Forum: Wirtschaft
Weltordnung in Auflösung: Wir sind hochgradig verletzlich
REUTERS

Deutschland ist auf zwei Gewissheiten gebaut: dass die Amerikaner uns beschützen und dass die Weltwirtschaft offen bleibt. Beides ist mit Donald Trump als US-Präsidenten in Frage gestellt. Was jetzt?

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mullertomas989 13.05.2018, 12:54
1. Die nächsten Jahre....

...werden sehr herausfordernd für Angela Merkel! Nicht nur weil sich in der Weltpolitik teils völlig neue Situationen auftun. Nein, auch weil Angela Merkel notwendigerweise endlich ihren sicheren Hafen der politischen Passivität verlassen muss. Und das wird ihr vermutlich am schwierigsten fallen.... Ich sage: Macron war zwar 12 beim Ende des Kalten Krieges und ist heute gerade 40. Aber in Sachen Mut und Entschlossenheit schlägt er sie tatsächlich schon jetzt!

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freakout 13.05.2018, 12:57
2. Eine neue Weltordnung wird kommen,

und die muss nicht schlechter sein: In 50 Jahren könnten Europa, Russland, China und Indien einen großen Wirtschaftsraum ohne Zollschranken bilden. Der Warenfluss wird per See und Bahn geregelt. Ein Wirtschaftsraum mit 3 Milliarden Menschen. Lasst uns die Zukunft gestalten, jetzt!

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telarien 13.05.2018, 13:04
3. Ja und Nein

Die Passivität der Bundesregierung ist in der Tat ein Problem. Die Besinnung auf Europa ist allerdings ein Fehlschluss. Das gemeinte Europa ist nur ein Traum. In der Realität wollen die Meisten Staaten Osteuropas nur Geld, die Briten waren nie Europäer und gehen gerade. Die Besinnung auf uns selbst ist nötig, es ist die Besinnung auf Deutschland.

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stadtmusikant123 13.05.2018, 13:06
4. lässt sich alles reparieren

Verletzlich? Keine Frage.

Aber nicht schuldlos an der Situation!

Wer über Jahrzehnte konsequent einen derart excessiven Handelsüberschuss und damit gravierende Handelsungleichgewichte produziert ist nun mal auch nach WTO-Regeln nicht schuldlos und musste früher oder später mit Gegenreaktionen rechnen. Stellt sich die Frage warum hat man da nicht mit gerechnet?
Freihandel und Globalisierung sind nicht bedroht, vorausgesetzt man geht dazu über, faire Spielregeln (tarifär wie nicht-tarifär) für alle einzuführen.

Bei der Sicherheitspolitik gilt das gleiche , die grundsätzliche Ausrüstung und militärische Ausrüstung muss der verfassungsmäßigen Aufgabe angepasst werden und auch so, dass das Material auch einsatzfähig ist.
Hier hat man sich in der Vergangenheit kostengünstig hinter dem Rücken der USA und der Nato versteckt.

Fazit: De hat im protektionistischen Schutze der EU eine exzessive Handelsüberschüsse über Jahrzehnte produziert und dies unter Vernachlässigung einer sinnvollen , handlungsfähigen Verteidigungspolitik.

Anstatt nun klagend nach bequemen , ins Geschäftsmodell passenden anderen Verbündeten zu suchen, sollte man vielmehr die selbstverschuldeten Probleme beheben.

Und dann klappt das auch wieder mit dem großen Bruder und Nachbarn.

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querdenker1964 13.05.2018, 13:15
5. Die Globalisierung, wie wir sie kennen, geht zu Ende.

Da kann man sich ja nur freuen, Herr Müller. Die Menschen in Afrika, die unsere Fleischabfälle kaufen und ihre Agrarwirtschaft damit ruinieren, wird es wohl auch nicht sonderlich traurig stimmen. Der Autor beleuchtet aber ein daraus resultierendes Thema leider gar nicht. Die seltsame polilitische Allianz zwischen neoliberalen Globalisierungsgewinnern und links liberalen Internationalisten, die das Ende nun beweinen, wird wohl in der Folge auch auseinanderbrechen.....

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Europa! 13.05.2018, 13:15
6. Es droht ein Zusammenbruch, der Deutschland völlig verändern wird

Der deutsche Export- und Globalisierungswahn rächt sich jetzt. Statt sich auf die eigene Infrastruktur, die Wohn- und Konsumbedürfnisse der eigenen Bevölkerung und den Zusammenhalt und die (auch militärische) Stärke Europas zu konzentrieren, hat man einen "Exportrekord" auf den anderen gehäuft und eine hunderttausendfache (teils humanitär verbrämte) Zuwanderung von Menschen gefördert, die für unsere Wirtschaft untauglich, für die Gesellschaft ein hohes Risiko und für unseren Sozialstaat nicht nur eine schwere Belastung, sondern bei der kleinsten Krise das Ende bedeuten. Kein Land in Europa hat sich ähnlich idiotisch verhalten wie Deutschland unter Angela Merkel. Jetzt stehen die Regierunden hilflos da und wissen weder, wie sie Wirtschaft vor Sanktionen schützen, noch was sie mit den Zuwanderern anfangen oder das Sozialsystem retten sollen. Und das alles wird mit einer haarsträubenden Selbstgefälligkeit verbrämt, die kaum zu ertragen ist.

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carahyba 13.05.2018, 13:16
7. hochgradig verletzlich ...

Wenn einer der stärker ist als wir, rücksichtslos und hoch agressiv ist, sind wir natürlich hochgradig verletzlich.

Insbesondere dann wenn wir uns unter dessem Schutz begeben haben und unseren Freunden in der EU in den letzten Jahre gegen die Schienebeine getreten haben mit dem Austerizid, dem Druck auf die Arbeitsplätze durch unseren für andere tödlichen Leistungsbilanzüberschuss, erkauft mit der notorischen Lohnzurückhaltung und dem für europäische Verhältnisse riesigem Niedriglohnsektor.

Dass dies ökonomisch und politisch gefährlich werden würde, wird den GroKorianern seit Jahren erklärt, die sind aber eher der Exportindustrie verpflichtet und nicht dem Deutschen Volk, wie es im Diensteid vorgesehen.

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Beat Adler 13.05.2018, 13:17
8. Europa MUSS was genau? Selbstaendig werden? Aufruesten? Nein!

Europa MUSS was genau? Selbstaendig werden? Aufruesten? Nein!

Europa muss nur Eines: Abwarten, 3 Jahre, wenn es schlimm kommt 7 Jahre. Das ist alles! Oder noch schneller, je nachdem, wann Robert Mueller gegen Trump vor Gericht Klage einreicht!

Jeglicher Staatsvertrag dauert laenger, die meisten Privatvertraege zwischen Firmen auch. Trump ist nur ein schnell voruebergehendes Problemchen. Sollte in den Trumpjahren tatsaechlich ein Handelskrieg beginnen, wird die USA Wirtschaft zuerst leiden, damit die Bosse der US Firmen dem Trump im Weissen Haus sowas von Einheizen!
mfG Beat

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Kasob 13.05.2018, 13:17
9. Wunsch nach Konservierung

Der Wunsch nach Konservierung der Verhältnisse ist verständlich, aber es ist wie in der Natur. Nur die Art die sich am besten anpassen kann überlebt. Auch können Veränderungen neue Chancen und Möglichkeiten bieten.

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