke haben einen Nebeneffekt für Trennungs- und Scheidungskinder: Ihnen steht ab sofort ein deutlich höherer Unterhaltsanspruch zu. Durchschnittlich soll es für sie 13 Prozent mehr geben - wegen des aufgestockten Kindergelds und der gesteigerten Freibeträge.
Die übliche Halbwahrheit.
Nicht die Kinder bekommen mehr, sondern die Väter dürfen vom eigenen Einkommen noch weniger behalten.
Außerdem: Ist der Vater eh' schon Mangelfall, ändert sich sowieso nichts.
Zahlt er auch der Ex, wird dieser Betrag um knapp die Hälfte des Mehr für die Kinder reduziert. Aber nur der Exenunterhalt ist steuerlich absetzbar.

Seit 2001 ist der Kindesunterhalt bei gleichem(!) Einkommen um 25% gestiegen. Und da wundert sich Frau Laien, daß es keine Kinder mehr gibt.

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everhard 06.01.2010, 13:38
4. Euphemismen

Zitat von sysop
Die schwarz-gelben Wahlgeschenke haben einen Nebeneffekt für Trennungs- und Scheidungskinder: Ihnen steht ab sofort ein deutlich höherer Unterhaltsanspruch zu. Durchschnittlich soll es für sie 13 Prozent mehr geben - wegen des aufgestockten Kindergelds und der gesteigerten Freibeträge.
Die übliche Halbwahrheit.
Nicht die Kinder bekommen mehr, sondern die Väter dürfen vom eigenen Einkommen noch weniger behalten.
Außerdem: Ist der Vater eh' schon Mangelfall, ändert sich sowieso nichts.
Zahlt er auch der Ex, wird dieser Betrag um knapp die Hälfte des Mehr für die Kinder reduziert. Aber nur der Exenunterhalt ist steuerlich absetzbar.

Seit 2001 ist der Kindesunterhalt bei gleichem(!) Einkommen um 25% gestiegen. Und da wundert sich Frau Laien, daß es keine Kinder mehr gibt.

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hobbes001 06.01.2010, 13:41
5. Unterhaltszahler haben weniger Geld zur Verfügung

Der Titel ist ja nun Zynismus pur ...
Die Kehrseite der Medaille, die nie erwähnt wird, ist, dass Unterhaltszahler wesentlich weniger Geld zur Verfügung haben.
Seit 2004 hat sich der zu leistende Unterhalt teilweise um 65% erhöht. Da haben wohl die Richter, die soetwas festlegen jeglichen Realitätssinn verloren. Leider kann man den Herren Beamten nicht auch mal einfach Ihre Bezüge kürzen, die scheinbar deutlich zu hoch sind um sich noch klare Gedanken machen zu können.

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marteng57 06.01.2010, 13:42
6. Familienministerium ist männerfeindlich

Wieso führt jede Erhöhung des Kindergeldes zu einer Erhöhung des Unterhaltes. Entlastung für Väter ist wohl politisch nicht korrekt. Dafür dann lieber gleich eine Erhöhung des Zahlbetrages um über 13%
Wie wäre es hier mit Gutscheinen für Kinder? Damit das Geld auch wirklich die Kinder erhalten und nicht eine gierige Ex?
Es wird Zeit dass das Familienministerium wieder von Männern geleitet wird!

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Noodles 06.01.2010, 13:51
7. Wo nichts zu holen ist

da hat auch der Kaiser sein Recht verloren. Die Anzahl derjenigen die überhaupt noch in der Lage sind laut Tabelle zu zahlen schmilzt wie Butter in der Sonne. Ganz davon abgesehen daß das Kindeswohl sehr häufig nur vorgeschoben wird. In China ist offensichtlich seit längerer Zeit kein Sack Reis mehr umgefallen, daß man sich mit heißer Luft beschäftigen muss. An der ganz großen Mehrheit der Kinder wird diese Unterhaltserhöhung jedenfalls vorbeigehen, als würde es Sie gar nicht geben.
Zitat von sysop
Die schwarz-gelben Wahlgeschenke haben einen Nebeneffekt für Trennungs- und Scheidungskinder: Ihnen steht ab sofort ein deutlich höherer Unterhaltsanspruch zu. Durchschnittlich soll es für sie 13 Prozent mehr geben - wegen des aufgestockten Kindergelds und der gesteigerten Freibeträge.

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Patina 06.01.2010, 13:58
8. Wozu überhaupt dauernd neue Tabellen?

Ich versteh nicht, warum die Tabellen andauernd geändert werden. Kann man mal festlegen, welchen Teil des Einkommens der Unterhaltspflichtige den Kindern abgeben soll und gut is?
Warum muss sich der Tabellenwert denn jedes Jahr ändern? Wenn sich die Einkommen ändern, rutstht der Vater in der Tabelle nach oben, fertig. So wie es jetzt ist, ist das eine "kalte Progression" auf Kosten der Unterhaltspflichtigen!
Zum Glück wird meine Tochter demnächst 18, dann darf die Mutter mitzahlen, da freu ich mich schon lange drauf...

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muwe6161 06.01.2010, 13:59
9. Emotionslos gesehen...

... werden immer mehr Kinder nicht mehr gemeinsam von den "biologischen Erbgut-Zulieferer" erzogen.
Die Erziehung und Bildung der Kinder muss aber sichergestellt werden.
Emotionslos gesehen müssen die Aufgaben, Kompetenzen und die Verantwortung diese Erziehung verteilt werden.

Zur Verfügung stehen: Eispender, Spermaspender, Erziehungsberechtigte, Vormund, Amtsvormund, Paten und Verwandschaft, Behörden und Sozialämter, allgemeine externe an der Erziehung interesierte Personen.
Folgende Schlussfolgerungen drängen sich auf:
- Die Mittel müssen wirksam eingesetzt werden, Gameboy und ähnliches vermieden werden. Die Kompetenz des Mitteleinsatzes muss bei einer Person mit hoher Sach-Kompetenz liegen.
- Die tägliche Pflege muss bei einer Person mit hoher Sozialkompetenz liegen.

etc.

Ein von der Öffentlichkeit, insbesondere von Kinderlosen, alimentierter Fond muss sich um die Förderung der Kinder kümmern und die Kompetenz haben die Bildung der Kinder prüfen zu können. Das alleinige Sorgerecht bei einem Elternteil zu belassen ist damit absurd.

Insgesammt drängt sich eine Totalreform der Kindererziehung auf. Das Patchwork der Gerichte und Politiker in dieser Sache hat total versagt.

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