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Zukunftsinvestition: Siemens verlegt Robotik-Forschung nach China
dapd

Klares Statement für den asiatischen Markt: Der Siemenskonzern will seine Software für robotergesteuerten Fabrikanlagen künftig in China und Singapur entwickeln.

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INGXXL 14.09.2017, 12:59
1. WER auf dem Weltmarkt eine führende Rolle

spielen will muss in Asien speziell China Präsens zeigen. Daher ist der Schritt von Siemens nur logisch.

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seppfett 14.09.2017, 13:07
2. Deckmantel

Unter dem Deckmantel der Industrieförderung und der Erweiterung der Märkte wird hier mit der Zukunft unserer europäischen Jugend gespielt. Es ist absolut unverantwortlich für Europa und Deutschland einen so wichtigen Bereich nach China und Singapour auszulagern. In meinen 40 Jahren als Mitarbeiter bei internationalen Unternehmen habe ich das öfter beobachtet, dass so gut wie nichts bei diesen Entscheidungen für das Mutterunternehmen heraus kommt.
Schrecklich ist auch die (schleichende) Übernahme von Kuka durch chinesische Investoren . Asylanten und Flüchtlinge sind nicht unser Problem, sondern die Abwanderung unserer innovativen Entwicklungen in den asiatischen Raum.
Ein wichtiger Grund nicht die CDU/CSU/FDP/AFD zu wählen.

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smartphone 14.09.2017, 13:25
3. Saustall im Management

Nun SIemens ist seit xx Jahren berüchtigt in Sachen Mint Jammern, aber wenns drauf ankommt......... Welche Partei wird kommend das Management in Verantwortung ziehen - also MAD Verhör und logischerweise dafür sorgen , daß derartige "Entscheider" erstens ab November aus dem Job/Firma entfernt udn wegen massiv staatsschädigendem Verhalten dauerhaft verbuchet werden. Es klingt etwas radikal , aber das ist offenbar die einzige Sprache ,die bei diesem Gechmeiß ankommt !! Viele Grüße Ihre deutsche Ingenieurselite , zu der man " keine Berührungspunkte aufbauen kann"

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spontanistin 14.09.2017, 13:25
4. Wanderarbeiter ade!?

Die chinesischen Wanderarbeiter werden dann wohl bald alle zu Programmierern und IT-Spezialisten umgeschult. Wird interessant, wer dann all die intelligenten, nur noch von Robotern hergestellten Produkte noch kaufen kann. Vom bedingungslosen Grundeinkommen dürften die Produkte nicht finanziert werden können.

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Nordstadtbewohner 14.09.2017, 13:27
5. Achtung, Globalisierung!

Zitat von seppfett
Unter dem Deckmantel der Industrieförderung und der Erweiterung der Märkte wird hier mit der Zukunft unserer europäischen Jugend gespielt. Es ist absolut unverantwortlich für Europa und Deutschland einen so wichtigen Bereich nach China und Singapour auszulagern.
Ich denke, Sie haben die Globalisierung nicht wirklich verstanden. Siemens ist ein internationaler Konzern, der sich dementsprechend international ausrichtet. Geschäfte und Entwicklungen werden dort gemacht, wo sie am aussichtsreichsten sind. Die Märkte von Morgen sind eben nicht nur in Deutschland und Europa, sondern auch in Asien. Wenn also die europäische Jugend ihre beruflichen Perspektiven nicht in Europa sieht, steht es ihr frei, nach Asien zu gehen.

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tuxrunner 14.09.2017, 13:45
6. Missverstanden

Zitat von smartphone
Welche Partei wird kommend das Management in Verantwortung ziehen - also MAD Verhör und logischerweise dafür sorgen , daß derartige "Entscheider" erstens ab November aus dem Job/Firma entfernt udn wegen massiv staatsschädigendem Verhalten dauerhaft verbuchet werden.
Das Management von Aktiengesellschaften ist einzig und allein dem Interesse seiner (bei Siemens vorwiegend ausländischen https://www.siemens.com/investor/de/siemens_aktie/aktionaersstruktur.htm) Aktionäre verpflichtet.

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postmaterialist2011 14.09.2017, 13:48
7. Aber Sie ?

Zitat von Nordstadtbewohner
Ich denke, Sie haben die Globalisierung nicht wirklich verstanden. Siemens ist ein internationaler Konzern, der sich dementsprechend international ausrichtet. Geschäfte und Entwicklungen werden dort gemacht, wo sie am aussichtsreichsten sind. Die Märkte von Morgen sind eben nicht nur in Deutschland und Europa, sondern auch in Asien. Wenn also die europäische Jugend ihre beruflichen Perspektiven nicht in Europa sieht, steht es ihr frei, nach Asien zu gehen.
Ich habe selbst 8 Jahre in Fernost gearbeitet und bin auch jetzt mehrfach im Jahr dort. Es macht mit Sicherheit Sinn Vertriebs- und Servicegesellschaften und oft auch Fabrikationen in China aufzubauen. Es würde allerdings keinem chinesischen (aber auch keinem US-amerikanischen oder englischen) Grossunternehmen einfallen die Zentrale einer zukunftsentscheidenden Forschungseinrichtung im Ausland zu errichten. In der Tat vernichtend man so zukunftsfähige Jobs in Europa und macht die Konkurrenz freiwillig stärker.

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hannesR 14.09.2017, 13:57
8. Sehr dummer Schritt

Siemens hat vergessen, dass es schon sehr früh das Mobil Telefon Geschäft verloren hat, weil es die SW Entwicklung von München irgendwo nach Indien verlegt hat. Dadurch entstand ein unüberbrückbares Loch zwischen Hardware und Software Entwicklern. Dazu kommt noch die Sprach Barriere und die vollständig differente Mentalität der Chinesen. Das führte zum Total Verlust.
Nun macht man den gleichen Fehler wiederum, unverständlich und offensichtlich nur aus Profitgier nb icht aus Vernunftgründen.
Hinzu kommt, dass man keinerlei Kontrolle über die Loyalität der chinesischen Mitarbeiter hat. Siemens zahlt deren Ausbildung und die Entwicklung von KNOW HOW, die dann aber dauerhaft in CHINA bleiben und nicht mehr zurück transferiert werden können, im Notfall. Es wird also der chinesische Wirtschaftsaufbau direkt bezahlt und stärkt damit das chinesische Militär. Man sieht doch was Despoten anrichten aktuell und CHINA hat genug Geld aus Deutschland und USA um sein Militär aufzurüsten. Nun liefern wir auch noch kostenlos das KNOW HOW. Dabei war das Turbinen Geschäft mit Russland schon dum genug.
Eigentlich müssten hier die Aktionäre Reihenweise abspringen aber die sind Gier Blind geworden.

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tuxrunner 14.09.2017, 13:58
9. Feststellung

Zitat von postmaterialist2011
Ich habe selbst 8 Jahre in Fernost gearbeitet und bin auch jetzt mehrfach im Jahr dort. Es macht mit Sicherheit Sinn Vertriebs- und Servicegesellschaften und oft auch Fabrikationen in China aufzubauen. Es würde allerdings keinem chinesischen (aber auch keinem US-amerikanischen oder englischen) Grossunternehmen einfallen die Zentrale einer zukunftsentscheidenden Forschungseinrichtung im Ausland zu errichten. In der Tat vernichtend man so zukunftsfähige Jobs in Europa und macht die Konkurrenz freiwillig stärker.
Siemens ist kein deutsches Grossunternehmen mehr. Siehe https://www.siemens.com/investor/de/siemens_aktie/aktionaersstruktur.htm . Die Deutschland GmbH wurde unter Kanzler Schröder zur Übernahme freigegeben. Und einem Investmentfond wie Blackrock sind zukunftsfähige Jobs in Europa ziemlich hupe.

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