Forum: Wirtschaft
Verpackungswahn: Endlich müllfrei

Plastikstrudel im Ozean, Mikroplastik im Boden: Die Vermüllung des Planeten nimmt bedrohliche Ausmaße an. Wer in Deutschland wieviel Abfall erzeugt - und wie wir ihn loswerden können.

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spon-41d-frm9 21.05.2018, 19:05
1. besser vermeiden als recyceln oder verbrennen

seit einigen Jahren versuche ich Müll zu vermeiden,für mich mit Erfolg. Obst und Gemüse unverpackt kaufen, keine Plastikflaschen nur Glasflaschen, und schon gar kein Coffee to go. Doch ich finde, ich gehöre trotz der Berichterstattung, eher der Minderheit an das beweist auch das Sortiment, sogar in Bioläden, und im Supermarkt, das meiste ist verpackt. Beim Blick in die wägen und Körbe der Miteinkäufer sieht man die Ignorranz. Den meisten ist es egal, solange man nicht im Müllteppich im Pazifik selber schwimmen muss existiert der doch gar nicht - - - - Heute morgen auf der leeren sauberen Theresienwiese beim Walken, sehe ich einen Typen, grad aus dem Bett schlurfend, mit Zigarette und Kaffeebecher in den Händen. Warum kann man seinen Kaffee nicht zu Hause aus einer Tasse trinken? Frag ich mich. Ich wollte ihn ansprechen und fragen was er vor hat mit dem Becher, und mit der Zigarette, doch ich hab es dann doch gelassen, ich misch mich schon so oft ein und bekomm oft dafür Ärger.

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henne.k 21.05.2018, 19:30
2. Danke für die übersichtliche Zusammenfassung

Ich denke, im Verzicht, der Forschung nach effizienter abbaubarem Kunststoff aus nachwachsenden Rohstoffen und dem weiteren Erforschen plastikfressender Bakterien liegt die Lösung. Das betrifft aber Hersteller (Vermeidung/Umstieg), Kunden (Verzicht) wie Politik (Bereitstellung größerer Fördermittel für Forschung) in gleichen Teilen.

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henne.k 21.05.2018, 19:34
3.

Zitat von spon-41d-frm9
seit einigen Jahren versuche ich Müll zu vermeiden,für mich mit Erfolg. Obst und Gemüse unverpackt kaufen, keine Plastikflaschen nur Glasflaschen, und schon gar kein Coffee to go. Doch ich finde, ich gehöre trotz der Berichterstattung, eher der Minderheit an das beweist auch das Sortiment, sogar in Bioläden, und im Supermarkt, das meiste ist verpackt. Beim Blick in die wägen und Körbe der Miteinkäufer sieht man die Ignorranz. Den meisten ist es egal, solange man nicht im Müllteppich im Pazifik selber schwimmen muss existiert der doch gar nicht - - - - Heute morgen auf der leeren sauberen Theresienwiese beim Walken, sehe ich einen Typen, grad aus dem Bett schlurfend, mit Zigarette und Kaffeebecher in den Händen. Warum kann man seinen Kaffee nicht zu Hause aus einer Tasse trinken? Frag ich mich. Ich wollte ihn ansprechen und fragen was er vor hat mit dem Becher, und mit der Zigarette, doch ich hab es dann doch gelassen, ich misch mich schon so oft ein und bekomm oft dafür Ärger.
So sehe ich das auch und handhabe es auch so. Am Wochenende allerdings wollte ich mir einen Kaffee gönnen, als man ihn mir in einen Pappbecher einschenkte, kam dann der Aha-Moment. Normalerweise habe ich meinen Alubecher mit Leitungswasser immer dabei. Hier jedoch nicht. Das schlechte Gewissen, als ich bezahlte, zeigte mir, wie sehr manche Entscheidungen automatisiert oder ohne gebührende Reflexion stattfinden, wenn es mal schnell gehen muss. Jeder macht mal Fehler oder erlaubt sich mal das Abweichen von eigenen Idealen. Wichtig ist, dass man stetig zu diesen zurückkehrt, insofern sie förderlich für einen selbst und andere sind. Daher ist nicht jeder mit einem beschichteten Kaffeebecher in der Hand gleich ein Schwerverbrecher.

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promondo 21.05.2018, 19:50
4. Stop!

Wir müssen das stoppen! Die Umfrage zeigt, dass die meisten Menschen hier die Hersteller in der Verantwortung sehen. Genau. Das entspricht freiwilligen Beschränkungen in der Industrie überhaupt (wie die Entscheider in der Industrie über die Überlebenschancen ihrer eigenen Nachkommen denken erscheint, wenn nichts anderes, fragwürdig und unverständlich).

Also: Es ist in erster Linie der Gesetzgeber gefragt. Und dann der Verbraucher. Aber weil weder Gesetzgeber noch Hersteller ausreichend agieren, sind es wir, die Verbraucher, die gefragt sind.

Wir brauchen Bio-Lebensmittel ohne Plastik. Lasst uns in Unverpackt-Läden einkaufen, so viel es geht. Auf Wochenmärkten. Lasst uns sämtliche Plastikverpackungen in den Supermärkten zurücklassen (dazu gab es schon einige Aktionen).

Wir müssen den Missbrauch an Plastik (und sog. Bio-Plastik) stoppen.

Sonst wird's eng.

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sverris 21.05.2018, 20:08
5.

Es ist mindestens 5 vor 12 in dieser Sache. Und was ärgere ich mich, wenn selbst in Bioläden immer noch so viel Plastik als Verpackung dient. :(

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huuhbär 21.05.2018, 20:11
6. Dieses Müllproblem

hängt eindeutig mit dem Wirtschaftssystem zusammen. Probiert Mal Toilettenpapier ohne Plastikverpackung zu kaufen! Beim Metzger mit den eigenen Behältnissen einzukaufen! Meine Stoffbeutel sind uralt und schon sehr oft gewaschen. Außerdem verwende ich noch einen Einkaufskoerbe wie meine Oma schon verwendete für lose Waren, Gemüse usw.. Für mich gilt Hygiene ist eine sehr wichtige Sache in dieser Globalen Welt - Plastikmüll zu vermeiden noch eine viel Wichtigere. Nur denke ich in der Zwischenzeit die Menschheit hat hier schon den Zenit überschritten. Ob es noch ein zurück geben könnte. Mag ich sehr bezweifeln. Viel Glück Euch allen ZeilenleserInnen.

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5Minute 21.05.2018, 20:42
7. Supermarkt

Wenn ich im Supermarkt spontan einkaufe, dann bin ich seit neuem gezwungen eine Mehrwegtasche zu kaufen.
Bei uns zu Hause stapeln sich ca. 30 Mehrwegtaschen.

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henne.k 21.05.2018, 21:22
8.

Zitat von huuhbär
hängt eindeutig mit dem Wirtschaftssystem zusammen. Probiert Mal Toilettenpapier ohne Plastikverpackung zu kaufen! Beim Metzger mit den eigenen Behältnissen einzukaufen! Meine Stoffbeutel sind uralt und schon sehr oft gewaschen. Außerdem verwende ich noch einen Einkaufskoerbe wie meine Oma schon verwendete für lose Waren, Gemüse usw.. Für mich gilt Hygiene ist eine sehr wichtige Sache in dieser Globalen Welt - Plastikmüll zu vermeiden noch eine viel Wichtigere. Nur denke ich in der Zwischenzeit die Menschheit hat hier schon den Zenit überschritten. Ob es noch ein zurück geben könnte. Mag ich sehr bezweifeln. Viel Glück Euch allen ZeilenleserInnen.
Ich ernähre mich vegetarisch, daher habe ich selbst keine Erfahrungen in Bezug auf eigene Behältnisse beim Metzger. Ich weiß aber, dass so mancher Metzger das überhaupt nicht problematisch sieht und gerne auch in Tupperware und Co. füllt. Vielleicht einfach mal einen anderen Metzger ausprobieren. Die Fleischangelegenheit ist ohnehin mindestens genau so fragwürdig wie unser Plastikmüllproblem.

Wir haben immer noch die Chance, etwas zu ändern. Ein Supermarkt mit Abfüllmöglichkeiten in eigene Behältnisse wäre toll. Gibt es bei uns leider noch nicht.

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adlerblick 21.05.2018, 21:28
9. Plastikmüll ist Energieträger

Plastik ist in erster Linie umgewandeltes Erdöl. Es enthält i. d. R. noch mehr als 90 % der Energie des reinen Erdöls. Erdöl aber ist auch der Rohstoff für Benzin, Diesel- und Heizöl, die wir als Energieträger einsetzen. Warum sollen wir nicht Erdöl in einer Zwischenstufe einer nützlichen Verwendung zuführen, z. B. Einwegflaschen, die viel Energie einsparen, die sonst für Transport und Reinigung aufgewendet werden müsste, um sie danach als Energieträger anzusehen und z. B. in Müllheizkraftwerken in andere Energieformen überzuführen? Das Plastikproblem könnte so durch konsequente kontrollierte Verbrennung anstelle des direkten Heizöleinsatzes aus der Welt geschafft werden. Plasik sollte nicht als Rohstoff, der recycelt werden sollte, angesehen werden, sondern als Energieträger wie sein Ausgangsmaterial.

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