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Verbraucherschützer klagen: 39 Euro Einrichtungsgebühr fürs Basiskonto
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Das Basiskonto sollte ein Konto für Jedermann sein, auch für Menschen mit schlechter Bonität wie Obdachlose oder Flüchtlinge. Doch die Banken verlangen teils drastische Gebühren - und müssen nun mit Klagen rechnen.

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seyffensteyn 11.09.2017, 15:27
1. Ich kann die Aufregung gar nicht verstehen,

man muß sich ja nicht die Bank aussuchen,die diesen Betrag einfordert.Es gibt genügend Banken,die das preisgünstiger machen!

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allessuper 11.09.2017, 15:30
2. Tja Leute, eine Bank sollte man ebenso sorgfältig wie Partner suchen.

Da geht es um Vertrauen. Ökobanken, Triodos Bank, GLS Bank, Ethik-Bank... freie Fahrt für freie Bürger!

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mwroer 11.09.2017, 15:36
3.

Welcher Mehraufwand soll das denn bitte sein? Es entfällt doch schon mal die Bonitätsprüfung und Schufa-Nachfrage wenn jemand kommt und sagt 'Ich bin obdachlos/nicht liquide/wasauch und brauche ein Basiskonto'.

Auch im späteren Betrieb gibt es keine Mehrkosten die ich mir vorstellen könnte. Überweisung ist Überweisung - da wird auch nur der Verfügungsrahmen automatisch geprüft und der Software ist egal von wo bis wo sie rechnet.

Das die gleichen Gebühren anfallen wie bei einem normalen Girokonto ist absolut logisch - aber mehr? Macht keinen Sinn.

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marty_gi 11.09.2017, 15:38
4. das MUSS darf grundsaetzlich nichts kosten

Wenn es gesetzlich vorgeschriebene MUSS-Dinge gibt, dann muss man diese auch kostenfrei erhalten. Das sollte der Staat, der die Regelungen erlaesst, dann auch aus den Staatfinanzen leisten. Dafuer gibt es ja schliesslich die Steuern.
Dazu wuerde ich nicht nur dieses Basis-Konto (in der gesetzlichen Auspraegung, wer was anders will zahlt dann eben) zaehlen. Sondern auch z.B. den Personalausweis (was mich schon seit Jahrzehnten aergert, dass ich das Ding haben muss, und dennoch dafuer bezahlen soll und es nach Jahren wieder abgeben muss, gegen erneute Zahlung).
Und - fuer solche Basisdinge ist dann auch kein Markt notwendig, wo man sich die Bank dann ausuchen muss, wie Kommentar #1 meint.

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sissibu 11.09.2017, 15:39
5. Meine Meinung!

Wenn jemand ( zum Beispiel eine Bank), glaubt er(sie) wäre einer der Intelligentesten, ist das menschlich, weil niemand gerne blöd ist!
Die Anderen jedoch für blöd zu halten, ist schon ein wenig dreist!
Haben die Banken nichts anderes zu tun?

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hoeffertobias 11.09.2017, 15:39
6. Seltsames Rechtsverständnis!

Natürlich benötigen Menschen ein Konto, keine Frage. Aber Menschen benötigen auch Strom, Nahrung, Kleidung Internet, Urlaub, Informationen, medizinische Versorgung und vieles mehr. Jetzt sollen also auch Supermärkte, Vermieter, Kneipen, Telekommunikationsunternehmen, Restaurants und Reisebüros, Krankenhäuser und Apotheken ihre Dienstleistungen umsonst anbieten? Ein Treppenwitz! Nicht die Banker sind für die Menschen verantwortlich, sondern der Staat! Und die Kosten für ein Konto muss eben der Staat aufbringen und nicht die Bank. Und wer meint, die Banken seien schlich zu teurer, der orientiere sich bitte an den Gebühren des öffentlichen Dienstes. Damit wäre ein Konto faktisch unbezahlbar!

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michael.renper 11.09.2017, 15:43
7. Die Personen die es betriftt kennen sich aber nicht so gut aus ...

Zitat von seyffensteyn
man muß sich ja nicht die Bank aussuchen,die diesen Betrag einfordert.Es gibt genügend Banken,die das preisgünstiger machen!
Das Gesetz soll ja besonders Personen am "Rander der Gesellschaft" die Möglichkeit geben ein Konto einzurichten und dabei die Hemmschwelle möglichst niedrig halten.
Nach meiner persönlichen Erfahrung sind dies:
- Obdachlose
- Funktionale Analphabeten
- Ausländer die sich erst kurz in Deutschland aufhalten - z.B. Studenten aber auch gut bezahlte legale Arbeitskräfte die (noch) kein Deutsche können.

Keine dieser Gruppen kann sich im Internet so einfach über das ideale Angebot informieren. Alle lassen sich durch "Schikanen" besonders leicht abschrecken.
Persönlich biete ich deshalb jedem nicht des Deutschen perfekt mächtigen Studenten bzw. neuen Kollegen an mit ihm/ihr zur Bank zu gehen um das Konto zu eröffnen.

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matti99 11.09.2017, 15:44
8. ist eben freie Marktwirtschaft

ja in der "freien" Marktwirtschaft gibt es eben Preisunterschiede vom Nullpreis bis zum Mondpreis. Aber gerade diese Kontengruppe und deren Inhaber sollten geschützt werden, nicht nur vor Inkasso und Gerichtsvollzieher. Hier könnten die öffentlich-rechtlichen Institute (also die Sparkassen mit dem Gewährsträger Staat, Gemeinde, Landkreis) doch gesetzlich verbindlich verpflichtet werden. Für diese Klientelgruppe ist auch Online-Banking sicherlich kein Wunsch, damit fallen ja auch die Direktbanken aus.

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mwroer 11.09.2017, 15:54
9.

Zitat von hoeffertobias
Natürlich benötigen Menschen ein Konto, keine Frage. Aber Menschen benötigen auch Strom, Nahrung, Kleidung Internet, Urlaub, Informationen, medizinische Versorgung und vieles mehr. Jetzt sollen also auch Supermärkte,......
Also wer Hartz4 bekommt oder Obdachlos ist, der soll dann für einen Liter Milch 1,50 zahlen, der Rest kommt mit 1,10 davon?

Es geht darum dass das Konto dort mehr kostet als das ganz normale Girokonto. Was irgendein Verein nun wieder daraus machen will ist eine ganz andere Geschichte und das ist, da haben Sie Recht, albern.

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