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Weltweit Investition in Häfen: Chinas neue Außenposten
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Die Handelsmacht China expandiert: 20 Milliarden Dollar will sie vor allem in Südostasien und in Nordeuropa in Häfen investieren. Auch für Hamburg hat die Volksrepublik große Pläne.

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Liberalitärer 16.07.2017, 15:52
50. Sympathien

Zitat von fatal.justice
...Zur innerasiatischen Symphatieverteilung maße ich mir derzeit keine ernstzunehmende Meinung an, schlägt das Pendel doch hin und wieder unerwartet in die ein oder andere Richtung aus...
Ich würde das auch nicht unbedingt tun, obwohl Indien - eine problembehaftete Demokratie ist. Mir geht in D der Fokus zur sehr in Richtung China, modischerweise lernt man Mandarin etc. Man übersieht leicht den Subkontinent mit auch vielen historischen Verbindungen nach Afrika. Das Ding nennt man nicht umsonst indischer Ozean. In vielen Feldern können die Inder durchaus mit China mithalten.

Grundsätzlich ist es aber so, dass "Nur Verkäufer" nicht sonderlich beliebt sind. Vielleicht importieren die Inder gegenwärtig sogar zu viel - übrigens auch aus China. Das wird diskutiert.

China erfreut sich in D hsitorisch größerer Beliebtheit, weil man gerade die für D so wichtigen Blechkisten ins Land gelassen hat. Aber im Endeffekt schon vornehmlich deswegen, um die Dinger irgendwann selbst zu bauen und zu verkaufen und das wird man verstärken wollen. Dann ist in D schnell Schluss mit den Rufen gegen Abschottung.

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Circular 16.07.2017, 15:52
51. Transrapid/Maglev war wohl eine ursprünglich deutsche Entwicklung

Zitat von Sixpack, Joe
Der erste Transrapid fuhr in Großbrittanien. EIner der ersten Hochgeschwindigkeitszügen in Italien, später in Frankreich, Japan und jetzt hut ab für China. Glauben Sie bitte nicht alles was Sie auf SPON oder BamS lesen. Schauen Sie mal über die Grenze bitte! Mailand-Rom in 2:20 St. München-Berlin 4 Stunden für die gleiche Distanz!!!, Über die Grenzen schauen ist genau das was die Chinesen tun. Das Siegel Made in Germany ist schön längst kein Gütesiegel mehr, dank Verhalten von TÜV, ADAC, VW, Siemens, MB, MAN, Flughafen Berlin, Rundweg München, BMW-Parteispenden an Merkel, usw. usw. Oder kaufen sie immer noch ´Qualitätsgeräte´ von Bosch für ihre Küche?
Der Transrapid geht auf die Idee eines deutschen Wurstfabrikanten in Nortrup bei Osnabrück zurück. Dort steht inzwischen auch das letzte deutsche Exemplar. Das made in Germany in Fernost nur noch bedingt als Gütesiegel zählt, hängt mit den gefühlt viel zu hohen deutschen Löhnen zusammen.

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bürgerl 16.07.2017, 15:54
52. Auslandsinvestitionen

Zitat von muellerthomas
Deutschland erzielt einen weit größeren Leistungsbilanzüberschuss als China, was letztlich bedeutet, dass Deutschland noch viel mehr im Ausland investiert als China. Komischerweise gibt es da keinerlei Protest.
Wenn wir die Schotten dicht machen werden die anderen Länder auf der Welt auch die Schotten für unsere Firmen dicht machen ! Wer wird da am Ende den kürzeren ziehen ? Merkels Politik der weltweiten Märkteöffnung ist wohl nur als Einbahnstraße gedacht ! ?

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Kradfahrer 16.07.2017, 15:55
53. Genau das

Zitat von tomrobert
Diese Auslandsinvestitionen werden zu Lasten einer Erhöhung des Lebensstandart großer Teile der Chinesischen Bevölkerung erfolgen. Das sollte mit ein Grund sein, dem freien "Galopp" des chinesischen Kapitalismus etwas Einhalt zu gebieten. Auch in Afrika tragen chinesische Investitionen eher zur Verfestigung archaischer Ausbeuter Strukturen bei als zur Entwicklung der afrikanischen Völker. Man sollte untersuchen, ob das die Fluchtursachen nicht noch verstärkt,da der Bevölkerung der Nutzen und Ertrag dieser Wirtschaftsverträge meistens nicht zu Gute kommt.
zu beurteilen steht nur den Chinesen zu, sonst niemandem! Mit Beglückungsversprechen wurden im Zeitalter des Imperialismus Kolonien gegründet und ganze Kontinente unterjocht. Später kamen dann die faschistischen und kommunistischen Menschheitsbeglücker, auch mit katastrophalen Folgen für die "Beglückten".

Bei klein muss einmal Schluss sein mit dem Unsinn. Zumal man genau Ihre Aussagen auch auf die Gewinne der Damen und Herren von Kohlen und Reibach (hier können viele Namen stehen) und die Völker, die sie erwirtschaften, beziehen könnte.

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Cochrane 16.07.2017, 16:01
54. Im Vergleich

zu unseren amerikanischen Freunden, ist Chinas Außenpolitik, Infrastruktur aufzubauen, anstatt sie kaputt zu bomben, außerordentlich wohltuend. Geht doch.

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DonMcM 16.07.2017, 16:05
55. EU ? China ? Nicht zu vergleichen

Zitat von kawalerow
..... Hier geht es darum, als EU zusammenzustehen, denn die einzelnen Nationalstaaten wären dem Riesenreich mit seiner Wirtschaftsmacht hilflos ausgeliefert. Die EU muss also unbedingt weiter zusammenwachsen: Gemeinsames Steuerrecht, gemeinsame Sozialpolitik, gemeinsame Verteidigungspolitik, gemeinsamer Haushalt. Das Kindergartentheater, dass bloß nicht die einen die anderen übervorteilen, muss enden.
Der naive Schrei nach der EU, nach mehr Gemeinsamkeit...gilt allgemein anerkannt als ALTERNATIVLOS. So auch dieser Kommentar, der genauso von der franz. Regierung kommen könnte. NEIN. Weder Alternativlos (Rautekanzlerins Lieblingswort) noch sinnvoll.
Jeder weiß, wie China seine Völker schon Jahrzehnte unterdrückt und schon unter Mao unter Beifall der hiesigen Linken zur EINHEIT s.o. gezwungen hat. Unter sehr schmerzhaften Prozessen. Jetzt macht der Großkonzern CHINA unter staatlicher Kontrolle genau dasselbe. Er verspricht allen 1,3 Milliarden Menschen das große kapitalistische Konsumglück. Und vielen hat er es tatsächlich schon gebracht. Wir wollen von denen, die das "Glück" der Oben schwimmenden erarbeiten müssen, die Abermillionen von Wanderarbeitern hier aber mal außer acht lassen, denn die Strategie fährt unsere Konzern-EU ja genauso, nur das sich das als ArbeitnehmerFREIzügigkeit betiteln läßt. Ja auch im heutigen China haben wir eine millionenfache Arbeitnehmerfreizügigkeit! Ein Hohn der Freiheit!! Wichtig ist aber, dass sich die Chinesen aber bereits viel weiter auf dem Weg zur Einheit befinden als die so vielbeschworene EU. In der EU gibt es KEINE Einheit oder GEMEINSCHAFTSBINDUNG. Sie ist nicht entstanden. Man hat Sie auch von oben erzwingen wollen, aber eben nur durch kapitalistische Konkurrenz unter den STAATEN. So wird die EU als ganzes aber eher zur Last. Ich kann die Briten verstehen, wenn Sie da als Neo - Neo-Liberale Wirtschaftler aussteigen. Noch denkt und arbeitet man in Deutschland völlig anders als etwa in Italien oder Frankreich. Viel näher dran am deutschen Modell sind die Nordischen und Baltischen Staaten bis hin sogar zu den Polen und Tschechen. Aber ausgeprägt romanische Länder, der Balkan und Griechenland werden da nicht mitspielen (können). Man wird sehen, wie Macron grandios an den Gewerkschaften scheitert.
Einheit? Wird es nicht geben. Nur Lastenverteilung. Das führt aber eher zum downgrading, denn zum upgrading. Die Wirtschaftskraft wird so eher gebrochen, als gefördert. Man kann eben nicht "by the way" in anderen Ländern alles umkrempeln. Das dauert Jahrzehnte. Eher wird Deutschland sich selbst umkrempeln. Wir werden durch Zuwanderung eher zum "Südstaatler". Das könnte auf dem dann sehr niedrigen Niveau in 20 Jahren zur Einheit führen...in Armut! Dann sind meine Worte, mein Reden, alles nur Unkenrufe aus der glorreichen "Merkelzeit".

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nomac 16.07.2017, 16:22
56. strategisch wichtig

So, so, China hat also auch in den "litauischen Hafen Klaipeda investiert, der für die Transportwege durch die Arktis günstig liegt"...
Da hätte man sich wohl besser mal eine Karte zur Hand genommen, denn der liegt in der Sackgasse namens Ostsee.

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Newspeak 16.07.2017, 16:29
57.

Zitat von steve72
China ist ein Land das vorausschaut und wo der Staat die Zukunft des Landes aktiv mitgestaltet und die gesamte Weltwirtschaft mit sich zieht ,und das mit nur einer Partei,sollte uns das nicht zudenken geben gerade im Hinblick auf die gewaltige Entwicklung die dieses Land in den letzten 35 Jahren genommen hat ? Wir im Westen haben viele Parteien und keine Zukunftsvisionen unsere Parteien verwalten und sorgen dafür das alles so bleibt wie es war ohne das eine progressive Entwicklung stattfindet. China ist hier ein Vorbild.
Abwarten. Momentan kann China seine 800 Millionen Wanderarbeiter noch durch Zuckerbrot (weniger) und Peitsche (mehr) im Griff halten. Vermutlich vor allem, weil die meisten eher ungebildet sind. Aber es gibt in China auch schon eine wachsende Mittelschicht, gebildet und mit zunehmenden Anspruechen. Die wissen auch genau, wie es im Ausland aussieht, selbst wenn das Internet zensiert wird. Es ist gut moeglich, dass der chinesische Erfolg auch einmal ueber Nacht ins Gegenteil kippt. Dann naemlich, wenn es zu einer Wirtschaftskrise kommt, oder das Wachstum in die Saettigung laeuft. Und das wird passieren. Auch ein diktatorischer Staat kann den wirtschaftlichen Gesetzmaessigkeiten nicht entfliehen. Die Afrikaner werden vielleicht irgendwann fragen, warum China ihre Rohstoffe bekommt, vermutlich fuer einen viel zu billigen Preis. Und viele andere Laender werden irgendwann mit chinesischen Produkten gesaettigt sein. Auch wird es interessant sein, ob China den Uebergang von billiger Produktion von qualitativ eher maessigen Massenartikeln zu high-tech schafft. Natuerlich, z.T. haben sie das schon. Aber man darf sich auch da nicht taeuschen lassen. Vieles, was als grosse Leistung verkauft wird, ist auch zu einem Teil heisse Luft, wie in allen sozialistischen Laendern, wo es vor allem immer um die Fassade geht. Die incentives sich gut darzustellen sind hoeher als die, gut zu sein. Das geht auf Dauer nicht gut.

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nico_030 16.07.2017, 16:31
58. Klaipeda günstig für die Arktisroute

"So habe der Hafenbetreiber China Merchants in den litauischen Hafen Klaipeda investiert, der für die Transportwege durch die Arktis günstig liegt."

Kann mir das mal jemand erklären?
Klaipeda liegt in der Ostsee. Wo bitte ist da die Verbindung zur Nord Ost Passage?

joerg

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tpro 16.07.2017, 16:33
59.

Zitat von biesi61
Die angekündigten Proteste gegen den Bau eines weiteren Container-Terminals in Hamburg durch Cinesen. verstehe ich nicht. Angesichts der jahrelangen drastischen Vernachlässigung unserer Infrastruktur durch Schäubles Wahn von der "schwarzen Null" können wir doch nur froh sein, wenn jemand anderes Geld zur bedarfsgerechten Fortentwicklung unserer Infrastruktur gibt!
"...Angesichts der jahrelangen drastischen Vernachlässigung unserer Infrastruktur ..."

Habe ich was verpasst? Gehört der Hafen dem Bund?

Der Hamburger Hafen gehört der Stadt Hamburg und wirft Gewinn ab. Die Proteste richten sich gegen das Ausbaggern der Elbe. Und das wird nötig sein, um die immer größer werdenen Containerschiffe bis in den Hafen fahren zu lassen.

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