Forum: Wirtschaft
US-Notenbank: Janet Yellen will lockere Geldpolitik der Fed weiterführen
AFP

Die Politik des billigen Geldes geht weiter: Die designierte Fed-Chefin Janet Yellen will das Milliarden-Aufkaufprogramm ihres Vorgängers Ben Bernanke fortsetzen. Die US-Börsen reagierten sofort.

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kaksi 14.11.2013, 22:42
1. Vorwärts - wir müssen zurück?

"um zu einer normaleren geldpolitischen Haltung zurüczukehren"
Hat uns die "normale geldpolitische Haltung" nicht die Finanzkrise beschert ? Statt aus offensichtlichen Fehlern zu lerne - zurück zum ANEBLIC entmündigteenH Bewährten?
Dringende Lektütempfählung für alle von der Banken- und Finanzlobby ent-mündigten BürgerInnen.
A. Admatti, M. Hellwig: Des Bänkers neue Kleider. Finanzbuchverlag 2013.

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RudiLeuchtenbrink 14.11.2013, 23:52
2. nicht logisch

Janet Yellen will lockere Geldpolitik der Fed weiterführen - SPIEGEL ONLINE[/QUOTE]

Münchhausen war der letzte der sich und sein Pferd am Zopf aus dem Sumpf gezogen hat.
Man wollte uns 2000 weissmachen das die Regeln des Lebens nicht mehr gelten und in der Immobilienblase auch. Wenn im reichsten Land der Erde 45 millionen Menschen von Lebensmittelkarten leben, wird dies auch durch noch mehr Geld drucken nicht behoben. Fast eine Billion Dollar geht in Armee und Rüstung, daran muß eine Volkswirtschaft kaputt gehen. Dabei nützt dies nur wenigen Rüstungsbetrieben, die Bergbauern in Afghanistan und die Paschtunen im Irak und Pakistan können nicht besiegt werden.
Drucken Sie mehr Geld Frau Jellen die Wall Street wird Sie feiern und der Rest der Welt geht unter.

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großwolke 15.11.2013, 06:32
3. optional

Als hätte die Frau irgendeine Wahl. Die Zinssenkungspolitik ist eine Einbahnstraße. Wer Fiat Money versteht, weiß das. Auf der einen Seite saugt die Fed die amerikanischen Schulden ein, auf der anderen Seite sind es die Chinesen, und alles nur, um die Produktionskreisläufe am drehen zu halten. Ein oder zwei Crashs wird das Geldsystem noch aushalten, danach ist die Hyperinflation unausweichlich, weil die Zinsschraube schon bis zum Anschlag drinsteckt und Gelddrucken dann direkt zur Entwertung führt.

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Graphite 15.11.2013, 07:42
4. wer hätts gedacht?

Warum sollte das "Ziehkind" vom Helikopter-Ben auch was anderes machen? Die Zinsen auf ein "normales" Niveau anheben wäre der wirtschaftliche Totalschaden für die USA. Also immer schön weiter die Notenpresse auf Hochtouren laufen lassen!

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stefano-duffy 15.11.2013, 07:49
5. schlicht und einfach gesagt...

...kauft die FED nicht die Staatsanleihen der USA, dann dann sind die USA pleite! Wer anders will die nicht mehr in nennenwertem Umfang kaufen, nicht mal mehr die Chinesen.

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muellerthomas 15.11.2013, 08:52
6.

Zitat von großwolke
danach ist die Hyperinflation unausweichlich, weil die Zinsschraube schon bis zum Anschlag drinsteckt und Gelddrucken dann direkt zur Entwertung führt.
Wann wird es denn ungefähr so weit sein?

Seit Jahren wird hier im Forum die Hyperinflation, gefolgt von einem massiven Zinsanstieg prohpezeit. Auch das Auseinanderbrechen der Eurozone, der Kollaps der US-Wirtschaft, eine massive Abwertung des USD, ein Goldpreis von 5.000 USD/oz. Und bislang ist davon aber auch so rein gar nichts eingetreten.

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Progressor 15.11.2013, 08:53
7. US-Dollar in der Klemme

Als "Welt-Leitwährung" ist der US-Dollar das geeignetste Objekt für Devisen-Reservehaltung. Das drückt den Wechselkurs nach oben. Dazu kommt noch die Manipulation Chinas um sich einen ungerechtfertigten Handelsvorteil zu verschaffen. Seit Jahren wird versprochen, dass der Yuan (die chinesische Währung, auch Renmimbi genannt) endlich voll konvertierbar sein soll. Es tut sich zwar was (jährliche Aufwertung Chinas um 5 %) aber das ist bis jetzt nicht mal die halbe Miete. Da müssen in China erst mal noch ganz grundsätzliche Sachen geändert werden.

Es ist ein großer Irrtum zu glauben, die USA würden sich über die Fehlbewertung ihrer Währung freuen, um damit weiterhin dem Exportdefizit frönen und weltweit billiges Öl einkaufen zu können. Vor einem Jahr ist der amerikanische Finanzminister nach China gereist und hat unmissverständlich klar gemacht, dass falls hier von Seiten Chinas nicht auf die Tube gedrückt wird, man ernsthaft über Importzölle nachdenkt. Das ist auch keine neue Politik von Seiten der USA, die sind schon seit Jahrzehnten über die Überbewertung des Dollars unzufrieden. Nur wird hier in Deutschland aus naheliegenden Gründen über Handelsungleichgewichte "nicht gerne" berichtet.

Also: Die USA, will sagen die FED, hatte und hat überhaupt keine andere Wahl als die Politik des billigen Geldes zu fahren. Dadurch entstehen Blasen, nicht zuletzt die Immobilienblase, die zur Finanzkrise 2008 geführt hat. Außerdem wissen die Amerikaner besser als wir, dass Wirtschaftswachstum jährlich neu durch Steigerung der Nettokreditaufnahme induziert werden muss. Das haben die uns voraus und das muss bei uns im Euroland erst mal noch in die Birnen rein.

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muellerthomas 15.11.2013, 08:54
8.

Zitat von sysop
Der Ausstieg aus der Niedrigzinspolitik gilt als extrem schwierige Aufgabe.
Ja, das denken vor allem Journalisten. In ca. 1,5 bis 2 Jahren wird die Arbeitslosigkeit auf einem akzeptablen Niveau liegen und gleichzeitig wird der Entschuldungsprozess der privaten Haushalte voraussichtlich abgeschlossen sein. Dann wird die US-Wirtschaft wieder mit Raten wie vor der Krise wachsen. Weshalb sollte man dann nicht nach und nach die Zinsen erhöhen können?


Wie Yellen richtig sagt:
Zitat von
"Ich glaube, die Erholung heute zu stützen, ist der sicherste Weg, um zu einer normaleren geldpolitischen Haltung zurückzukehren."

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muellerthomas 15.11.2013, 08:56
9.

Zitat von stefano-duffy
...kauft die FED nicht die Staatsanleihen der USA, dann dann sind die USA pleite! .
So wie 2012 als die Fed keine gekauft hat?

Das US-Budgetdefizit lag in den ersten 10 Monaten des Jahres bei gerade einmal 479 Mrd. USD, also aufs Jahr hochgerechnet 575 Mrd. USD, was 3,4% des BIPs entspricht. Was sollte problematisch sein daran?

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