Forum: Wirtschaft
Verschwörungstheorien der Wirtschaft: Europäisches Roulette
dapd

Wenn Macht und Geld im Spiel sind, kennt die Phantasie keine Grenzen. SPIEGEL ONLINE präsentiert die schrägsten Verschwörungstheorien der Wirtschaft. Diesmal: Warum der Zerfall der Euro-Zone schon beim Entwurf der Geldscheine eingeplant wurde.

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GhostOfDorian 11.11.2012, 10:11
1. Es gibt noch viel gewichtigere Verschwörungstheorien

So behaupten die Befürworter einer Eurorettung um jeden Preis, dass bei Wiedereinführung der D-Mark die deutsche Exportwirtschaft zusammenbrechen würde. Wie wäre es, wenn der Spiegel auch diese Verschwörungstheorie aufdecken und vor allem widerlegen würde.

Immerhin hat Deutschland ein Szenario, bei dem die D-Mark gegenüber allen wichtigen Währungen massiv aufgewertet hat, beim Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems schon einmal erlebt. Der Exportwirtschaft ging es danach blendender denn je.

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DerScheinTrügt 11.11.2012, 10:45
2. Alles solange Theorien, bis sie sich als wahr herausstellen

...wie zum Beispiel die als Unsinn abgetane "Theorie", daß das in Amerika, England und Frankreich gelagerte deutsche Gold gar nicht da ist.
Interessanter Artikel bei Zerohedge, nach dem schon 1968 (sic) der Chefkassierer der Bank of England die New Yorker Notenbank darüber informiert hatte, daß das für die Deutschen gelagerte Gold nicht den internationalen Qualitätsanforderungen ("good delivery standard") genügte, und daß man die Bundesbank darüber besser nicht informieren sollte.
Exclusive: Bank Of England To The Fed: "No Indication Should, Of Course, Be Given To The Bundesbank..." | ZeroHedge

"Good delivery bars" müssen oben breiter als unten sein, damit sie leicht angehoben werden können, während alle aus Fort Know bzw. dem Tresor der NY Fed bekannten Bilder rechteckige Goldbarren zeigen, die aus eingeschmolzenen, 22-karätigen Münzen gegossen worden sind. Interessanter Kommentar diesbezüglich hier Exclusive: Bank Of England To The Fed: "No Indication Should, Of Course, Be Given To The Bundesbank..." | ZeroHedge

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van51 11.11.2012, 10:52
3. optional

so ganz verstanden habe ich ihren artikel aber nicht,oder zumindest so viel:
ich habe jeden tag mehrere scheine im portmonnait und sortiere sie aus,gebe sie beim nächsten einkauf ab und los bin ich sie(wenn sie die kassiererin annimmt!)
oder ich bringe sie zur bank werden dort aber zu einem niedrigeren wechselkurs angenommen(für einen spanien- 10ner bekäme ich also etwa 6,20e)
demnach dürfte ich mit einem deutschen -10ner viel mehr ware einkaufen können (wenn auch unter der hand), sonst würde es zu einer deflation führen..
aber warum sollte man ihre "wertlosen" scheine nicht nach und nach aus dem verkehr ziehen(es gibt ja auch alte markscheine bei den leuten)?
wenn man sich allein auf griechenland konzetrieren würde,dann wäre es doch allein wegen der geringen menge an geld sinnlos(und vielleicht teuer) so eine aktion durch zu ziehen...
oder habe ich iren bericht überhaupt nicht verstanden?

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ego_me_absolvo 11.11.2012, 11:38
4. Geht nicht!

[QUOTE=GhostOfDorian;11321373]So behaupten die Befürworter einer Eurorettung um jeden Preis, dass bei Wiedereinführung der D-Mark die deutsche Exportwirtschaft zusammenbrechen würde. Wie wäre es, wenn der Spiegel auch diese Verschwörungstheorie aufdecken und vor allem widerlegen würde.
...

[QUOTE]

Das wird der SPIEGEL nicht tun. Diese, verzeihung, Verschwörungstheorie passt nur all zu gut in die Hauslinie des SPIEGEL, dass der Euro das Ein und Alles der Weltökonomie ist. Gegen den Euro wird hier seitens der Redaktion niemals in einer Weise angeschrieben werden, die die Probleme des Euro und der Eurozone auch nur annähernd wahr wiedergibt. Da hat der SPEIGEL statt eines Brettes vor dem Kopf eben nur einen Stein im Aug'.
Im übrigen wird jedes irgendwo aufgebrachte Merkmal irgendwann genutzt werden. Auch wenn es anfangs harmlos erscheint, so ist doch bei solch delikaten -und zudem nicht veröffentlichten- Details stets davon auszugehen, dass sie dereinst eben nicht zu Nutzen und Frommen der Noteninhaber Anwendung finden werden.

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böseronkel 11.11.2012, 11:39
5.

Zitat von GhostOfDorian
Immerhin hat Deutschland ein Szenario, bei dem die D-Mark gegenüber allen wichtigen Währungen massiv aufgewertet hat, beim Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems schon einmal erlebt. Der Exportwirtschaft ging es danach blendender denn je.
Diese Einschätzung ist wohl leicht neben der Realität. Vom Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems bis zur Einführung des € hatte es die deutsche Exportwirtschaft wegen der überbewerteten DM ständig schwerer sich auf den globalen Märkten zu behaupten. Das ach so verachtete Peripherieland Italien konnte kurz vor Einführung des € Deutschland als Maschinenexporteur ernsthaft in Bedrängnis bringen.

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kdshp 11.11.2012, 11:40
6. Spiegel online

Zitat von sysop
Wenn Macht und Geld im Spiel sind, kennt die Phantasie keine Grenzen. SPIEGEL ONLINE präsentiert die schrägsten Verschwörungstheorien der Wirtschaft. Diesmal: Warum der Zerfall der Euro-Zone schon beim Entwurf der Geldscheine eingeplant wurde.
Die beste Verschwörungstheorie finde ich war ode rist das durch den EURO eien krise kommen wird! Als grund wurde von den Verschwörungstheoretikern ja immer die verschuldung der südlichen staaten angeführt. Das das ganze lächerlich ist erleben wir ja heute ganz nah mit.

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sappelkopp 11.11.2012, 12:18
7. Ich habe es tatsächlich erlebt...

Zitat von sysop
Wenn Macht und Geld im Spiel sind, kennt die Phantasie keine Grenzen. SPIEGEL ONLINE präsentiert die schrägsten Verschwörungstheorien der Wirtschaft. Diesmal: Warum der Zerfall der Euro-Zone schon beim Entwurf der Geldscheine eingeplant wurde.
...dass ein Kollege ein Zwei-Euro-Stück mit der griechischen Eule von mir nicht nehmen wollte, mit eben der o.g. Begründung. Ich konnte ihn dann damit überzeugen, dass er ja schon am gleichen Tag das Geld wieder ausgeben wird, um den Geburtstagsstrauß für die Kollegin zu kaufen. Sollte der Griechen-Euro nichts mehr wert sein, bekommt er einen neuen, einen Deutschen. Keine Ahnung, wie der drauf gekommen ist, ich vermutete, er liest zuviel Blöd-Zeitung.

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sappelkopp 11.11.2012, 12:23
8. Das kann SPON nicht...

Zitat von GhostOfDorian
So behaupten die Befürworter einer Eurorettung um jeden Preis, dass bei Wiedereinführung der D-Mark die deutsche Exportwirtschaft zusammenbrechen würde. Wie wäre es, wenn der Spiegel auch diese Verschwörungstheorie aufdecken und vor allem widerlegen würde. Immerhin hat Deutschland ein Szenario, bei dem die D-Mark gegenüber allen wichtigen Währungen massiv aufgewertet hat, beim Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems schon einmal erlebt. Der Exportwirtschaft ging es danach blendender denn je.
....weil es keine Verschwörungstheorie ist, sondern mit Logik zu tun hat. Sicherlich mag es so sein, dass sich das viele Jahre später beruhigen wird, aber ob unserer Volkswirtschaft bis dahin den Lebensstandard halten könnte, ist fraglich.
Das ewige Gejaule um die alte D-Mark nervt und wird sich mit dem Aussterben jener erledigen, die dieses Zahlungsmittel erlebt haben.

In dem Zusammenhang, die Verschwörungstheorie, das es uns mit der D-Mark besser gehen würde, die wäre es auch mal wert, aufgeklärt zu werden.

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opag78 11.11.2012, 12:27
9. Der SPIEGEL schreibt fuer seine Leser

Zitat von
Das wird der SPIEGEL nicht tun. Diese, verzeihung, Verschwörungstheorie passt nur all zu gut in die Hauslinie des SPIEGEL, dass der Euro das Ein und Alles der Weltökonomie ist. Gegen den Euro wird hier seitens der Redaktion niemals in einer Weise angeschrieben werden, die die Probleme des Euro und der Eurozone auch nur annähernd wahr wiedergibt. Da hat der SPIEGEL statt eines Brettes vor dem Kopf eben nur einen Stein im Aug'.
Vielleicht ist das weniger eine Frage, was die Spiegel-Redaktion schreiben moechte, als vielmehr was die Leser lesen moechten. Dieser durchschnittliche Leser hat keine Lust irgendwelche an der Haaren herbeigezogenen Horrorszenarien vorgesetzt zu bekommen, welche die "Verarmung" und den "Untergang" durch den Euro herbeischreiben wollen. Da sie ihren Kopf (und weniger ihrem Bauch) vertrauen, wissen der Spiegel und seine Leser, dass jede Krise auch wieder vorbeigeht und das langfristig eine Einigung (wie der Aufbau eines geeinten Europas) immer mehr Vorteile fuer alle Bewohner bringt, als eine kurzfristig gedachte Kleinstaaterei.

Bereits vor wenigen Monaten hat der 'Economist' eine sehr interessante positive Zukunftsvision Europas beschrieben (und solche positive Toene zu Europa ist man normalerweise aus London nicht gewoehnt). Daran sollte man sich eher halten, als immer und ueberall den ach so furchtbaren Probleme zu sehen.

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