Forum: Wirtschaft
US-Notenbank: Trumps Machtkampf mit der Fed-Chefin
REUTERS

Im Skandalsturm um Donald Trump geht ein Punkt seiner Agenda unter: Er will die US-Notenbank Fed auf Linie trimmen. Doch noch leistet die bis 2018 amtierende Chefin Janet Yellen wacker Widerstand.

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mkuserweb 16.02.2017, 19:43
1. heiße luft aus allen ecken ;))

dieses vordergründig geführte palaver um zinserhöhungen oder nicht oder den starken dollar ist alles nur heiße luft, die alle wie die schöne assistentin eines zauberers nur von der unumstößlichen tatsache ablenken sollen dass es keinen weg von der verschuldungslawine mehr zurück gibt.
die usa sind auf dem besten weg, japan mit bisher 250% staatsverschuldung einzuholen.
um diese unausweichliche tatsache ein wenig einzunebeln werden die theaterspiele aus beiden richtungen aufgeführt nach dem motto wer belustigt das publikum mehr die rpublikaner oder die demokraten denn egal wer die theateraufführung im moment abhält der weg ist der gleiche.

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hennesderachte 16.02.2017, 19:49
2.

"chaotisch-heißer Atem", "unterjochen", das sind ja sehr dramatische Formulierungen. Schön wäre, wenn die Konflikte sachlicher dargestellt würden. Trump ist erzürnt, dass die Fed vor der Präsidentschaftswahl nur im Dezember 2015 den Leitzins um 1/4% erhöht hat, obwohl die Konjunktur längst angesprungen war. Er sah hier ungebührliche Wahlhilfe für Obama. Nun, nach der Wahl, positioniert sich Ms. Yellen plötzlich als geldpolitischer "Falke" und kann sich schnellere Zinserhöhungen vorstellen, neben dem Motiv, Trump zu ärgern, aber wohl auch aus durchaus berechtigter Sorge heraus, das angekündigte Infrastrukturprogramm könnte die ohnehin schon robuste US-Konjunktur überhitzen. Es geht hier um durchaus übliche - wenn Sie es wie in der Überschrift so wollen - "Machtkämpfe" zwischen Präsident und Fed, nichts sonderlich Dramatisches. Wie immer in den letzten Wochen und Monaten bei SPON, wenn es um Trump geht: Gerne auch mal wieder die Kirche im Dorf lassen.

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Peter Bernhard 16.02.2017, 20:05
3.

Zitat von mkuserweb
(...) nur von der unumstößlichen tatsache ablenken sollen dass es keinen weg von der verschuldungslawine mehr zurück gibt. die usa sind auf dem besten weg, japan mit bisher 250% staatsverschuldung einzuholen. um diese unausweichliche tatsache ein wenig einzunebeln werden die theaterspiele aus beiden richtungen aufgeführt (...)
Für mich ganz wichtige, da keineswegs sicher erwartete, Information ist´das "Und das bringt uns um." des Trump, nämlich zu einem wertvollen Dollar. Ich kenne "America great again" - für mich gehört da eine starke Heimwährung dazu, mit der ich Heidelberg besuche (und Blackberrys kaufen kann), also etwa importiere, inflationslos. Gerade Letzteres war doch in der Obama-Zeit eines starken Dollars möglich. Ist es also einfach so - wichtig auch die Balance of Power, die in der Übernahme eines "generischen" Zentralbankregimes durch den neuen Präsidenten gesehen werden kann - ist es vielleicht einfach so, dass bei Trump entgegen der Wirtschaftswunder-Planckheit mit "Great" ein schwacher Dollar gemeint ist? Wie kam es bei Obama denn dazu? Würde mal sagen durch die durch QE ermöglichte Ausdehnung des Defizits - wenn hier von einer "Stift"-Anjutung die Rede ist, dann weil vielleicht simple Mechanismen angeewendet werden - müssten, weil das "halt der Staat" ist, Obama, Yellen, angenommen deficit spending. Der Nachfolger hat nun die ganz normalen Folgen zu tragen, nämlich den Erfolg der angekurbelten Wirtschaft, die nun für die Inflation verantwortlich ist, aha: etwas Schlüssigkeit:weil nun die Wirtschaft in Gestalt von Trump als Exporteur an der Reihe sei, mit einem schwächeren Dollar nunmehr - wonach es ja gerade nicht ausschaut, allerdings - und wiese also geschwächt? Weil das QE schlicht und einfach, das ist halt auch der Staat, irgendwie doch auch für Währung zuständig, weil einfach nun mal Schluss ist mit dieser Runde von QE, nämlich pro Keynes und Deficit spending - dabei interessant: inflationsneutral gewesen, weil gerade Handelsdefizite - Perdiodizität?, vgl. mal überraschenden Artikel zu Italien - eine Kapitalimport in Anleihen gehend ermöglicheten, deshalb - auch kaumzu glauben - starker Dollar, also keine Importinflation. Begründet scheinen mir die Zinsanhebungen nun recht deutlich parteilich eben mit dem Erfolg der Obama-Arbeitsbeschffung. Plausibel also, dass Yellen als Legacy des Obama die Fortsetzung der Weiterverschuldung zumindest bremst - das müsste nach Prämisse und abgeleitet jedoch auf ein Sinken des Dollars hinauslaufen - was hier ja mit gegnteilig "bringe uns um" rekonziliert ist.

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kmgeo 16.02.2017, 20:10
4. Hoffentlich

bleibt die Dame unbeirrt bei ihrer Position. Dass die Banken jetzt wieder zocken werden, ist klar, seit DT das Establishment durch das Establishment ersetzt hat. Also wird es mit dem Dollar abwärts gehen. Das Problem ist nur, dass niemand us-Schrott kauft. deshalb ist das Aussenhandelsdefizit so hoch und nicht wegen unfairer Praktiken anderer Staaten. it is the Quality ans Productivity, stupid!

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kaimaster 16.02.2017, 20:13
5. Schon witzig

Wenn Staaten mit Staatsverschuldungen jeneseits 250% anderen Staaten als fiktive Friendsstörer darstellen, wollen sie wohl selbst den 3. Weltkrieg anzetteln. Denn zahlungsfähig sind sie sowieso nicht. Der Krieg macht alle Schulden weg.

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Darwins Affe 16.02.2017, 20:18
6. Final Crash

Zitat von mkuserweb
dieses vordergründig geführte palaver um zinserhöhungen oder nicht oder den starken dollar ist alles nur heiße luft, die alle wie die schöne assistentin eines zauberers nur von der unumstößlichen tatsache ablenken sollen dass es keinen weg von der verschuldungslawine mehr zurück gibt. die usa sind auf dem besten weg, japan mit bisher 250% staatsverschuldung einzuholen. um diese unausweichliche tatsache ein wenig einzunebeln werden die theaterspiele aus beiden richtungen aufgeführt nach dem motto wer belustigt das publikum mehr die rpublikaner oder die demokraten denn egal wer die theateraufführung im moment abhält der weg ist der gleiche.
1) Na ja, die Ami stehen mit einer Staatsverschuldung von 105% vom BIP da. Der Wirtschaftsignorant Obama hat in 8 Jahren die Schulden verdoppelt. Bei den meisten westeuropäischen Staaten sieht`s auch nicht besser aus.
2) Viel schlimmer ist die Gesamtverschuldung der Länder (Staat, Unternehmen und Privaten): Da liegen z.B. die USA und China bei satten 350% vom BIP.
3) Irgendwann kracht die weltweite Schuldenblase im final Crash --- das Ende des Fiat-Geldes.

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L_P 16.02.2017, 20:26
7. Plutokratische Verzerrung

Ist es wirklich eine gute Idee, eine Privatbänkerin für ihren Widerstand gegen die Administration eines gewählten Präsidenten zu loben und sie dabei "wacker" zu nennen? Man mag das System der Wahlmänner kritisieren, das eine Amtübernahme von Trump ohne Mehrheit der Stimmen ermöglicht hat. Sich zugunsten plutokratischer Strukturen und gegen imperfekte Restdemokratie der USA zu positionieren, wirft die Frage nach der demokratischen Gesinnung des Autors auf.

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jaguaros 16.02.2017, 20:34
8. Driter Weltkrieg naht?

Amerikas Probleme, Dollar, Krise und immer mehr verschuldete Laender. Wohin fuehrt es? Meistens werden Kriege angezettelt. An beiden Weltkriegen verdienten die USA am meisten. NATO provoziert Russland staendig. Das kann nicht gut ausgehen. Die Politik ist meiner Meinung nach am Ende. Es wird nicht all zu lange dauern bis es kracht. Spannende Frage bleibt - wann genau und wo.

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tomrobert 16.02.2017, 20:58
9. Das Ende der niedrigen Zinsen,never!

Seit Jahren wird die Änderung der Zinspolitik
beschworen.Aber die Wirtschaft kommt nicht in Fahrt. Die USA sind ungefähr soweit wie einst die Sowjetunion war. Gehen die Zinsen hoch,
fliegen denen ihre Banken um die Ohren und hier wahrscheinlich auch.

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