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Affen auf Diät: Wie Kalorien das Altern beeinflussen
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Beschert eine dauerhafte Diät ein längeres Leben? Forscher haben im Tierversuch jetzt Zellveränderungen gefunden, die für diese These sprechen.

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karlheinz-hesse 21.09.2017, 10:18
1. Bestätigung.

Habe noch Übergewicht, mache aber seit 4 Monaten Diät. Esse Normal weiter, aber nur ausgewählte Produkte wie Vollkornbrot und achte auf Kalorien. Hatte zu hohen Blutdruck und andauernde Schmerzen am Lendenwirbel und beiden Hüften. Dreiwöchige Reha Nichts gebracht. 15 Kilo abgenommen bis Jetzt und die Schmerzen sind weg. Der Blutdruck ist Mittlerweile eher Tief.

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s. greer 21.09.2017, 10:22
2. Fasten bedeutet nicht unbedingt Kalorienrestriktion

Es geht nicht wirklich um die reduzierte Kalorienzufuhr, sondern um das hier beschriebene Fasten, das einen verjüngenden Effekt hat. Man kann genau so viele Kalorien zu sich nehmen, wie sonst auch, nur eben zeitlich komprimierter. Bekommt der Körper über längere Zeit keine Nahrung (z.B. 16 Stunden lang), geht er in den Reperatur- und Recyclingmodus und fehlerhafte Proteine werden recycelt.
Ansonsten sollte man natürlich darauf achten, möglichst nährstoffreich zu essen, komlexe statt einfacher Kohlehydrate zu sich zu nehmen, damit der Insulinspiegel nicht immer zu stark ansteigt und genug zu schlafen.
Sport hat ebenfalls einen verjüngenden Effekt, wenn man es nicht übertreibt. Was man benutzt, das hält der Körper auch gut instand. Beim Sport werden freie Radikale gebildet, gegen die sich der Körper ganz gut selbst wehren kann, wenn man ihn lässt. Vitamine, Antioxidantien sollte man deshalb möglichst nicht vor, während oder nach dem Sport zu sich nehemen, da man so die eigenen Regulationsmechanismen unterdrückt.

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taglöhner 21.09.2017, 10:25
3. Forever Old

Das Geschäft mit der Gesundheit blüht im Alter erst richtig auf.
Dass das Altern ein gesteuerter Prozess ist und vermutlich die wichtige Erfindung der Evolution war, um höheres Leben hervorbringen zu können, geht ein wenig unter bei der Betrachtung.

Die Anpassungsfähigkeit des Alterungsprozesses an die Lebensbedingungen ist nicht überraschend, denn es gilt Hungerzeiten möglichst zu überdauern.

Viel Spaß beim lebenslänglichen Fasten.

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observerlbg 21.09.2017, 10:34
4. HERR dOKTOR, WIE KANN ICH ÄLTER WERDEN?

"Am besten nicht mehr rauchen, kein Alkohol und nur soviel Essen, wie nötig ist, um nicht zu hungern. Dazu aber nur gesunde Nahrungsmittel wie Biogemüse, viel Obst, keine Einfachzucker (Weizenmehlprodukte und Süßigkeiten sind tabu) und mehrfach ungesättigte Fette.... Und so werden Sie hundert Jahre alt!" "Warum sollte ich dann noch hundert Jahre alt werden?" Ich nehme mir einfach ein Beispiel an Helmut Schmidt (ohne Kettenraucher zu sein) und kann so hier in Hamburg fast Hundert werden ;-)

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freigeistiger 21.09.2017, 10:37
5. andere Perspektive

Ein Aspekt des Intervallfastens ist, dass der Körper nicht permanent mit Energie geflutet ist. Der Körper braucht immer wieder eine Fresspause. Eine Auswirkung könnte auch sein, dass es weniger auf die eingesparten Kalorien angkommt, sondern dass der Stoffwechsel und die Zellen beim Intervallfasten "Stress" haben. Genauso wie man immer zwischendurchendurch durch Anstrengungen, z. B. Treppensteigen oder Abtanzen, den Kreislauf hoch bringt. Beides scheint für die Fitness des Körpers notwendig zu sein.

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**Kiki** 21.09.2017, 10:48
6. Interessante Entdeckung.

Zitat von
Es ist schon seit längerem bekannt, dass von den Forschern als "kalorische Restriktionen" bezeichnete Diäten bei Tieren zu einer höheren Lebenserwartung führen können - solange die Reduktion eine gewisse Grenze nicht unterschreitet.
Noch interessanter wäre es aber, zu erfahren, ob jemals Tiere in freier Wildbahn beobachtet wurden, die sich freiwillig solchen "kalorischen Restriktionen" unterzogen haben.

Ich tippe auf: nein. Können Menschen daraus etwas lernen?

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beteigueze 21.09.2017, 11:02
7. nicht überraschend

für Millionen von Jahren gab es für die Gattung Homo X keine geregelten Mahlzeiten. Sei es, dass man auf Jagdglück warten oder lange Sammeln musste, bis die notwendige Kalorienmenge erreicht war. Insofern gehört es imho zu unserem evolutionärem Erbe dass wir intermetierend fasten sollten.
Ist dann der Mammut auf dem Tisch, gilt es ordentlich reinzuhauen, um die Speicher wieder zu füllen. Knurrt nach einiger Zeit der Magen, geht es wieder auf die Jagd (heute Sport) und so schließt sich der Kreis.

Einfach mal darüber nachdenken, wo wir herkommen und wie wir genetisch programmiert sind. Der Rest ergibt sich von selbst.

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unaufgeregter 21.09.2017, 11:34
8. Große Pausen

Das Intervallfasten paktiziere ich schon sein vielen Jahren. Ich frühstücke gesund und üppig. Abends gibt es ein schönes Gemüsegericht. Auch hier esse ich, bis ich satt bin. In der Zeit dazwischen esse ich nichts. Meine Kollegen finden das seltsam. Sie haben sich gerade beim örtliche Dönermann ordentlich Essen bestellt und zwischendurch wird in die Süßigkeitentüte gelangt. Das sieht man den Kollegen aber auch an. Alle sind adipös, leiden unter Bluthochdruck oder sind zuckerkrank. Meine Ernährungsweise empfinde ich nicht als Verzicht. Es geht mir sehr gut damit. Frühstück-Mittag-Abendessen. Das Modell ist konditioniert und man kann es sich abgewöhnen.

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Lord Menial 21.09.2017, 12:06
9.

Zitat von s. greer
Es geht nicht wirklich um die reduzierte Kalorienzufuhr, sondern um das hier beschriebene Fasten, das einen verjüngenden Effekt hat. Man kann genau so viele Kalorien zu sich nehmen, wie sonst auch, ........
Falsch!
Nur die "kalorische Restriktion" (Beschränkung der verwertbaren Energiemenge, nicht "Kalorien...") hat eine lebensverlängernde Wirkung.
Allein die zugeführte Gesamtenergiemenge ist entscheidend.
Das ist die einzige experimentell nachgewiesene "anti aging"-Methode, die Wirkung hat.
Daß kalorische Restriktion (caloric restriction) den Alterungsprozess verlangsamt, ist im Tierexperiment bei allen untersuchten Tieren nachgewiesen worden. Nicht nur bei Affen, sondern bis hinunter zu Fadenwürmern.

Und hört endlich mit den verdammten "Kalorien" auf; das internationale Einheitensystem gibt es seit 1960!

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