Forum: Wirtschaft
Was darf man Hartz-IV-Empfängern zumuten?

Durch die Äußerungen von Bundesaußenminister Guido Westerwelle und der nordrhein-westfälische SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft ist die Debatte um Hartz IV neu entfacht worden. Die Kernfrage: Was ist zumutbar für Erwerbslose?

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wander 08.03.2010, 12:17
1. neoliberales Hetzblatt

Zitat von sysop
Durch die Äußerungen von Bundesaußenminister Guido Westerwelle und der nordrhein-westfälische SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft ist die Debatte um Hartz IV neu entfacht worden. Die Kernfrage: Was ist zumutbar für Erwerbslose?

Ein fair bezahlter Job und Wertschätzung vonseiten der Gesellschaft.

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tylerdurdenvolland 08.03.2010, 12:25
2.

Zitat von sysop
Durch die Äußerungen von Bundesaußenminister Guido Westerwelle und der nordrhein-westfälische SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft ist die Debatte um Hartz IV neu entfacht worden. Die Kernfrage: Was ist zumutbar für Erwerbslose?
Auch wenn jetzt grosses Geschrei ausbrechen wird: Man darf Hartz IVern durchaus eine Einschränkung abverlangen. Der Rest der Solidargemeinschaft ist NICHT dazu verpflichtet mit seiner Arbeit für die Beibehaltung des Lebensstils zu sorgen, wenn jemand seine Arbeit verliert.
Die Solidargemeinschaft ist aber dazu verpflichtet dafür zu sorgen, dass der Staat bei der Verwaltung der Steuergelder dafür sorgt, dass JEDER ein menschenwürdiges Dasein führen kann, auch der letzte Arbeitslose.

Wenn es tatsächlich all diese Jobs gibt, zu denen diese Politiker Arbeitslose verpflichten wollen, so ist dagegen nichts einzuwenden, wenn sie angemessen dafür bezahlt werden. Das heisst mit einem Mindestlohn, der so bei 8 Euro pro Stunde liegen MUSS. Sollte man Hartz IVer hingegen nur bestrafen und ausbeuten wollen, wie das diese Politker mit Sicherheit beabsichtigen, so steht Menschen ÜBERALL auf der Welt ein Widerstandsrecht gegen solche Massnahmen zu.
Man sollte politische Parteien NUR danach beurteilen wie sie zu dieser Frage stehen. Gerade die SPD zeigt ja ohnedies immer wieder aufs Neue, dass sie unfähig ist eine Wende, ab von den Schröder Zeiten, vollziehen kann.

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Oskar ist der Beste 08.03.2010, 12:27
3.

Zitat von sysop
Durch die Äußerungen von Bundesaußenminister Guido Westerwelle und der nordrhein-westfälische SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft ist die Debatte um Hartz IV neu entfacht worden. Die Kernfrage: Was ist zumutbar für Erwerbslose?
Die Frage ist eher, wieviele dieser bloedsinnigen im wahrsten Sinne populistischen Vorschleage die neoliberalen Quaksalber noch der Bevoelkerung zumuten wollen:
- Wenn jemand freiwillig gemeinnuetzig arbeiten will, so kann er dies tun egal, ob H4 oder nicht.
- als "Gegenleistung" fuer H4 taugen solche Massnahmen ueberhaupt nicht. Es wuerde lediglich der Lohndruck in diesen Bereichen erhoeht werden und in der Folge noch mehr H4 Empfaenger.
- Arbeit ohne Lohn ist volkswirtschaftlich betrachtet sinnlos.
- H4 ist keine auf Gegenseitigkeit beruhende Leistung, sondern Ausdruck der Menschenwuerde, die den Staat verpflichtet, jedem Menschen eine Existenzgrundlage zu sichern (auch wenn das Muentefering, Schroedder und Westerwelle nicht begreifen wollen.) Und selbst das reaktionaere Bundesverfassungsgericht hat mittlerweile Zweifel angemerkt, dass die H4 zum Leben ausreichen bzw. festgestellt, dass deren Festlegung willkuerlich gewesen ist.

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Finnländer 08.03.2010, 12:29
4.

Zitat von wander
Ein fair bezahlter Job und Wertschätzung vonseiten der Gesellschaft.
Genau darum geht es, und beides wird von Frau Kraft nicht vorgeschlagen. Eine "symbolische" Zuzahlung hat nichts mit fairer Entlohnung zu tun. Eine Abschiebung der Langzeitarbeitslosen auf den angedachten "komunalen" Arbeitsmarkt bringt keine Wertschätzung, sondern schafft maximal eine weitere Paralellkultur bzw. vergrössert die soziale Kluft nur.

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citizengun 08.03.2010, 12:33
5.

"Nun versucht Kraft, sich als Verbündete der Hartz-IV-Empfänger darzustellen und damit als Gegenentwurf zu FDP-Chef Guido Westerwelle."

Glaube ich nicht! Wer so eine Aussage macht, ist entweder grenzenlos naiv/(dumm) oder arbeitet mit Kalkül. Ist der Arbeitsmarkt erst mal da, wird man auch in ihn hineingepresst. Dafür unterschreibt man schliesslich die Eingliederungsvereinbarung jeden Job anzunehmen der angeboten wird. (Was eigentlich glasklar gegen das Grundgesetz verstösst.)
Und wenn hier einige Politiker durchblicken lassen, sie wären der Überzeugung, dass jeder arbeiten wolle, dann stimmt auch das nicht. Die wissen ganz genau das der Staat völlig pleite ist und "Ein-Euro Jobs" sind furchtbar kostspielig. (Das es den Arbeitsmarkt und damit den Wohlstand ruiniert, wissen auch nur wenige.)

Gut so. Die Demokratie ist ohnehin latent ruiniert worden. Jetzt wird die restliche Dekade nochmal ordentlich gefeiert!

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unterländer 08.03.2010, 12:34
6.

Zitat von sysop
Durch die Äußerungen von Bundesaußenminister Guido Westerwelle und der nordrhein-westfälische SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft ist die Debatte um Hartz IV neu entfacht worden. Die Kernfrage: Was ist zumutbar für Erwerbslose?
Grundsätzlich bin ich dafür, dass arbeitsfähige Menschen auch arbeiten sollen. Allerdings halte ich die Ideen von Herrn Westerwelle und Frau Kraft für untauglich, des Problems Herr zu werden.

Ich fände, es wäre viel gescheiter, die ganzen Privatisierungsorgien im öD endlich rückgängig zu machen. Warum will man partout lieber ALG II bezahlen, als Löhne? Warum schafft man keine regulären Stellen bei den Gemeinden, z.B. bei der Straßenreinigung und steckt das dadurch eingesparte ALG II in den Personalhaushalt? Und sicherlich gibt es durchaus noch weitere Stellen, auch solche, die einer höheren Qualifikation bedürfen als Straßenreiniger, um damit auch besser ausgebildete ehemalige ALG II-Empfänger adäquat beschäftigen zu können.

Und wenn dann trotz eines solchen Arbeitsangebotes immer noch ALG II-Empfänger übrig bleiben, die nicht arbeiten mögen, dann kann man durchaus auch über Leistungskürzungen nachdenken.

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c.lara 08.03.2010, 12:34
7. zumutung

hartz 4 ist eine zumutung.aber immer drauf auf die ach so faule unterschicht. warum die leute keine arbeit haben, danach fragt ja keiner.ich denke sie werden es so lange treiben bis der letzte auch in abhängigkeit der BA gerät.
die menschen wollen richtige arbeit und keine almosen.

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ich schon wieder 08.03.2010, 12:39
8. Zumutbar währe...

... ein anständig bezahlte Arbeit!!!

Nix 1 Euro Jobs.... nix gemeinnützige Arbeit... EIN JOB, VON DEM ER LEBEN KANN !!!!

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Petra Raab 08.03.2010, 12:42
9.

Zitat von sysop
Die Kernfrage: Was ist zumutbar für Erwerbslose?
Es darf niemand zu einer Arbeit gezwungen werden, denn
sonst haben wir hier wieder eine Sklaverei.
Die Menschen können nur deshalb nicht verklavt werden,
wenn sie eine freie Wahl hinsichtlich ihrer
Arbeitskraft haben.
Dann ist erst die Gewissheit eines freien Marktes
gegeben.
Ansonsten wird es immer auf eine Sklaverei hinauslaufen.

Zitat von
Einerseits würde das Prinzip der Marktfreiheit endlich auch den Arbeitsmarkt ergreifen. Es wäre dann erst wahr. Marktfreiheit heißt, dass man nicht gezwungen ist, eine bestimmte Sache nachzufragen oder anzubieten, sondern eine Wahl hat.
http://www.freitag.de/politik/1007-w...grundeinkommen

Wir haben es hier in Deutschland schon viel zu weit kommen
lassen. Im Grunde ist es fast schon zu spät, unser Volk
noch vor der kompletten Verarmung zu beschützen, besonders
hinsichtlich solcher Politiker, die sich allen Ernstes
in die Öffentlichkeit stellen und fordern, dass der Deutsche
unter einem anständigen Stundenlohn arbeiten soll.

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