Forum: Wirtschaft
Zur Zukunft der EU: Wie wir den Euro - und damit Europa retten können
AP

Europa versucht, sich neu zu erfinden. In den kommenden Monaten soll die große Reformdiskussion in Gang kommen. Entscheidend wird am Ende aber nur eins sein: Ob es gelingt, den Euro zu retten.

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syracusa 02.04.2017, 17:38
1.

IMO ist es wichtiger, die politische Utopie eines geeinten Europa zu retten. Dazu muss die EU sich neu aufstellen und muss für alle Mitgliedsstaaten zwingend die Einhaltung demokratischer Standards vorschreiben. Die EU muss stärker als bisher als weiterer Teil staatlicher Gewalt instrumentalisiert werden, der die anderen Teile staatlicher Gewalt auch auf nationaler Ebene kontrolliert.

In einer Gesellschaft aus 60% Wölfen und 40% Schafen wird, man ist schließlich zivilisiert, demokratisch entschieden, was es zum Abendessen gibt. Eine Mehrheit von 60% stimmt für Lammbraten.

Das ist, das wir jeder sofort einsehen, keine Demokratie, und so ist auch Orbans "illiberale Demokratie" keine Demokratie, und das gilt auch für die anderen Rechtspopulisten Europas. Solche Staaten, also auch Polen, müssen die EU verlassen, wenn sie nicht zur Einhaltung demokratischer Standards zurück kehren wollen. Das letztlich kann nur geschehen, indem diese Werte ähnlich den Ewigkeitsartikeln der deutschen Verfassung in allen EU-Verfassungen dauerhaft auch vor dem Zugriff zufälliger Wählermehrheiten gesichert werden. Ohne klare Durchsetzung der Werte der Aufklärung, der elementaren Menschen- und Bürgerrechte ist die EU nichts wert. Da hilft dann auch keine funktionierende Gemeinschaftswährung, wenn diese Standards nicht erfüllt sind.

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Baikal 02.04.2017, 17:42
2. Eine tolle Währung

die schon länger als die Hälfte ihrer Lebenszeit gerettet werden muß und damit mindestens so schwach und instabil ist wie das ganze Brüsseler Konstrukt. Oder soll hier noch schnell Merkels Verdikt vor den Wahlen politisch etwas aufgeladen werden damit es Stimmen bringt? Der Euro wasr nichts, ist nichts und wird auch künftig nichts sein - außer natürlich die pure Freude der Spekulanten an allen Finanzplätzen. Aber dafür war er auch gedacht.

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larry_lustig 02.04.2017, 17:43
3. Wieso setzt SPON Europa und EU gleich?

Wenn ohne die EU alles so schlecht ist....

Wieso geht es dann Island, der Schweiz und Norwegen relativ gut und großen Teilen der Bevölkerung in Deutschland relativ schlecht?

Die Eu ist ein teurer Umverteilungsmolloch geworden.

Sie, bzw. die EG war mal gut
Mittlerweile überwiegen die Nachteile, die oft durch klaren Rechtsbruch geschehen (z.B. bei der No-Bail-Out-Klausel), die Vorteile und fressen deren Gewinne aus 50 Jahren auf....

Die EU-Kommission regiert gegen den klaren Willen der Bevölkerung (z.B: CETA), aber es ist ja trotzdem alles ach so demokratisch....

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wahrsager26 02.04.2017, 17:43
4. Wäre alles so einfach,

der Euro stünde schon längst auf stabilen Füßen .Ich bezweifle allerdings,dass das was bisher nicht 'gefunden ' wurde,jetzt gefunden wird.Die Staaten sind zu unterschiedlich in Kultur und Wirtschaftskraft ,wann wird das endlich eingesehen.?! Vor lauter Flickschusterei kann keine sinnvolle Politik gemacht werden-man ist ja dauernd mit sich beschäftigt ! Klar,zum 'Gelde' drängte alles-der Kitt ,der den Verein zusammenhält-nicht irgendwelche 'Werte'.

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Hoberg 02.04.2017, 17:43
5. Quark. Dann dürfen wir Bayern

und BaWüler uns dann auch noch von den Sizilianern sagen lasen wie 'sexy'
Armut sein kann. Diesen Strukturausgleich gibt es schon .
Nennt sich 'Nettozahler'. Davon gibt es nun einen weniger.Klar dass hier nun der Ruf kommt , der Nettozahler soll noch mehr zahlen. Das macht keine Lust in Herzen Europas zu mehr Europa

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ulrich_loose 02.04.2017, 17:45
6. Kann es sein

das der Autor ein bekennender Linker ist? Anders kann ich mir nicht erklären, wie er auf die Dinge kommt, an denen es angeblich krankt. Automatische Umverteilung? Gemeinsame Arbeitslosenversicherung? Hat der Autor schon mal einen Blick auf den Länderfinanzausgleich geworfen? Genau das und noch viel schlimmer dürfte in einem solchen "Europa" passieren - ein paar arme Zahler und die Mehrheit hält die Hand auf. Aus meiner Sicht - Nein Danke, ein solches Europa will ich nicht.

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Philoberg 02.04.2017, 17:47
7. Märchenstunde

Mehr Umverteilung als Lösung für die nach wie vor sehr großen mentalen, sozialen und ökonomischen Unterschiede in den einzelnen Mitgliedsländern der EU. Das ist wie ein Märchen ohne Happyend. Sorry, aber wer daran glaubt, dem ist nicht mehr zu helfen. Nur die Abschaffung der Nationalstaaten zugunsten der Vereinigten Staaten von Europa wäre eine echte Lösungsmöglichkeit, aber das ist ein noch größeres Märchen und völlig illusorisch. Also bleibt nur der Weg zurück zu einer vernünftigen Wirtschaftsunion, in der sich durchaus einzelne Länder zu kleineren Gruppen zusammenschließen können, um gleiche Interessen umsetzen zu können. Wir müssen lernen, wieder viel flexibler zu werden und uns von der nur noch lähmenden Brüsseler Märchenpolitik verabschieden.

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shmubu 02.04.2017, 17:47
8. Thema verfehlt

setzen, 6.
Europa kan nur dann überleben, wenn endlich begriffen wird, dass der Euro nicht Europa ist.

Der historische Fehler und Wahnsinn, aus politischem Druck aus einer vielzahl völlig unterschiedlicher Volkswirtschaften einen Währungsraum zu machen hat überhaupt nichts zu tun mit der Friedenssicherung und Völkerverständigung Europas.

"Europa" ist für uns alle Neuland und damit ein iterativer Prozess. Wie in jedem iterativen Prozess schiesst man dabei auch einmal über das Ziel hinaus, und muss dann wieder einen Schritt zurück machen.

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general_0815 02.04.2017, 17:49
9. Warum?

Warum müssen wir den Euro und Europa überhaupt retten?
Die Geschichte hat gezeigt das bestimmte Systeme/Währungen nicht überlebensfähig sind. Dazu gehört meines erachtens definitiv der Euro und zum Teil Europa, zumindest in der jetzigen Form.
Mit dem Geld das sinnlos für den Erhalt eines falsch konstruierten Moloch Europa, samt eines riesigen Beamten Wasserkopfes, verpulvert wird, kann man was besseres anfangen.

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