Forum: Wirtschaft
Zehn Jahre nach Lehman: Der Krisen-Knick
DPA

Hätte es das Lehman-Debakel und die folgende Große Rezession nicht gegeben, sähe die Welt anders aus - und zwar besser. Und was lernen wir daraus?

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draco2007 09.09.2018, 12:52
1.

Und Trump dereguliert die Banken wieder ohne Ende. Damit wieder schön auf Risiko gespielt werden kann.

Ist es denn so schwer eine Finanzstransaktionssteuer einzuführen?
Und/Oder eine Mindestfrist für den Wiederverkauf von Aktien?
Oder das Verbieten von Wetten (Optionsscheinen) auf fallende Kurse?

Einfach mal die ganze Börse wieder ihren ursprünglichen Zweck zuführen. Das Investment in Firmen auch für "einfache" Menschen.

Keine Firma kann mit einem Investment irgendwas erreichen, wenn dieses nur Millisekunden gehalten wird.

Allein die Tatsache, dass zwischen New York und London ein extra Unterseekabel gelegt wurde, was Millionen kostete, nur um die Verzögerung beim Börsen-Handel um 6 Millisekunden zu reduzieren.
Das kann es doch nicht sein.

Hier hätte Trump mal eine angebliche Stärke ausspielen können. Aber nein, geht ja nicht, er hat ja halb Goldmann Sachs im Kabinett sitzen.

Nicht falsch verstehen. Deutschland und die EU sind auch nicht besser

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obersterhofnarr 09.09.2018, 13:03
2. Die völlig durchgedrehten Rohstoffpreise damals

waren der Sargnagel zur Subprimekrise. Die Amerikaner konnten die hohen Treibstoffpreise und die Zinsen/Tilgungen der Häuslekaufkredite nicht mehr gleichzeitig bedienen und so sind die Kredite geplatzt.
Aber viel wichtiger als die Frage nach den Ursachen und den unmittelbaren Wirkungen ist die Frage, was lernen wir daraus? Erstens: Die schwarze Null ist alternativlos, egal wie niedrig die Zinsen sind. Schulden fliegen einem immer irgendwann um die Ohren, spätestens dann wenn die Zinsen wieder steigen. Es geht auch um die zukünftige Handlungsfähigkeit. Das haben Schäuble und Merkel völligst richtig gemacht.
Zweitens: Trump und May wollen wieder zurück zur ungeregelten wilden Spekulantenzockerei am besten mit Rohstoffen und Wetten auf den Furz eines Zooaffen. Oder noch besser gegen alle möglichen Währungen.
Damit wird wieder die Saat für die nächste Zockerkrise gelegt.

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ArnoNyhm1984 09.09.2018, 13:18
3. Fehlgelenktes Kapital

Faktisch haben wir eine Planwirtschaft: Politik und Zentralbanken "definieren" den Zinssatz. Und weil die Politik gerne auf Pump zu 0% Zinsen lebt, haben wir genau das: Regierungen und Unternehmen, die unter normalen Umständen schon längst Pleite hätten gehen müssen, können weiterhin Kapital verbrennen, das ansonsten produktiv hätte verwendet werden können. Drastischstes Beispiel hierfür ist Griechenland, bei dem man hirnlos 289 Milliarden Euro verschleudert hat für nicht mehr, als dass die Zockerbanken, welche die Finanzkrise verursacht hatten, künstlich am Leben erhalten wurden. Dem kleinen Mann in Griechenland hat das überhaupt nichts geholfen. Und der "Dank" eben jener Zockerbanken ist, dass sie noch dreister als zuvor zocken und den Steuerzahler noch dreister als zuvor in Geiselhaft nehmen, die Risiken ihrer Gier übernehmen zu müssen.

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Cyberfeld 09.09.2018, 13:21
4.

Nun man muss bedenken woher die Schulden kommen Schulden werden immer mit Schulden refinanziert in einem Fiat Geldsysteme.

Das bedeutet aber nicht das das Systeme von Heute auf Morgen kollabiert da es mehre Stellschrauben hat wie Inflation , Zinsen und was daran dran hängt . Das Probleme ist das selbst kleine Abweichungen auf sehr lange Sicht eine Probleme werden .

Nur sind die Abweichungen die zu 2008 führten waren nicht kleine die Unteren Einkommen schrumpften oder bleiben bestenfalls stabil das wirkte sich negativ auf die Inflation aus.

Insgesamt geht die Inflation ihm Durchschnitt von Jahrzehnt zu Jahrzehnt zurück wenn man bis zum Beginn 20 Jahrhunderts geht und die bereinigt wie die Große Depression oder die Stagflation Phase.

Ich kam daher zum Schluss das die Zinsen gemäßen an der wirklichen Inflation zu hoch waren alleine das Hätte was 2008 passiert ist um 10-15 Jahre in die Zukunft verschoben.

Hätten sich die Löhne ihm gesamten Lohnspektrum gleichmäßig Entwickelt wäre die Krise auf unbestimmte Zeit verschoben worden

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De facto 09.09.2018, 13:24
5. Das Urproblem

Der Aufseher un der Politik hat auf ganzer Linie versagt: (1) warum erlauben wir Banken Geld zu kreieren! Banken tun das in dem nur ein Teil der Einlagen als Reserve gehalten werden muss. Das bedeutet das jeder Einlage von 100 Euro in das Banken-System bis 1000 wächst (angenommen 10% Reserven). (2) alle Bankenkrisen haben ihren Ursprung in Immobilien: egal ob Japan in den 80ern, Skandinavien in den 90ern oder USA in den 00ern. Der Grund liegt in wohlwollender Politik der Menschen animiert zu große Darlehen zu nehmen mit zu wenig Eigenkapital als Sicherheit. Die ungewollten Nebeneffekte sind vorprogrammiert - auf Pump steigende Immobilienpreise mit zu wenig Puffer wenn Zinsen steigen und/oder die nächste Rezession kommt.

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Allenore 09.09.2018, 13:32
6. In der Tat

Seit dieser Zeit trampelt die Weltökonomie nur noch auf der Stelle, während nun der Zirkusdirektor Trump die Pferde sinnlos durch die Manege jagt.

Dabei erinnert er an den Hochstapler William Frederick Cody, der als Zirkusdirektor in die Rolle des Buffalo Bill schlüpfte und wilden Westen machte.

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cup01 09.09.2018, 13:43
7. An der Börse wird die Zukunft gehandelt

Was haben wir also davon, wenn wir feststellen, dass die aktuell gute Wirtschaftslage auf eine riesige Verschuldung zurückzuführen ist!? Hinzu kommt, dass sich demnächst die steigenden Umweltschäden über die Inflation einpreisen werden. Besorgniserregend ist, dass die Zinsschraube bereits überdreht ist. Der nächste Crash könnte der letzte sein. Es gibt eben kein endloses Wachstum.

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Strichnid 09.09.2018, 14:13
8.

Zitat von obersterhofnarr
Aber viel wichtiger als die Frage nach den Ursachen und den unmittelbaren Wirkungen ist die Frage, was lernen wir daraus? Erstens: Die schwarze Null ist alternativlos, egal wie niedrig die Zinsen sind.
Das ist keine ableitbare Schlussfolgerung.

Auslöser der Krise waren keine Staatsschulden, sondern private und Bankschulden. Wäre die schwarze Null auch in der Krise befolgt worden, säßen wir heute womöglich in der Steinzeit. Ziemlich sicher wären Volkswirtschaften komplett zusammen gebrochen.

Die hohen Staatsschuldenstände sind also ein Symptom, nicht die Ursache der Krise.

Dazu kommt die Tatsache, dass Schuldenaufnahme zwingend notwendig für unser System ist. Wenn es nicht die Privaten sind, müssen es die Staaten sein. Sonst läuft nix.

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Cyberfeld 09.09.2018, 14:44
9.

Zitat von obersterhofnarr
waren der Sargnagel zur Subprimekrise. Die Amerikaner konnten die hohen Treibstoffpreise und die Zinsen/Tilgungen der Häuslekaufkredite nicht mehr gleichzeitig bedienen und so sind die Kredite geplatzt. Aber viel wichtiger als die Frage nach den Ursachen und den unmittelbaren Wirkungen ist die Frage, was lernen wir daraus? Erstens: Die schwarze Null ist alternativlos, egal wie niedrig die Zinsen sind. Schulden fliegen einem immer irgendwann um die Ohren, spätestens dann wenn die Zinsen wieder steigen. Es geht auch um die zukünftige Handlungsfähigkeit. Das haben Schäuble und Merkel völligst richtig gemacht. Zweitens: Trump und May wollen wieder zurück zur ungeregelten wilden Spekulantenzockerei am besten mit Rohstoffen und Wetten auf den Furz eines Zooaffen. Oder noch besser gegen alle möglichen Währungen. Damit wird wieder die Saat für die nächste Zockerkrise gelegt.
Nun genauer die Geldmenge war enorm gestiegen, das Geld wurde genutzt um zu Spekulieren mit Erdöl und Nahrungsmitteln.

Das trieb die Inflation kurzzeitig nach oben und irgendwann musste deswegen die FED die Zinsen anheben. Was Häuser Kredite platzen lies die vergeben worden um eine bröckelnde Mittelschicht ruhig zustellen daher auch ohne Überprüfung und Sicherheiten und extreme niedrigen Zinsen. Der Rest kennen wir alle die Kredite wurden in Derivate verpackt und rund um den Globus verkauft.

Was die Schwarze Null angeht brechen uns die Fehleden Investitionen jetzt schon das Genick und das mit Ansage seit Schröders Zeiten aber auch hier gilt wenn die Löhne sich nicht so Ungleichmäßig entwickelt hätten und alle gleichmäßig nach oben gegangen wären , wäre das keine Problem immerhin wenn man alle Sozialabgaben beiseite lässt Bezahlen die Arbeiter 80% vom allen Staatseinahnen durch Lohnsteuer und Mehrwehrsteuer.

Will heißen der Bund würde 30-40% mehr Steuern Einnehmen(+ Inflation der die Altschulden drücken würde) , würden dann noch alle Unternehmen fair ihre Steuern zahlen würden noch mach 5 bis 10% drauf kommen.

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