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Zu viele Eigenheime auf dem Land: Immobilien-Euphorie sorgt für Häuserschwemme
DPA

In ländlichen Regionen übersteigt die Zahl der Neubauten den Bedarf an Eigenheimen um bis zu 2800 Prozent. Forscher warnen vor Zersiedelung - und Verlusten für Hausbauer.

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lindenbast 19.06.2017, 07:47
1.

Was doll das denn? Die Häuser werden - ich nehme doch schwer an, größtenteils von privaten Bauherren - gebaut, um von Eigentümern bewohnt zu werden: also ist doch ganz offenkundig der Bedarf da. Ich nehme an, sie würden häufig durchaus auch gerne stadtnäher bauen, aber der Geldbeutel gibt's nicht her. Mich würde viel eher interessieren, wieso 'gebrauchte' Häuser (dieser Ausdruck suggeriert schon, als wäre es geradezu peinlich, so etwas zu kaufen, was für ein Unsinn!) nicht gekauft werden. Mir scheiint es weniger aufwendig, diese renovieren zu lassen, als ein neues Haus zu bauen; letzteres würde ich nie und nimmer tun, die Katastrophen, die ich im Bekanntenkreis erlebt habe, würden ganze Bücher füllen...

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Europa! 19.06.2017, 07:53
2. Falsche Wohnbaupolitik

Der exzessive "Mieterschutz" und der behördliche Kampf gegen die Eigentumsrechte von Wohnungsbesitzern in den Ballungszentren hat zu grotesken Verwerfungen geführt. Kein Wunder, dass die Leute, die ihr Geld sinnvoll anlegen wollen, lieber dort investieren, wo sie als Eigentümer noch respektiert werden. Zusammen mit der "Kilometerpauschale" für Pendler ist das eine Katastrophe für die Landschaft. Stattdessen sollte der Staat eine radikale Entmietung der Innenstädte und den Bau von Eigentumswohnungen in den Ballungszentren fördern.

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kenterziege 19.06.2017, 07:59
3. Man kann es kaum noch hören!

Überall wissen "Forscher" und "Institute" wo die künftige Nachfrage sein wird. Die Frage beim Eigenheimbau ist doch, wie weit man von den Zentren entfernt ist. Einige Dörfer entwickeln sich mit jungen Familien, die dort bauen wollen und es auch nur dort können. Die Leute haben sowieso zwei Autos und können leicht in die nächsten Einkaufszentren, die auch nicht mehr in den Innenstädten sind, herausfahren. Die Kinder können noch oft fussläufig zur Schule gehen. Zum Teil werden in kleinen Schulen wieder jahrgangsüberhreifende Klassen eingerichtet. Die Vorteile sind: Ein neues Häuschen mit allen Energie-Standards im Grünen, eine gute Nachbarschaft über die Gartenzäune hinweg. Und nicht diese neuen Grossstadtbelastungen. Ich beobachte zum Beispiel, wie junge Familien mit sehr gutem Einkommen aus Bad-Godesberg hinaus auf die Dörfer ziehen. Die Kinder können wieder allein auf die Straße! Die blühen richtig auf! Jede Medaille hat zwei Seiten. Städte sind eng, laut, hektisch und zunehmend unsicherer! Und was die Belieferung betrifft: Amazon und Co. kommen. Wesentliche Voraussetzung ist nur ein leistungsfähiger Internetanschluss!

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MapleLeaf 19.06.2017, 08:00
4. Prognosen...

... sind immer so eine Sache. Es kann durchaus passieren, dass es irgendwann eine Gegenbewegung geben wird und die Leute wieder aufs Land wollen. Vor allem, wenn sich in den nächsten Jahren Immer mehr Telearbeitsplätte durchsetzen und die Immobilienpreise in den Ballungszentren weiter steigen. Und dann gibt es auf dem Land auf einmal nicht mehr zu viel...

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fatherted98 19.06.2017, 08:00
5. Wenn das Umland...

....nicht ordentlich an die Ballungszentren angeschlossen wird, sind die Häuser dort nichts wert...das muss sich jeder sagen der dort baut oder kauft. Eigentlich....gesunder Menschenverstand...oder?

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Rollerfahrer 19.06.2017, 08:03
6. Die Kommunuen haben wohl kaum die Wahl...

finanzieren sie sich doch genau über neu ausgewiesene Baugebiete. Schuld an dieser erst noch kommenden Miesere sind wieder mal die Banken und die derart tiefen Zinsen. Wenn die dann wieder steigen, fallen alle die aus dem Häuschen, die sich das eigendlich nie hätten leisten können. Da ist sie, der große Anfang der seit langem prophezeiten Blase...

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odapiel 19.06.2017, 08:04
7. Sie stellen mit Schrecken fest?

Ich suche seit 7 Jahren ein kleines Haus mit Garten in einem Dorf, egal wo, im Großraum Mannheim - Offenburg - Stuttgart zu mieten. Für einen akzeptablen Preis. Nichts geht. Ich finde nicht einmal eine Wohnung in diesem Gebiet. Ich bin auch keineswegs ein Einzelfall.

Irgendwas stimmt mit Ihrer Statistik nicht.

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sp2013 19.06.2017, 08:04
8. Klar, warum lieber neu gebaut wird...

Bei unseren Grunderwerbsteuern ist es logisch, dass die Leute lieber ein leeres Baugrundstück kaufen als ein bestehendes Haus zu sanieren. Nebau ist einfach viel günstiger.

Ausserdem: Wie wäre es denn, wenn der Staat das Leben in ländlichen Regionen fördern und attraktiver machen würde? Da gäbe es viele Ansätze....

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dascopy 19.06.2017, 08:05
9. Sinkende Preise

Super Sache!
Wenn in 2-3 Jahren die Blase geplatzt ist schlagen wir zu. Ich möchte ein Haus zum Wohnen und keine Jahresrendite von 10%, ist das jetzt unredlich? Was soll dieses Jammern?

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