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Warenhauskonzerne: Kaufhof und Karstadt besiegeln Fusion
DPA

Kaufhof und Karstadt haben offiziell ihren Zusammenschluss verkündet. Laut einem Medienbericht könnten bis zu 5000 Jobs wegfallen.

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funny-smartie 11.09.2018, 14:01
40. So ...

Zitat von blubbi127
Sie legen sich die Argumente halt so hin, dass sie zu Ihrer Meinung passen, gelle? Die Rechnung an den entscheidenden Punkten vereinfachen und fertig ist die Laube. 1. Nicht jeder der 250 Personen fährt mit dem Auto in Stadt! In Gebieten, in denen Warenhäuser stehen, gibt es sowas wie öffentliche Verkehrsmittel - tolle Sache übrigens auch für Leute wie Sie, die ja so gerne das Ökologie-Argument bringen. 2. Wer in die Stadt fährt, kauft i.d.R. nicht nur ein Teil, sondern besucht mehrere Geschäfte auf einmal. Online werden aber Socken, Radios, Spielzeug usw. nicht von einem Shop geordert - und wenn, dann kommt auch jedes Teil aus einem anderen Lager, Stichwort "Marketplace". 3. Ein Drittel aller online bestellten Artikel geht den kompletten Weg wieder zurück, Fernabsatzgesetz macht es möglich. Also doppelte Belastung bei jdeder dritten Bestellung. Aber halt! Da die Schuhe in 41 nicht gepasst haben, bestelle ich sie einfach nochmal in 42... Und der Wahnsinn geht von vorne los. Merken Sie was? So einfach kann man sich online nicht schönrechnen, das ist einfach Quatsch.
... schauts aus!

Und leider, weil wir "alle" keine Zeit mehr haben, bestellen wir immer dann, wenn es uns gerade in den Kopf kommt "einzeln". Anstatt dass man gezielt sich für diverse Dinge Zeit nimmt, und wie mein Vorschreiber es nennt, nicht NUR wegen einem Artikel die Innenstadt aufsucht. Selber fahre ich viel mit dem Fahrrad (10km einfache Entfernung) in die Innenstadt, da ich sehr gezielt mein Fahrrad abstellen kann, oder aber ich fahre, dank Job-Ticket, mit dem Bus in die Stadt. Oder aber, weil ich im Baumarkt viele Dinge und größere benötige, nehme ich auf dem Weg hin oder auch zurück den Umweg ins Parkhaus und gehe mal schnell gezielt in der Innenstadt die gewünschten Geschäfte aufsuchen.

Achja, innerhalb von 5 Jahren hat sich die Anzahl der Papiertonnen in unserer Hausgemeinschaft verdoppelt. Warum wohl???? Also Tageszeitungen bekommen unsere Bewohner, Durchschnittalter zw. 28 und 35 Jahre, nicht mehr morgens geliefert. Hmmmm, es könnte vielleicht auch an der Vielzahl der Versandpakete liegen, ein Hausbewohner (Rentner) nimmt im Schnitt 3 bis 5 Pakete pro Tag dem Zusteller für alle auf der Arbeit befindlichen Hausbewohner entgegen. Nein, liegt mit Sicherheit NICHT am Onlinehandel, oder?

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Freddi 11.09.2018, 14:45
41. Lieber exHotelmanager, es ist nicht richtig,

dass "überall das Personal dem Kunden zugewandt ist, nur in Deutschland nicht.
Und, der Fisch stinkt bei Karstadt und Kaufhof vom Kopf, nicht vom "Fuße her".

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neurobi 11.09.2018, 15:29
42.

Zitat von derBob
Es ist schon erstaunlich. Da hatte Karstadt mit Neckermann und Quelle Firmen im Portfolio, die weit bevor Amazon gegründet wurde, den Versandhandel betrieben.
Nicht nur das, es hatte mit Schauland einen Unterhaltungselektronik-Spezialisten, lange bevor es Saturn und Mediamarkt gegeben hat.

Beide Unternehmen wurden kaputt gespart, zuerst Karstadt und dann Kaufhof. Und auch wenn Karstadt jetzt schwarze Zahlen schreiben soll, es ist noch kaputter als Kaufhof.

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markus_wienken 11.09.2018, 15:56
43.

Zitat von funny-smartie
... wie Sie denken, denken LEIDER zu viele! Kein Wunder dass die ganzen Bäckereien, Metzgereien, Wochenmärkte und natürlich u.a. die Warenhäuser alle den Bach runtergehen und schließen. Viel Spaß mit den Brötchen aus dem Backautomat und der Vielzahl von Rückrufen von Discountern, die leider "schlechte" Ware anbieten da jeder Cent dem Hersteller bis aufs Letzte rausgequetscht wird. Oder aber die Wurst aus dem Markt alle einheitlich schmeckt, nämlich nach Plastik. Haben Sie mal die Sendungsdetails Ihrer Pakete der letzten Woche eingesehen? Bei jedem "neuen" Ortsnamen pro Sendungsabschnitt war das Paket mit einem anderen Fahrzeug unterwegs. Ohne dem Vertriebsweg VOR Ihrer Bestellung beim Onlinehändler. Mich wundert der viele Güterverkehr auf den Autobahnen nicht mehr. Im Grunde müsste der Paketversand aus meiner Sicht doppelt so teuer werden um diesen Irrsinn "bei mir kommt doch nur ein Paket an" im Zaum gehalten wird. Klar, wir als Verbraucher stören uns auch nicht, wenn mal wieder Amazon-Mitarbeiter streiken oder aber die Arbeitsbedingungen nicht einhalten werden. Ist ja nicht unser Problem, sondern die des Onlinehändlers, der sich im Grunde dem "Markt" anpassen muss.
Warum sollte es mich stören, wenn Geschäfte/Warenhäuser/Wochenmärkte den Bach runtergehen? Dann kaufen die Kunden und ich halt woanders.
Und was genau spricht gegen Brötchen aus dem Backautomat? Bäcker mit eigener Backstube werden Sie in Deutschland kaum noch finden.
Ab und an backe ich auch selbst, klappt ganz gut.
Die Rückrufen von Discountern haben den Vorteil, dass überhaupt mal etwas zurück gerufen wurde. Probleme mit Produkten gab es früher sicherlich auch…ist nur kaum jemanden aufgefallen oder wurde unter dem Tisch gekehrt.
Da ich regelmäßig bei diversen Discountern einkaufe: Soo viele Rückrufe sind es nun wirklich nicht.
Auch Streiks von Amazon Mitarbeitern stören mich nicht wirklich, ich finde es gut wenn sie versuchen für bessere Bedingungen/Lohn zu kämpfen. Das ist das Recht eines jeden Arbeitnehmers und findet mein Wohlwollen.

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zensurgegner2017 11.09.2018, 16:11
44.

Zitat von funny-smartie
... wie Sie denken, denken LEIDER zu viele! Kein Wunder dass die ganzen Bäckereien, Metzgereien, Wochenmärkte und natürlich u.a. die Warenhäuser alle den Bach runtergehen und schließen. Viel Spaß mit den Brötchen aus dem Backautomat und der Vielzahl von Rückrufen von Discountern, die leider "schlechte" Ware anbieten da jeder Cent dem Hersteller bis aufs Letzte rausgequetscht wird. Oder aber die Wurst aus dem Markt alle einheitlich schmeckt, nämlich nach Plastik. Haben Sie mal die Sendungsdetails Ihrer Pakete der letzten Woche eingesehen? Bei jedem "neuen" Ortsnamen pro Sendungsabschnitt war das Paket mit einem anderen Fahrzeug unterwegs. Ohne dem Vertriebsweg VOR Ihrer Bestellung beim Onlinehändler. Mich wundert der viele Güterverkehr auf den Autobahnen nicht mehr. Im Grunde müsste der Paketversand aus meiner Sicht doppelt so teuer werden um diesen Irrsinn "bei mir kommt doch nur ein Paket an" im Zaum gehalten wird. Klar, wir als Verbraucher stören uns auch nicht, wenn mal wieder Amazon-Mitarbeiter streiken oder aber die Arbeitsbedingungen nicht einhalten werden. Ist ja nicht unser Problem, sondern die des Onlinehändlers, der sich im Grunde dem "Markt" anpassen muss.
Das Gegenteil ist der Fall
Zukunftsverweigerer, Bedenkenträger und Verhinderer sorgen dafür, dass sich nichts ändert bzw schneckelnagsam ändert

Mal eine Variante zum Nachdenken -wird woanders bereits umgesetzt

1: Innenstädte gewinnen Straßen und Parkraum für Bewohner zurück, da der Verkehr abnimmt
2: Dadurch wird der Raum durch kleinere Qualitätsshops belegt
3: Verteilerzentren am Rande einer Gegend bündeln die Pakete diversester Versender so dass EIN Bote die Sendungen von mehreren Warenhäusern anliefert

Und Güterverkehr auf Autobahnen:
Also ob man 1 Tonne Ware ins Kaufhaus bringt, und von dort 1 Tonne Ware vom Kunden abgeholt wird oder diese Tonne direkt zum Endkunden geht, das ist sicherlich keine Frage, was ökologischer ist

Es gibt einige Studien zum Thema onlineshopping und ökologischer Abdruck. Keine einzige (mir bekannte Studie) hat zum Ergebnis, dass Offline einkaufen ökologischer ist.
Im Gegenteil, 2/3 gehen davon aus, dass online trotz retouren ökologischer sein dürfte

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funny-smartie 11.09.2018, 17:40
45. Sehen Sie, ...

Zitat von markus_wienken
Warum sollte es mich stören, wenn Geschäfte/Warenhäuser/Wochenmärkte den Bach runtergehen? Dann kaufen die Kunden und ich halt woanders. Und was genau spricht gegen Brötchen aus dem Backautomat? Bäcker mit eigener Backstube werden Sie in Deutschland kaum noch finden. Ab und an backe ich auch selbst, klappt ganz gut. Die Rückrufen von Discountern haben den Vorteil, dass überhaupt mal etwas zurück gerufen wurde. Probleme mit Produkten gab es früher sicherlich auch…ist nur kaum jemanden aufgefallen oder wurde unter dem Tisch gekehrt. Da ich regelmäßig bei diversen Discountern einkaufe: Soo viele Rückrufe sind es nun wirklich nicht. Auch Streiks von Amazon Mitarbeitern stören mich nicht wirklich, ich finde es gut wenn sie versuchen für bessere Bedingungen/Lohn zu kämpfen. Das ist das Recht eines jeden Arbeitnehmers und findet mein Wohlwollen.
Sie haben Ihre Meinung und ich meine. Auch wenn Sie es nicht glauben wollen, aber ich mache mir die Mühe mit Aufsuchen von Handwerks-Bäckereien und Wochenmärkte. Natürlich nur einmal die Woche am Wochenende, aber dafür im Zuge des Wocheneinkaufs.

Wenn Ihnen all dies so egal ist, dann können von mir auch die Discounter ihre Artikel zu ems hohen Preisen verkaufen, sodass der Milch- und Eierbauer zumindestens seine Kosten bezahlt bekommt. Vielleicht kann man ja für die notleidenen Bauern, insbesondere nach dieser langen Dürrezeit, einen Opferstock an der Kasse im Discounter einrichten.

Mitarbeiter von Amazon müssten aus meiner Sicht gar nicht streiken, wenn den Online-Händlern genug Marge übrig bleiben würde, und hier nicht an Personalkosten oder beim Logistikdienstleister gespart werden muss. Auch kann dann Amazon seine Einnahmen in Deutschland verbuchen und die Steuer hier, und nicht in Luxemburg, begleichen. Außerdem würden bei "vernünftigen" Löhne in dem Gewerbe nicht zukünftige Hartz IV Empfänger im Rentenalter rangezogen werden, und durch höhere Einkommen auch bessere Rentenversicherungsbeiträge fließen, sodass die Last des demografischen Wandels ein wenig leichter verteilt werden kann. Denn durchschnittliche höhere Löhne würde auch den Rentenbeitrag zukünftig vom Prozentsatz für ALLE ein wenig kompensieren.

Merken Sie was? Bestellen Sie weiter Online und lassen Sie Ihre Brötchen vielleicht demnächst aus dem Backautomat direkt selber am Folgetag zusenden.

Nein, das immer mehr geänderte Verhalten der Verbraucher hat keine Schuld am System, nur wir drehen alle schön selber dran. Und ja, natürlich sind NUR die Politiker dran schuld. Wohl bekommts!

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markus_wienken 11.09.2018, 18:44
46.

Zitat von funny-smartie
Sie haben Ihre Meinung und ich meine. Auch wenn Sie es nicht glauben wollen, aber ich mache mir die Mühe mit Aufsuchen von Handwerks-Bäckereien und Wochenmärkte. Natürlich nur einmal die Woche am Wochenende, aber dafür im Zuge des Wocheneinkaufs. Wenn Ihnen all dies so egal ist, dann können von mir auch die Discounter ihre Artikel zu ems hohen Preisen verkaufen, sodass der Milch- und Eierbauer zumindestens seine Kosten bezahlt bekommt. Vielleicht kann man ja für die notleidenen Bauern, insbesondere nach dieser langen Dürrezeit, einen Opferstock an der Kasse im Discounter einrichten. Mitarbeiter von Amazon müssten aus meiner Sicht gar nicht streiken, wenn den Online-Händlern genug Marge übrig bleiben würde, und hier nicht an Personalkosten oder beim Logistikdienstleister gespart werden muss. Auch kann dann Amazon seine Einnahmen in Deutschland verbuchen und die Steuer hier, und nicht in Luxemburg, begleichen. Außerdem würden bei "vernünftigen" Löhne in dem Gewerbe nicht zukünftige Hartz IV Empfänger im Rentenalter rangezogen werden, und durch höhere Einkommen auch bessere Rentenversicherungsbeiträge fließen, sodass die Last des demografischen Wandels ein wenig leichter verteilt werden kann. Denn durchschnittliche höhere Löhne würde auch den Rentenbeitrag zukünftig vom Prozentsatz für ALLE ein wenig kompensieren. Merken Sie was? Bestellen Sie weiter Online und lassen Sie Ihre Brötchen vielleicht demnächst aus dem Backautomat direkt selber am Folgetag zusenden. Nein, das immer mehr geänderte Verhalten der Verbraucher hat keine Schuld am System, nur wir drehen alle schön selber dran. Und ja, natürlich sind NUR die Politiker dran schuld. Wohl bekommts!
Warum sollte ich Ihnen nicht glauben, Ihren Lebensstil nehme ich Ihnen durchaus ab und respektiere das.
Einen Opferstock an der Kssse für notleidende Bauern ist nicht notwendig, wenn ich richtig informiert bin hat die Politik hier bereits entsprechende Maßnahmen ergriffen.
Und natürlich versucht Amazon Steuerzahkungen zu vermeiden, das machen Sie (und ich natürlich) auch im Rahmen Ihrer Möglichkeiten.
Mit dem System habe ich keine allzu großen Probleme, ich bin hier in Deutschland sehr zufrieden.

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kraus_adam 13.09.2018, 10:47
47.

Zitat von blubbi127
Sie legen sich die Argumente halt so hin, dass sie zu Ihrer Meinung passen, gelle? Die Rechnung an den entscheidenden Punkten vereinfachen und fertig ist die Laube. 1. Nicht jeder der 250 Personen fährt mit dem Auto in Stadt!
Doch. Fast jeder. Wenn ich Einkaufen fahre sind die Kundenparkplätze, Parkhäuser und - decks rappelvoll und (gefühlt) jeder trägt seine Einkaufstaschen zum Auto. Obwohl ich in einer Großstadt lebe sehe ich so gut wie nie jemanden seine Einkäufe aus dem REWE oder Aldi in den Bus oder in die Bahn schleppen. Bei anderen Konsumgütern ausser Lebensmitteln sieht das absolut genauso aus. Zu den Geschäftszeiten sind die Parkhäuser und - decks vom Mediamarkt genauso rappelvoll. Und zum Baumarkt fährt schon gleich dreimal niemand mit Bus oder Bahn.

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