Forum: Wirtschaft
Verbraucherpreise: Die Mini-Inflation und ihre Folgen
DPA

Die geringen Preissteigerungen dürften uns noch eine Weile erhalten bleiben - trotz der Milliarden, die die EZB in die Märkte pumpt. Wer profitiert? Wo liegen die Gefahren? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

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sapereaude! 04.01.2016, 17:55
1. Das gilt nur für Wohlhabende!

Die Lebensmittelpreise sind laut Angaben des Deutschen Bauernverbandes um 1,1% gestiegen (http://www.bauernverband.de/lebensmittelpreise-steigen-erzeugerpreise-sinken). Auch das statistische Bundesamt meldet ähnliche Werte (https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2016/01/PD16_002_611.html). Mieten und Dienstleistung sind auch über ein Prozent teurer geworden (ebenda).

Ein(e) GeringverdienerIn muss sein/ihr verfügbares Geld hauptsächlich für diese Dinge verwenden und erfährt damit eine viel höhere Inflation.

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schneewolke 04.01.2016, 18:08
2.

Die Politik der EZB ist falsch. Ob der EZB Zins nun bei 0,03 oder 0,001 liegt ist der Wirtschaft vollkommen uninteressant. Da spielen andere Faktoren , wie z.B. frei Handel und Rechtssicherheit eine Viel größere Rolle. Die EZB möchte nur Inflation hochtreiben um die Schuldner - inbesondere die Staaten zu entschuldigen. Eine hohe Inflation auch 2 % sozial ungerecht. Dieser Zielwert hatte aus diesem Grund die Bundesbank nie.

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hanfiey 04.01.2016, 18:09
3. Ölpreise

Wenn wir in der EU den US-Dollar hätten würde ich zustimmen. Da der Euro aber nach unten gedrückt wird und im letzten Jahr alleine 10% verloren hat hält hat sich das mit billig-Öl in Grenzen.

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frank57 04.01.2016, 18:13
4. Die Wortwahl

wird mit zunehmender Zeit immer treffender! Erzeuger und Verbraucher! Die Erzeuger steuern den Verbraucher in jede beliebige Richtung, machen Profite und lassen den Verbraucher glauben das er was zu sagen hätte.....mit Wahlen:-)

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ziehenimbein 04.01.2016, 18:15
5. Gilt aber leider nur für Einige!

Wer deutlich weniger Geld zur Verfügung hat profitiert nicht von sinkenden Ölpreisen, dafür braucht man ein Fahrzeug. Ich schätze, knapp die Hälfte der Bevölkerung sieht sich deutlicher steigenden Preisen gegenüber.

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matthias.ma 04.01.2016, 18:17
6. Interessante Zusatzinformation

Mal folgendem Link folgen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Hedonische_Methode

vermutlich liegt die Inflation also doch etwas höher, wird aber runtergerechnet.
Die Inflation wird solange ein derart harter Wettbewerb mit einem weltweiten Überangebot an Konsumgütern besteht, in der Beite kaum steigen. Bei der Möglichkeit Wohlstand aufzubewahren/zu sichern (Immobilienkauf, Wertpapiere, sichere Anlagen (hier bedeutet die hohe Inflation niedrige Zinsen)) ist die Inflation voll da (so 10-20% in 2015).

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euronote 04.01.2016, 18:30
7. und meine Krankenkasse hat mir ein tolles Angebot gemacht

1,4% Zusatzbeitrag schön versteckt ganz unten auf der ersten Seite im letzten Satz.Wurde nicht gerade Pflege -Soli erhöht?Der Geringverdiener hat auch nicht viel mehr in der Tasche.Immer wenn du 3 Euro mehr in der Tasche hast kommt einer und hält die Hand auf und so geht das seit Jahren,egal wer regiert.

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belinea12345 04.01.2016, 18:45
8. inwiefern ein niedriger Ölpreis zur Deflation führen soll

Das hat die EZB bis heute nicht schlüssig erklärt. Sinkende Preise bei Gütern wie Benzin führen nicht dazu, dass diese Güter später gekauft werden - man braucht sie nämlich jetzt und nicht in sechs Monaten. Entweder die EZB-Banker haben keine Ahnung von Wirtschaft oder sie verarschen die Bevölkerung. Beides halte ich für durchaus plausibel - von wegen "Leistungsträger".

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mit66jahren 04.01.2016, 18:47
9. Ist denn alles im Warenkorb eingepreist?

Die Preise für Nahrungsmittel, Kleidung und Mobilität steigen sicherlich nur wenig oder überhaupt nicht. Sind im Warenkorb aber auch die Preise fürs Wohnen und unsere Sicherheit ausreichend berücksichtigt? Der Normalverdiener tat sich schon immer schwer, eine Immobilie zu finanzieren. Heute sind die eigenen vier Wände in Ballungsgebieten für Durchschnittsverdiener kaum mehr zu schaffen. Nach den jüngsten Anschlägen von Paris wird auch bei uns die Sicherheitslage problematischer. Wir konnten dies kürzlich in Hannover, München und Köln sehen. Eine Verbesserung der Gesamtlage ist nicht zu erwarten. Höhere Ausgaben für Polizei und private Sicherheitsdienste stehen damit ins Haus.

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