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Zu viele dicke Kinder: Disney verbannt Junkfood-Werbung
DPA

Zu viele Kinder und Jugendliche leiden an Fettleibigkeit - Disney will seine Zielgruppe jetzt beim Abnehmen unterstützen. Auf seinen Internetseiten und Fernsehsendern verbietet der Medienkonzern künftig Werbung für ungesundes Essen - allerdings erst von 2015 an.

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ritotschka 06.06.2012, 18:55
1. Das ist es nicht allein

Fastfood, in Maßen genossen, führt nicht automatisch zu dicken Menschen. Eine ganz andere Ursache ist schwer-wiegender. Es sind die Verpackungen und vor allem die Plastikflaschen. Renomierte Forschungseinrichtungen weltweit, insbesondere auch in den USA, haben nachgewiesen, dass das in Plastikflaschen enthaltene Umweltgift Bisphenol A maßgeblich dazu beiträgt, dass der Stoffwechsel gestört wird. Hier sollte die Politik viel stärker ansetzen. Der Aufruf nach weniger Verzehr von Cola, Fastfood und Chips sollte an zweiter Stelle stehen.

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Ylex 06.06.2012, 19:18
2. Es kursieren Gerüchte...

Es gibt in den Staaten schon zahlreiche staatliche und private Kampagnen gegen das Übergewicht, da wird das Werbeverbot von Disney auch nicht viel bringen – Schätzungen zufolge erwartet man eine weitere Zunahme der Fettleibigkeit, nämlich dass im Jahr 2015 drei von vier Amerikanern erheblich zu dick sein werden. Berechnungen von Wissenschaftlern sollen ergeben haben, dass sich die Folgekosten der Fettleibigkeit in den USA auf jährlich über 200 Milliarden Dollar belaufen. Der Verteidungsetat liegt bei 600 Milliarden Dollar.

Es wird gemunkelt, es kursieren Gerüchte, man hört Andeutungen – und zwar über bevorstehende staatliche „Zwangsmaßnahmen“, um das Problem wenigstens ansatzweise in den Griff zu bekommen. Da sich kalorienhaltige Lebensmittel schlecht verbieten lassen, könnte es auf eine quasi-offizielle Diskriminierung der stark Fettleibigen hinauslaufen, bei der Einstellung in den öffentlichen Dienst etwa, bei der Benutzung von Verkehrsmitteln wie Bussen oder Flugzeugen oder bei der Inanspruchnahme der staatlichen Gesundheitsvorsorge – schon jetzt weigern sich viele amerikanische Ärzte, deutlich übergewichtige Menschen zu behandeln, viele Versicherungen lehnen diese Menschen ab, sogar bei Grundversichungen wie zum Beispiel bei der Haftpflicht. Die soziale Verachtung der Dicken nimmt merklich und wird schleichend institutionaliert. Möglicherweise wird zu viel Fressen zur Sucht erklärt, so wie das Rauchen, das ja eine Sucht ist – Freiheit à la USA also nur noch für rauchfreie und abstinente Schlanke.

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HaPeGe 06.06.2012, 21:21
3. Die amerikanische Gesellschaft ist maßlos !

Zitat von Ylex
Es gibt in den Staaten schon zahlreiche staatliche und private Kampagnen gegen das Übergewicht, da wird das Werbeverbot von Disney auch nicht viel bringen – Schätzungen zufolge erwartet man eine weitere Zunahme der Fettleibigkeit, nämlich dass im Jahr 2015 drei von vier Amerikanern erheblich zu dick sein werden. Berechnungen von Wissenschaftlern sollen ergeben haben, dass sich die Folgekosten der Fettleibigkeit in den USA auf jährlich über 200 Milliarden Dollar belaufen. Der Verteidungsetat liegt bei 600 Milliarden Dollar. Es wird gemunkelt, es kursieren Gerüchte, man hört Andeutungen – und zwar über bevorstehende staatliche „Zwangsmaßnahmen“, um das Problem wenigstens ansatzweise in den Griff zu bekommen. Da sich kalorienhaltige Lebensmittel schlecht verbieten lassen, könnte es auf eine quasi-offizielle Diskriminierung der stark Fettleibigen hinauslaufen, bei der Einstellung in den öffentlichen Dienst etwa, bei der Benutzung von Verkehrsmitteln wie Bussen oder Flugzeugen oder bei der Inanspruchnahme der staatlichen Gesundheitsvorsorge – schon jetzt weigern sich viele amerikanische Ärzte, deutlich übergewichtige Menschen zu behandeln, viele Versicherungen lehnen diese Menschen ab, sogar bei Grundversichungen wie zum Beispiel bei der Haftpflicht. Die soziale Verachtung der Dicken nimmt merklich und wird schleichend institutionaliert. Möglicherweise wird zu viel Fressen zur Sucht erklärt, so wie das Rauchen, das ja eine Sucht ist – Freiheit à la USA also nur noch für rauchfreie und abstinente Schlanke.
Die amerikanische Gesellschaft insgesamt schwankt von einem Extrem in das andere. Dabei gilt nicht nur in der Pharmazie und Medizin:

Die Dosis ist das Maß aller Dinge !

Fettleibigkeit ist ungesund, Magersucht aber genau so !

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widower+2 07.06.2012, 23:23
4. Genetik!

Zitat von HaPeGe
Die amerikanische Gesellschaft insgesamt schwankt von einem Extrem in das andere. Dabei gilt nicht nur in der Pharmazie und Medizin: Fettleibigkeit ist ungesund, Magersucht aber genau so !
Ich denke, in Bezug auf das Gewicht ist die Genetik neben dem (in den USA für nahezu alle gegebenen) Zugang zu Lebensmitteln der entscheidende Faktor.

Ich esse soviel wie ich will, manchmal exzessiv, ich trinke seit Jahrzehnten leidenschaftlich gerne Bier (nicht wenig). Seit etwa 10 Jahren betreibe ich keinerlei Sport mehr. Trotzdem habe ich es bei einer Größe von 185 cm nie geschafft mehr als 81 Kilo zu wiegen.

Meine Kinder sind sehr schlank und drahtig, essen aber alles was sie möchten und das teilweise in sehr großen Mengen. Sie essen sehr gerne Obst und Gemüse, das auch zu jeder Mahlzeit angeboten wird, können aber auch mal eine Tüte Chips in 10 Minuten vernichten oder Eis essen soviel sie wollen.

Die Freunde meiner Kinder, die häufig bei uns zu Besuch sind und hier essen, nehmen (zumindest hier) deutlich weniger zu sich als meine Beiden, sind aber fast durchweg übergewichtig bis schwabbelig (wie auch ihre Eltern).

Man sollte sich einfach nichts darauf einbilden, schlank zu sein. Ich aknn gar nicht fett werden (ich habe jahrelang ohne Erfolg versucht, zuzunehmen), während andere Menschen anscheinend nur bei einer akuten Hungersnot abnehmen würden.

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HaPeGe 07.06.2012, 16:07
5. Ja und Nein !

Zitat von widower+2
Ich denke, in Bezug auf das Gewicht ist die Genetik neben dem (in den USA für nahezu alle gegebenen) Zugang zu Lebensmitteln der entscheidende Faktor. Ich esse soviel wie ich will, manchmal exzessiv, ich trinke seit Jahrzehnten leidenschaftlich gerne Bier (nicht wenig). Seit etwa 10 Jahren betreibe ich keinerlei Sport mehr. Trotzdem habe....
Sie haben es selbst erwähnt, Ihre Kinder essen gerne Obst und Gemüse. Das kann man auch ruhig in großen Mengen essen, sofern frisch. Davon kann man nicht übergewichtig werden. Bier, nun ja. Nur, der Spruch vom "Mollenhafen" stimmt auch nicht.

Ich selbst war etwa bis zu meinem 50. Lebensjahr untergewichtig, bei 1,92 zwischen 75 und 80 kg. 1983 habe ich eine Kur gemacht und die Diätassistentin war ganz glücklich, weil sie endlich einen Patienten hatte, der pro Tag 4000 Kalorien bekam. Heute, mit 71 Jahren bin ich bei knapp 92 kg. Muss aber aufpassen. Es hängt bestimmt einiges von der Genetik ab, aber eine einseitige Ernährung, wie sie in den USA von breiten Teilen der Bevölkerung zu sich genommen wird, unterstützt eine Gewichtszunahme enorm.

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tetaro 07.06.2012, 16:49
6.

Zitat von widower+2
I Man sollte sich einfach nichts darauf einbilden, schlank zu sein. Ich aknn gar nicht fett werden (ich habe jahrelang ohne Erfolg versucht, zuzunehmen), während andere Menschen anscheinend nur bei einer akuten Hungersnot abnehmen würden.
So ist es... bei manchen gehts raus wie rein und beim anderen reichen anscheinend Sonnestrahlen zum Zunehmen (Photosynthese?).

Im Grunde hat kaum einer eine blasse Ahnung, was man tun kann. Man stelle sich vor, ein Auto zu fahren, das ständig einen leeren Tank anzeigt (Hunger) und wo der Sprit gleich oben rausplörrt, wenn man nur einen Tropfen nachtankt. Das Problem haben Übergewichtige.

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tetaro 07.06.2012, 16:52
7.

Zitat von HaPeGe
Es hängt bestimmt einiges von der Genetik ab, aber eine einseitige Ernährung, wie sie in den USA von breiten Teilen der Bevölkerung zu sich genommen wird, unterstützt eine Gewichtszunahme enorm.
Zwar bin ich bin kein Lebenmittelexperte, aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass in vielen Lebenmittel einiges zuviel an Zucker drin ist. Vielleicht sollte man dort mal anfangen und sich wieder an den normalen ungesüßten Geschmack von Essen gewöhnen.
Ich vermute, dass das Ganze ohne Druck auf die Lebensmittelindustrie nicht funktionieren wird.

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Blaue Fee 07.06.2012, 17:14
8.

Bestimmt sind viele der Zusatzstoffe mitbeteiligt.

Ich habe vor Jahren einen US-Amerikaner kennengelernt, der bestimmt nur die Hälfte von dem ass, was ich zu mir nahm, aber weit über 200 kg wog.
Seine Frau war übrigens gertenschlank, sie assen viel Gemüse, aber eben auch mit vorgefertigten Saucen.
Er hatte vor 5 Jahren mit Mitte Vierzig eine Herz-OP und musste dann ein halbes Jahr im Krankenhaus verbringen.
Inzwischen hat er gut 100 kg weniger und ernährt sich hauptsächlich von frischen, selbstgekochten Zutaten.

Wir versuchen zuhause hauptsächlich frisches Obst, Gemüse und Fleisch vom Wochenmarkt zu essen. Tiefkühlkost oder Dosen gibt es nicht.

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HaPeGe 07.06.2012, 18:01
9. Stimmt !

Zitat von tetaro
Zwar bin ich bin kein Lebenmittelexperte, aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass in vielen Lebenmittel einiges zuviel an Zucker drin ist. Vielleicht sollte man dort mal anfangen und sich wieder an den normalen ungesüßten Geschmack von Essen gewöhnen. Ich vermute, dass das Ganze ohne Druck auf die Lebensmittelindustrie nicht funktionieren wird.
Die Verwendung von zuviel Zucker in Lebensmitteln ist enorm; bekannte Beispiele: Coca-Cola und Ketchup. Meine Frau und ich haben angefangen, nur noch mit Stevia zu süßen. Und auch Schokolade und Pralinen auf das absolute Minimum (= 1 Riegel Schokolade pro Woche) reduziert. Es tut uns gut.

Die Maßnahmen gegen die Lebensmittelindustrie werden sehr radikal sein müssen. Denn die leistet ein recht gute Lobbyarbeit.

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