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Vize-Chef der US-Umweltbehörde: Kohlelobbyist soll Kohleindustrie beaufsichtigen
Bloomberg via Getty Images

Bislang kämpfte Andrew Wheeler für die Interessen der US-Kohlebranche, nun soll er sie als Vize der Umweltbehörde EPA überwachen. Umweltschützer finden die Entscheidung von US-Präsident Trump "absolut grauenerregend".

stefan7777 06.10.2017, 09:07
1. 4 verlorene Jahre für die USA

Und 4 gewonnene für den Rest der Welt.
Die USA bringen sich mit ihrer aktuellen Reaktivierung der fossilen und besonders der Frakinggas-, Kohleförderung ins Abseits. Die Forschung und Entwicklung für langfristige Alternativen, wird sich in diesen 4 Jahren etwas verlagern und ganz andere Gewinnler zu Tage bringen. Ob es wir sein werden bezweifle ich stark, da mit Merkel wohl eher keine Vision einer echten Energiewende zustande kommt, die die Braunkohle kassiert.

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nesmo 06.10.2017, 09:15
2. Trump ist mit unseren üblichen Kategorien nicht mehr beschreibbar

Es klingt so absurd, den Lobbyisten zum Kontrolleur zu machen wie den Bock zum Gärtner. Wie kann das Trump rechtfertigen, wie können seine Anhänger das unterstützen? Es geht offenbar nicht mehr um Werte an sich, Werte von Logik in der Moral, von konsequenter Demokratie, es geht ums "Fressen und dann erst kommt die Moral". Den Arbeitern und ihren Arbeitgebern in der amerikanischen Kohleindustrie steht das Wasser bis zum Hals. Die gesunkenen Ölpreise lassen eine ökologische Kohleindustrie nicht mehr zu. Staatlich geförderte teure Übergangsregelungen wie in Europa sind den Amerikanern fremd. Man muss sich entscheiden, Untergang der Kohleindustrie oder Ökologie. Da letzteres "nur" ein "Prinzip" sei, die Kohlearbeiter aber real sind, ist klar, was für Trump als "first" gilt. Moralische Kategorien sind für Trump bestenfalls Beiwerk, das man sich leisten können muss.

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Ökofred 06.10.2017, 10:53
3. keine Chance

Zitat von nesmo
Es klingt so absurd, den Lobbyisten zum Kontrolleur zu machen wie den Bock zum Gärtner. Wie kann das Trump rechtfertigen, wie können seine Anhänger das unterstützen? Es geht offenbar nicht mehr um Werte an sich, Werte von Logik in der Moral, von konsequenter Demokratie, es geht ums "Fressen und dann erst kommt die Moral". Den Arbeitern und ihren Arbeitgebern in der amerikanischen Kohleindustrie steht das Wasser bis zum Hals. Die gesunkenen Ölpreise lassen eine ökologische Kohleindustrie nicht mehr zu. Staatlich geförderte teure Übergangsregelungen wie in Europa sind den Amerikanern fremd. Man muss sich entscheiden, Untergang der Kohleindustrie oder Ökologie. Da letzteres "nur" ein "Prinzip" sei, die Kohlearbeiter aber real sind, ist klar, was für Trump als "first" gilt. Moralische Kategorien sind für Trump bestenfalls Beiwerk, das man sich leisten können muss.
Die amerikanische Kohleindustrie ist ohnehin am Ende, da sie auch "unökologisch" von den Kosten nicht mehr mithalten kann - wenn neue Minen oder Kraftwerke nötig werden. Und das ist wg Erschöpfung und Abschreibung mehr und mehr der Fall (und weil ihnen zukünftig die Kunden wegbrechen, amerikansiche Kohle wird momentan auch nach D geliefert)
Gegen Erdgas und Windenergie (zukünftig auch Solar) kann die Kohle kostentechnisch nicht bestehen, zumal ja Trump auch das Fracking fördert - ein Widerspruch in sich.

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Beat Adler 06.10.2017, 11:25
4. Viele US Staedte und Staaten halten am Ausbau der alternativen Energie

Zitat von stefan7777
Und 4 gewonnene für den Rest der Welt. Die USA bringen sich mit ihrer aktuellen Reaktivierung der fossilen und besonders der Frakinggas-, Kohleförderung ins Abseits. Die Forschung und Entwicklung für langfristige .....
Viele US Staedte und Staaten halten am Ausbau der alternativen Energien fest. Voellig unerheblich was das Weisse Haus zusammen mit der EPA will oder beschliesst. Der Grund ist einfach: Alternative Energien sind heute viel billiger wie clean coal.
Was ist eigentlich "clean" an der coal?

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elCaputo 06.10.2017, 11:46
5. Ist es nicht fein...

Ist es nicht fein, dass so etwas im guten alten, durch und durch demokratischen und von jeder Vetternwirtschaft gefeiten Deutschland NIEMALS passieren könnte? Herrlich, dieses mit dem Finger auf andere zeigen. Ein Lobbyist als Minister? In Deutschland doch undenkbar!
Ein Verkehrsminister Dobrindt geht sicherlich nur deshalb nach dem Dieselskandal so sanft mit den Autobauern um, weil er grundsätzlich niemandem Probleme machen oder gar Kosten verursachen will. Da müsste man schon ausländischer Autobahnnutzer sein.
Oder Frau Hendricks, das ist unsere Bundesumweltministerin, die natürlich weit davon entfernt ist, den Bauern ihren Gülle-Import und die Nitratverseuchung unseres Grundwassers einfach so durchgehen zu lassen. Was hat sie nicht getobt und Gesetzesvorschläge eingebracht, um das zu verbieten... Ach, hat sie gar nicht? Und gegen die massive Subventionierung der Landwirte, die unzweifelhaft auf den Prüfstand gehört, hat sie auch nichts einzuwenden? Potzblitz! Jetzt sage nur noch einer, unsere Verteidigungsministerin kauft für viel Geld immer noch bei denselben lausigen Herstellern ein, die ihr mittelalterliche Dschunken als Fregatten, hitzeunverträgliche Feuerwaffen für die Wüste und fluguntüchtige Wohnwagen als Hubschrauber verkauft haben.
Gut, dass Amerika so weit weg ist...

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les2005 06.10.2017, 12:35
6.

Zitat von elCaputo
Ist es nicht fein, dass so etwas im guten alten, durch und durch demokratischen und von jeder Vetternwirtschaft gefeiten Deutschland NIEMALS passieren könnte? Herrlich, dieses mit dem Finger auf andere zeigen. Ein Lobbyist als Minister? In Deutschland doch undenkbar! Ein Verkehrsminister Dobrindt geht sicherlich nur deshalb nach dem Dieselskandal so sanft mit den Autobauern um, weil er grundsätzlich niemandem Probleme machen oder gar Kosten verursachen will. Da müsste man schon ausländischer Autobahnnutzer sein. Oder Frau Hendricks, das ist unsere Bundesumweltministerin, die natürlich weit davon entfernt ist, den Bauern ihren Gülle-Import und die Nitratverseuchung unseres Grundwassers einfach so durchgehen zu lassen. Was hat sie nicht getobt und Gesetzesvorschläge eingebracht, um das zu verbieten... Ach, hat sie gar nicht? Und gegen die massive Subventionierung der Landwirte, die unzweifelhaft auf den Prüfstand gehört, hat sie auch nichts einzuwenden? Potzblitz! Jetzt sage nur noch einer, unsere Verteidigungsministerin kauft für viel Geld immer noch bei denselben lausigen Herstellern ein, die ihr mittelalterliche Dschunken als Fregatten, hitzeunverträgliche Feuerwaffen für die Wüste und fluguntüchtige Wohnwagen als Hubschrauber verkauft haben. Gut, dass Amerika so weit weg ist...
verstehe nicht was das eine mit dem anderen zu tun hat. Ja, Dobrindt ist ein Ärgernis. Nein, es ist nicht Hendricks sondern das Landwirtschaftsministerium das im Falle der Bauern bremst. Auch aus meiner Sicht vertreten diese beiden Ministerien die Interessen ihrere Klientel (Autoindustrie, Landwirte), nicht die der Bürger. Das Beispiel Verteidigungsministerium ist dagegen komplett abwegig. Von der Leyen mag alles mögliche sein, aber bestimmt nicht Lobbyistin für die Rüstungsindustrie.

Trotzdem - was hat das mit dem Fall EPA zu tun? Darf über Mißstände woanders nur berichtet werden, wenn in Deutschland alles eitel Sonnenschein ist? Demnach dürfte man also über gar nichts im Ausland berichten? Merkwürdige Logik.

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steffen.ganzmann 06.10.2017, 16:30
7. Stimmt!

Zitat von Beat Adler
Viele US Staedte und Staaten halten am Ausbau der alternativen Energien fest. Voellig unerheblich was das Weisse Haus zusammen mit der EPA will oder beschliesst. Der Grund ist einfach: Alternative Energien sind heute viel billiger wie clean coal [...]
Der Staat Washington zum Beispiel erzeugt seinen Strom komplett durch Windenergie und kann seinen Nachbarn noch was verkaufen ...

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