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Verlierer der Globalisierung: Trumps Vorteil im Handelskrieg
AP

Wer Donald Trumps Strafzoll-Attacken mit alten Freihandels-Gebeten kontert, macht den selbsternannten Retter der Globalisierungsverlierer nur noch stärker - und tut Rechtspopulisten weltweit einen Gefallen.

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nic 06.07.2018, 11:33
1. den selbsternannten Retter

Hauptsache gerettet!

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hergen.heinemann 06.07.2018, 11:36
2. Na sowas

Hat diesmal schon was, was er sagt. Nur, es gibt keine Exportzölle, sondern nur Imporzölle.

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Rosenhag 06.07.2018, 11:46
3.

Schön finde ich diese ansatzweise Erklärung, anstatt alle Abweichler vom "Mainstream" in die Böslingsecke zu stellen.

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tomxxx 06.07.2018, 11:48
4. Ich finde den Vergleich...

mit der Wirtschaftswissenschaft nicht zutreffend, weil es alles ausblendet was da zusammen mit China gemacht wurde. Real gesehen hat da ein Arbeitsmarkt in USA sich mit einem nach Plan arbeitenden Staatssystem zusammengetan. Dort wurden ALE Auflagen im sozialen und umwelt-Bereich ausser Kraft gesetzt. Egal ob die Chinesen auch wirtschaftlich konkurrieren konnten, ... das Ganze wurde finanziell abgefedert. Dafür hat China den Wallstreetlern Massen von Billigstwanderarbeitern angeboten und wollte dafür Know-how ins Land bekommen. Und nachdem die Wallstreetler im 3 -Monats-Rhythmus denken, haben sie Hurra gerufen. Insgesamt ist es also kein freier Markt, sondern ein im höchsten Mass unfaires System, dass auch nicht langfristig funktionieren kann. Aktuell lebt es noch vom Geld drucken, Abschreibungen gibt es ja in China nicht, und so gibt man sich der Illusion hin, dass alles in Ordnung ist.
Wenn man aber so ein System einführt wie hier, ist ja auch klar, dass der amerikanische Arbeiter sich dem chinesischen angleicht... und das geht halt nicht, davon kann der nicht leben!

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interessierter Laie 06.07.2018, 11:49
5. ja genau darum geht es...

man muss einen Strukturwandel abfedern und gestalten, aber es darf auch nicht darin ausarten, dass das Abfedern zum Dauerzustand wird. Und genau das macht Trump. Der Rust belt ist nicht zu retten indem man ihn unter einer Zollglocke konserviert. Das Gute: Wenn der Saldo positiv ist, ist auch das Geld dafür vorhanden. Dasselbe gilt für uns Deutsche. Wir haben auch Landstriche, die sich wandeln müssen. Die ehemaligen Kohlereviere, die ländlichen Regionen, die Schiffsbauregionen im Nordosten. Aber dazu braucht es weitsichtige Politiker und Unternehmer, kreative Köpfe, gute Schulen und Hochschulen und einen längeren Atem als eine Legislaturperiode. Und auch die Menschen müssen sich gedulden. Es kann auch mal 20 Jahre und mehr dauern. Zumal unser Lebensstandard mehr verlangt, als Mittelmaß. Will eine Region in Deutschland adäquate Jobs und gute Einkommen bieten, muss sie zur Weltspitze aufsteigen. Von 0 ist das ein weiter Weg...

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coyote13 06.07.2018, 11:49
6. Trump sagt . . .

. . . Handelskriege sind leicht zu gewinnen!
Schaun mer mal...

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Europa! 06.07.2018, 11:51
7. Globalisierung ist out

Freihandel und die damit verbundene Globalisierung betreffen nicht nur China, Japan, Europa und die USA. Vor allem auch Afrika und die arabische Welt waren davon betroffen, und die Folgen sind jetzt in Migrationsbewegungen zu besichtigen, die (aus geographischen und ideologischen Gründen) vor allem Europa betreffen. Eine Verlangsamung und Steuerung der Globalisierung ist dringend geboten.

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g_bec 06.07.2018, 12:02
8. Interessant.

Interessanter Ansatz. Aber vor allem der letzte Absatz impliziert ja, dass Geld in die Hand genommen werden muss, um sich um die Abgehängten zu kümmern und diese wieder in Lohn und Brot zu bringen, also ein staatliches Förderprogramm für z.B. berufliche Qualifizierung sowie Bildung und Infrastruktur in der Art des New Deal. Angesichts der Denke der Regierenden in den USA ist eine Initiierung solcher Maßnahmen denn aber doch eher unwahrscheinlich, da staatliche Unterstützung für Arbeitslose und Unterprivilegierte offenbar Teufelszeug (bzw. schon fast Kommunismus) ist. Außerdem verdienen Donnie und Co. ja nichts daran. Insofern ist die Idee des Autors schon tot bevor sie überhaupt in Betracht gezogen werden wird.

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eggshen 06.07.2018, 12:03
9. Jein...

Die Situation ist schon ein bißchen differenzierter. Zölle und Protektionismus sind mitunter tatsächlich sinnvoll und die westlichen Hintergedanken bei Chinas WTO-Beitritt haben sich nur bedingt erfüllt, dafür jedoch zu mehr oder weniger großen Verwerfungen in unseren Volkswirtschaften geführt.
Der größte 'Jobkiller' u.a. auch in den USA war die Produktivitätssteigerung. Wenn es dort z.B. seit dem Jahr 2000 keine Veränderungen gegeben hätte, wären (theoretisch) immer noch 20 Millionen Industriearbeiter in Lohn und Brot - statt der derzeitigen 12 Millionen. Stellt sich allenfalls die Frage, wer solche dermaßen unproduktiv verarbeiteten Güter am Ende kaufen soll.
Den Älteren unter uns kommen solche staatlich gelenkten Volkswirtschaften vermutlich bekannt vor. Das hat alles nicht wirklich funktioniert und am Ende zum völligen Kollaps geführt.

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