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Warenhauskonzerne: Kaufhof und Karstadt besiegeln Fusion
DPA

Kaufhof und Karstadt haben offiziell ihren Zusammenschluss verkündet. Laut einem Medienbericht könnten bis zu 5000 Jobs wegfallen.

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zeisig 11.09.2018, 10:18
10. Vor Ort einkaufen.

Zitat von zensurgegner2017
Da sieht man, wie weit es Besitzstandswahrer und Gestrige bringen bzw was diese verbrechen Fakt 1: Kaufhof Karstadt und Co haben ein Geschäftsmodell, was schlicht überholt ist Fakt 2: Entweder man fusioniert und spart wo man kann, oder man stirbt einen Ratentod. Fakt 3: Nun wird lamentiert, dass ja 5000 Jobs wegfallen .... Was wäre denn, wenn man die erhalten würde? Verlieren dann alle 20.000 den Job, nur weil man langsam ausblutet? Auch dieses Gutmenschgerede, dass man doch gefälligst vor Ort einkaufen solle, #moralapostel# ist zwar schön und "edel", aber klappt schlicht nicht, da für viele gar nicht machbar
Vor Ort einkaufen hat nun wahrlich nichts mit Gutmenschentum zu tun. Ich jedenfalls fahre lieber 10 km ins nächste Kaufhaus als 100 km.

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zeisig 11.09.2018, 10:20
11. Teilweise richtig.

Zitat von exHotelmanager
... geht mit der Zeit. Diesen bekannten Spruch kann man jedem Mitarbeiter in den Kaufhäuser entgegenbringen. Die Stimmung in den Betrieben ist seit Jahren so mies, dass man als Kunde einfach nicht mehr dort hineingehen will. Das aber muss sich jede/r VerkäuferIn vorwerfen lassen. Der Fisch stinkt hier vom Fuße her. Wer es nicht glaubt, besuche mal Kaufhäuser in anderen, kultivierten Ländern. Überall ist das Personal dem Kunden zugewandt, nur in Deutschland nicht.
Ja, es mag schon stimmen, daß die Arbeitsbedingungen einschließlich Gehalt für das Personal nicht gut sind. Trotzdem oder gerade deswegen kaufe ich im Kaufhaus.

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bohrendeworte 11.09.2018, 10:25
12.

Zitat von derBob
Es ist schon erstaunlich. Da hatte Karstadt mit Neckermann und Quelle Firmen im Portfolio, die weit bevor Amazon gegründet wurde, den Versandhandel betrieben. Vermutlich weil man meinte, das "Neuland" "braucht kein Mensch" hat man den aufkeimenden Online-Handel belächelt und das Verfahren mit Postkarten und 4-Wöchiger Lieferzeit auf Krampf beizubehalten. Als es dann zu spät war, hatte natürlich nicht der ehemalige Riese schuld, sondern der kleine agile Zwerg...
Richtig. Es sind die neunmalklugen BWL-Koniferen, die für Quelle und Neckermann arbeiteten. Mit der oftmals BWL-spezifischen Mischung aus Inselbegabung, Arroganz und maximaler Inkompetenz haben diese Luschen das Online-Geschäft erfolgreich ignoriert. Nach dem Kollaps von Quelle und Neckermann sind diese Herren sicherlich alle wieder gut untergekommen.

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antoculos 11.09.2018, 10:26
13. Servicefreundlichkeit

"Die Stimmung in den Betrieben ist seit Jahren so mies, dass man als Kunde einfach nicht mehr dort hineingehen will. Das aber muss sich jede/r VerkäuferIn vorwerfen lassen. Der Fisch stinkt hier vom Fuße her. Wer es nicht glaubt, besuche mal Kaufhäuser in anderen, kultivierten Ländern. Überall ist das Personal dem Kunden zugewandt, nur in Deutschland nicht."


Genau so ist es. Nicht nur bei Kaufhof/Karstadt. Mangelnde Servicefreundlichkeit ist ein gesamtdeutsches Problem. Schwerpunkt: Osten. Wenn man da nur vier Scheiben Käse will, stellen sie sich an, als würden sie heute noch "Bückware" verkaufen.

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schwester arno 11.09.2018, 10:30
14.

Zitat von zensurgegner2017
Bemerkenswert ist vor allem eines: Die Moralapostel verunglimpfen gleich mit "göbbelsche Hohlfloskel" und implizieren, dass man das so ja nicht nutzen dürfe. Um die Sache selber gehts diesen Moralaposteln nicht Man darf was nicht sagen...also labert man lieber am Thema vorbei, politisch korrekt, inhaltlich schwachfug
Jetzt haben Sie mir es mit den ganzem Sammelsurium an Hohlfloskeln so richtig gegeben, bravo.
Genau das ist Ihre Argumentationsweise, man "dürfe das nicht verwenden", sie verwenden es doch, es hat Ihnen keiner verboten, so what? Ich impliziere gar nichts, im Gegensatz zu Ihnen mit Ihren Fakten und Vorwürfen. Sie begeben sich mit Ihren Hohlfloskeln auf eine Ebene, z.B mit Moralapostel und Gutmensch (hatte Goebbels ja verwendet, oder möchten Sie das bestreiten?) alles erschlagen zu können. Aber bleiben Sie schön politisch inkorrekt, was immer das auch ist. Ist aber schon komisch, dass Sie auf einen Hinweis, so reagieren, als würde ich etwas verbieten wollen, immer schön in der Opferrolle bleiben, das hat Methode oder?

Übrigens gehöre ich nicht zu den "Moralaposteln", die sagt, wo wer einzukaufen hat, ich lasse mir das nämlich von anderen auch nicht sagen. Und ob ein Geschäftsmodell läuft, entscheidet der Markt, nicht wir (bzw. nur in geringem Masse, durch unsere Entscheidung, da einzukaufen, wo es uns beliebt). Wenn es 5000 Jobs kosten sollte, ist das leider so, es ist besser als wenn beide Unternehmen pleite gehen. Aber ob das ausreicht, wird die Zeit zeigen. (Sie sehen, man kann das gleiche auch sagen, ohne mit Pseudofakten aufzuwarten und andere gleichmal zu diskretieren. Aber der Politisch Inkorrekte, zieht wohl aus Anschuldigungen und Vorwürfen, sein Lebenselexir, oder etwa nicht?)

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dasfred 11.09.2018, 10:35
15. Das Kaufhaus hatte mal alles unter einem Dach

Egal was man im Haushalt benötigte, man wurde dort fünfzig. Daneben siedelten Fachgeschäfte für den gehobenen Bedarf und Spezialgeschäfte. Heute überall nur noch mittelmäßige Sortimente für den Massengeschmack und rundherum Starbucks, Freßtempel und Klamottenketten. Mir ist es ein Rätsel, wie sich die Kaufhäuser jetzt neu erfinden wollen. Offensichtlich nicht mit besserer persönlicher Beratung. Oder die Hersteller schicken ihre eigenen Verkäufer gleich mit, so wie in den Elektromärkten. Ich möchte noch kurz auf den ersten Poster eingehen. Nirgends habe ich stärker erlebt wie bei Karstadt, dass der Kunde nur ein lästiger Störer ist, der sich ständig in Privatgespräche einmischt, die man dort nicht im Pausenraum sondern hinter der Kasseninsel führt.

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Sonne80 11.09.2018, 10:37
16.

.... bin bei Kaufhof immer engagiert u extrem zuvorkommend bedient worden! Kann jedoch sagen, dass ich oft Kunden erlebe, deren Verhalten Verkäufern gegenüber sehr zu wünschen übrig lässt. Eine Schande

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schwester arno 11.09.2018, 10:37
17.

Zitat von zeisig
Egal was passiert, egal wer mit wem fusioniert, Hauptsache das gute alte Kaufhaus bleibt. Nichts anderes interessiert die Kunden. Nicht daß da jemand glaubt, das Rad neu erfinden zu müssen.
Nur interessiert es viele Kunden nicht wirklich, sonst wären die Kaufhausketten nicht in dieser Lage. Aber das Kaufverhalten hat sich nunmal geändert, insbesondere durch den Onlinehandel, die Kaufhausketten haben darauf nicht rechtzeitig reagiert.

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MPonto 11.09.2018, 10:50
18. Der Vampir HBC

Was leider im Artikel hier vergessen wird zu erwähnen:
HBC hat ein schönes Geschäftsmodell: Die haben Kaufhof durch überteuerte Mietpreise leer gesaugt. Da kann man dann nach außen hin immer schön schreien: "Das Personal ist schlecht! Das Konzept ist veraltet!"
Die Wahrheit ist: Wenn man die Firmen total ausquetscht, so dass keine Gelder mehr Investitionen da sind, die Gehälter der Mitarbeiter sinken und dadurch deren Zufriedenheit - da ist jedes Unternehmen zum Untergang verdammt.

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Spr. 11.09.2018, 10:55
19.

Zitat von sh.stefan.heitmann
Ich weiß ja nicht wo sie wohnen oder welchen Kaufhof/Karstadt sie meinen, aber das ist wohl eher ein persönliches Erlebniss. Ich besuche unseren regelmäßig und ich kann nichts dergleichen feststellen. Vielleicht liegt es aber auc einfach an den Personen die den Laden betreten...
Wie bei anderen Ladenketten ist das Klima von Filiale zu Filiale verschieden. In Düsseldorf habe ich sowohl Karstadt als auch Kaufhof oft besucht, schon weil ich direkt daneben gearbeitet habe, und hatte dort nie Grund zur Klage. Das war allerdings in den 80er und 90er Jahren des letzten Jahrhunderts. Den hiesigen Kaufhof dagegen meide ich schon seit Jahren, weil ich nach jedem Besuch dort verärgert war. Das mag etwas mit dem Internet zu tun haben, aber bei der hiesigen Filiale von Peek und Cloppenburg, immerhin auch ein Kaufhaus, gibt es nach wie vor keinen Grund zur Klage.

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