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Zukunftsmarkt: Was hinter Chinas Milliardeninvestitionen in Afrika steckt
REUTERS

China feiert Afrika und umgekehrt: Peking krönt dies mit Milliardeninvestitionen. Dahinter verbirgt sich kein chinesischer Kolonialismus, sondern ein gemeinsames Wachstumsinteresse. Eine Gefahr für den Westen.

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aggro_aggro 09.09.2018, 21:07
1. Angst?

Ein erfolgreiches Afrika ist doch nicht gleichbedeutend mit wachsendem Migrationsdruck. In Südostasien leben mittlerweile auch 3 Milliarden Menschen ganz gut, aber die wollen keinesfalls alle nach Europa.
Europa ist nur das gelobte Land so lange in Afrika keine Zukunft sichtbar ist.

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thorsten.brandt.et 09.09.2018, 21:12
2. lepfrogging

keine gefahr für den westen - leapfrogging nennt man das ...

... deshalb sind schon heute die mobilfunknetze in afrika billiger und besser als in europa - auf kabelgebundenes haben die einfach verzichtet - während die aktuelle regierung immer noch versucht kabelgebundenes breitband zu subventionieren - 20 jahre zu spät ...

die nächste welle wir solarenergie sein - mit batteriespeichern - das spart die netze ein und ist bei preisen von 25us-cent/wp für module innerhalb von 1-2 jahren amortisiert - nd selbst im letzten winkel von jedem laien installierbar ...

... hier tagt stattdessen eine "kohlekommission" um überalterte braunkohlekraftwerke aus den 60-er und anfang der 70-er jahre abzuschalten ...

wie sagte gorbi : wer zu spät kommt, den bestraft das leben ...

das problem liegt also derzeit eher hier - als in afrika oder china - die machen nur das was notwendig ist - und lagern ggf. ihre probleme - alimentiert mit 20mrd / anno in D (soviel wie das gesamte eeg) hierher aus ...

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honey_d 09.09.2018, 21:15
3. Also was die Chinesen etwa im südlichen Senegal mit den

Baumbeständen machen und dabei in einem Land, wo es generell nur relativ wenig Korruption gibt, an Schmiergeldern für Lokalpolitiker zahlen, das ist mit Verlaub schlimmer als das, was die französischen Kolonisatoren damals gemacht haben ?. Das hat leider mit Zusammenarbeit nicht viel zu tun, das ist pure Ausbeutung von Tropenholz.

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brooklyner 09.09.2018, 21:22
4.

Nein, ich glaube, da liegen Sie nicht richtig. Es wird ablaufen wie in Myanmar oder Siem Reap, Kambodscha, nur größer und den Umständen angepasst. Es geht darum, tributpflichtige Abhängigkeiten zu schaffen, ohne Länder zu besetzen. Wie im 15. Jhdt. Man wird sehen und staunen.

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vox veritas 09.09.2018, 21:24
5.

"Doch der Blick aus China und dem Westen auf Afrika ist dennoch ein ganz anderer. China sieht Afrika vor allem positiv: nämlich als boomenden Konsumentenmarkt.
Europa und die USA sehen Afrika dagegen eher negativ: als Quelle eines unendlichen Flüchtlingsstroms in den Westen."

Jeder sieht halt Afrika als das, was es ist. Würden Afrikaner nach China fliehen, wären die Sichtweisen umgekehrt.

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dschoggl 09.09.2018, 21:25
6. Umdenken

Anstatt das Europa nur von der Seite zuschaut und sich Probleme für die Zukunft ausmalt sollten sie mit den Chinesen zusammen investieren und helfen Afrika auszubauen anstatt auszubeuten (z.B Ausbildungssystem einführen/ausbauen, stabiles und effizientes Schulsystem ect.) Wenn die Afrikanischen Staaten eine Stabile Wirtschaft haben wird keiner von den Jungen Afrikanern überhaupt dran denken nach Europa zu flüchten...Langzeit Pläne wie die Chinesen sollte man schmieden...Und wenn jetzt einer mit Kommentaren kommt das kostet Geld natürlich tut es das aber das ist eine Investition für die Zukunft die sich auszahlt, den Flüchtlinge versorgen Grenzschutz und das ganze drum und dran gibt’s auch nicht umsonst...

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GoaSkin 09.09.2018, 21:27
7. Eines muss man den Chinesen schon lassen

China investiert Geld in Afrika, mit dem dort wirklich etwas passiert, in dem damit eine Infrastruktur entsteht, die es auch wirklich gibt. Europa dagegen sehr viel Geld in afrikanische Entwicklungshilfe gesteckt, das meist nur in dunklen Kanälen verschwunden ist und sehr wenig von dem bewirkt, wozu es eigentlich gedacht war.

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leo.dom 09.09.2018, 21:30
8. Stimmt alles.

Mir hat mal ein afrikanischer Freund bestätigt, dass die Chinesen zwar nicht bei allen gerne gesehen werden, aber die wirtschaftlichen Hilfen sind unübersehbar. Was machen die anders? Einfache Antwort: Sie geben ihr Geld nicht undiffferenziert den meist (bzw. fast immer) korrupten Regierungen oder schicken einfach irgendetwas als Alibi-Hilfe, sondern investieren, so dass es den Leuten besser geht, die dann natürlich auch mehr konsumieren. Die Chinesen haben das über viele Jahre aufgebaut, gehen an die Basis und versuchen die Verhältnisse und Bedürfnisse dort zu verstehen und dann richtig zu handeln. Leider machen das die Europäer meist nicht. Ich habe schon tolle F&E-Hilfen gesehen, die darin bestanden, dass teuerste Labortechnik an Hochschulen in Afrika gestiftet wurde, die niemals in Betrieb genommen wurde, weil alles, einschließlich der geschulten Laboranten, fehlte. Aber Europa -und speziell Deutschland- hat sich dafür gefeiert, wieviel Geld mal wieder als Entwicklungshilfe ausgegeben wurde. Woher soll man es auch wissen. Die Spezialisten, die lange dort arbeiten, werden kaum gehört, und die Politiker glauben, durch einen stunden-, maximal tagelangen Besuch alles zu wissen und zu versehen. Ich glaube, dass es unsere ignoranz und Überheblichkeit ist, die dazu führt, dass wir allmählich keinen Einfluß mehr in der Welt haben und daher immer weniger geschätzt werden.

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srinivasa.r.aiyangar 09.09.2018, 21:35
9.

Zitat von thorsten.brandt.et
... deshalb sind schon heute die mobilfunknetze in afrika billiger und besser als in europa - auf kabelgebundenes haben die einfach verzichtet - während die aktuelle regierung immer noch versucht kabelgebundenes breitband zu subventionieren - 20 jahre zu spät ...
Ob das vielleicht auch irgendwie mit der Größe des Kontinents zu tun hat? Und wie sieht das mit der Netzabdeckung außerhalb der urbanen Zentren aus?

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