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Widerrufsrecht: BGH stärkt Verbraucher bei Internetgeschäften
Corbis

Bei Internetkäufen gilt ein Widerrufsrecht von 14 Tagen. Dabei ist es egal, warum ein Kunde die Ware zurücksendet, hat der Bundesgerichtshof entscheiden.

deegeecee 16.03.2016, 17:09
1. Inwiefern stärkt das Verbraucherrechte?

Der Online-Kunde hatte vor wie nach dem Urteil ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Im Zweifel kann er sich immer auf Irrtum berufen (das trifft ja in jedem Fall zu - hier: Irrtum über die Gestaltung der Preisgarantie und damit die Vertragsleistung).

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Flari 16.03.2016, 17:20
2.

Da kann man nur sagen, dass der Händler entweder eine sehr kulante Rechtschutzversicherung hat(te?), oder aber selten däxxxxx sein muss.

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teflonhirn 16.03.2016, 17:30
3. Internetkäufen

also nicht für Dienstleistungen, die im Netz erworben wurden.

Mal für jene die Glauben der Glaube macht Gesetze.

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Don-Lucio 16.03.2016, 19:55
4. Schön für den Internet-Kunden

aber solche extrem online-freundliche Rechtsprechung ist einer der dicksten Sargnägel für den klassischen (stationären) Handel.
Man muß ja als Kunde wirklich blöd sein, wenn man noch den Weg zum Händler um die Ecke macht, denn risikoloser als im Internet (und meist auch billiger) ist es nirgends.

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spmc-12355639674612 16.03.2016, 20:18
5. Scheint ja

ein streitlustiges Unternehmen zu sein. Mich würde interessieren, wie teuer die jetzt nicht verkauften Matratzen für das Unternehmen auf diese Weise geworden sind. Dafür hätte man die Matratzen wahrscheinlich mit Golddukaten polstern können. Ich hoffe, das Unternehmen hat gelernt, wie man seine Kunden behandeln muss, um sie zu behalten.

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deegeecee 16.03.2016, 23:18
6.

Zitat von Don-Lucio
aber solche extrem online-freundliche Rechtsprechung ist einer der dicksten Sargnägel für den klassischen (stationären) Handel. Man muß ja als Kunde wirklich blöd sein, wenn man noch den Weg zum Händler um die Ecke macht, denn risikoloser als im Internet (und meist auch billiger) ist es nirgends.
Der stationäre Handel kann ein freiwilliges Widerrufsrecht einräumen. Der Onlinehändler kann für übergebührliche Abnutzung Entschädigung verlangen. Zunächst geht die Regelung einseitig zulasten des Online-Händlers.

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kratzdistel 17.03.2016, 10:46
7. so nicht richtig

Zitat von Don-Lucio
aber solche extrem online-freundliche Rechtsprechung ist einer der dicksten Sargnägel für den klassischen (stationären) Handel. Man muß ja als Kunde wirklich blöd sein, wenn man noch den Weg zum Händler um die Ecke macht, denn risikoloser als im Internet (und meist auch billiger) ist es nirgends.
das urteil stützt sich auf die regelungen für fernabsatzverträge nach den §§ 312 b, 312 d und 355 BGB, danach besteht ein widerrufsrecht innerhalb der widerrufsfrist ohne angabe von gründen. dafür hätte es keines urteiles bedurft, da die gesetzliche regelung klar ist.der stationäre handel hat andere probleme. das sind die teuren ladenmieten und die große Konkurrenz durch handelskonzerne mit monotonen billigangeboten.der internethandel hat den großen Vorteil, dass er noch qualitativ hochwertige Sachen anbietet, die schon seit Jahrzehnten nicht mehr in den ladenpassagen oder Geschäften angeboten werden. es gibt ja bei uns in einer großen Stadt z.b. kein handwerklichen metzger außer Filialketten. also wird die wurst dort gekauft, wo es noch gute metzger gibt.somit bewirken die fernabsatzverträge auch eine belebung des fleischerhandwerks oder anderer betriebe.

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