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Analyse von 500.000 Titeln: Was macht einen Song zum Top-Hit?
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Tolle Stimme, eingängige Melodie oder flotter Rhythmus? Forscher haben untersucht, welche Songs in den Charts besonders erfolgreich sind - und Trends ausgemacht.

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permissiveactionlink 16.05.2018, 12:20
1. Ein bißchen geschmacklos,

aber vielleicht hilft hier die Biologie weiter : Je mehr grün- oder blauschillernde Goldfliegen (Lucilia sericata) oder "Klosettbrummer" (Calliphora erythrocephala) sich bereits auf einem großen Fäkalienhaufen niedergelassen haben, desto mehr werden dadurch noch zusätzlich visuell angelockt. Das deckt sich auch mit den Ergebnissen der Columbia University :"2006 kam eine Untersuchung der Columbia University in New York zum Ergebnis, dass Versuchspersonen einen Song umso besser fanden,*je mehr andere Menschen ihn auch mochten. Musikalische Faktoren spielten offenbar eine untergeordnete Rolle." Anders ist der Verkaufserfolg und Echopreisgewinn von ansonsten völlig talentfreien "Künstlern" wie Farid Bang und Kollegah, die zu einem Hintergrungrythmus ein bißchen dummes Zeugs plaudern, nicht logisch zu erklären !

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vernunft.vor.ideologie 16.05.2018, 13:07
2. Zeitlicher Verlauf

Interessant wäre hierzu auch, die Erfolgsrezepte über den Verlauf von mehreren Jahrzehnten zu erforschen. Diese sind augenscheinlich unterschiedlich. Oder woher kommt es, dass viele Nummer-1 Hits der 70er, wie z.B. Stairway to Heaven, Locomotive Breath oder Hotel California heute immer noch top-aktuell sind, während die gegenwärtigen 'Top-Hits' nach nur wenigen Wochen oder Monaten sang- und klanglos in der Vergessenheit verschwinden.

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nasodorek 16.05.2018, 13:19
3.

Zitat von vernunft.vor.ideologie
Interessant wäre hierzu auch, die Erfolgsrezepte über den Verlauf von mehreren Jahrzehnten zu erforschen. Diese sind augenscheinlich unterschiedlich. Oder woher kommt es, dass viele Nummer-1 Hits der 70er, wie z.B. Stairway to Heaven, Locomotive Breath oder Hotel California heute immer noch top-aktuell sind, während die gegenwärtigen 'Top-Hits' nach nur wenigen Wochen oder Monaten sang- und klanglos in der Vergessenheit verschwinden.
Das liegt wohl mit daran, dass die heutige Zielgruppe der Popmusik die Aufmerksamkeitsspanne eines Hamsters haben. ;-)

Ich denke die Medienwelt (Zeitungen, Fernsehen, Musik und vor allen Internet) ist viel schnelllebiger geworden, da das Angebot auch umfangreicher ist als es früher der Fall war.

Übrigens drei großartige Beispiele für gute Musik, die Sie da gewählt haben.

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ische081517 16.05.2018, 13:47
4. Die Studie hätte man sich sparen können

http://freshonthenet.co.uk/the-manual-by-the-klf/

Hier steht alles was man wissen muss...zugegebenermaßen sind manche Tipps in der heutigen Zeit etwas überholt (Stichwort IT/Downloads usw.)...aber im Großen und Ganzen passt es noch.

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widower+2 16.05.2018, 13:58
5. Logischer Fehler

Zitat von vernunft.vor.ideologie
Interessant wäre hierzu auch, die Erfolgsrezepte über den Verlauf von mehreren Jahrzehnten zu erforschen. Diese sind augenscheinlich unterschiedlich. Oder woher kommt es, dass viele Nummer-1 Hits der 70er, wie z.B. Stairway to Heaven, Locomotive Breath oder Hotel California heute immer noch top-aktuell sind, während die gegenwärtigen 'Top-Hits' nach nur wenigen Wochen oder Monaten sang- und klanglos in der Vergessenheit verschwinden.
Die von Ihnen genannten Titel aus den Siebzigern sind zweifellos zeitlose Klassiker. Vieles, was zu dieser Zeit veröffentlicht wurde, ist aber ebenfalls "sang- und klanglos in der Vergessenheit verschwunden".

Heute gibt es Titel, die auch schon 10 Jahr alt sind und immer noch im Radio rauf und runter laufen. Wie wollen Sie vorher sagen, welche dieser 10 Jahre alten oder der heutigen Titel in 40 Jahren als Klassiker empfunden und noch regelmäßig gespielt werden?

Ich gehöre zu der Generation, die von den von Ihnen genannten Titeln musikalisch geprägt wurde. Was für mich Stairway to Heaven ist, ist für 15 oder 20 Jahre Jüngere eher Smells like Teen Spirit von Nirvana.

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frau_m_aus_d_an_der_e 16.05.2018, 14:12
6. Relativ zwecklose Arbeit

Was für Großbritannien gilt, kann für Frankreich schon nicht mehr gelten. Und wie werden Charthits überhaupt ermittelt? Das ist eine Studie wert, die vermutlich zu Ergebnissen führen wird, die jede weitere Studie über Charthits überflüssig macht. Und wer sich an die Regeln der Charthitproduktion und irgendwelcher Statistiken hält, dem ist eines garantiert: Er wird nie einen Tophit landen.

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aysnvaust 16.05.2018, 14:17
7. Oh Schade...

Da dachte ich, jetzt kommt mal hier mein Rezept für den "Unnu-habich-ausgesorgt-hit" - Fehlanzeige. Ich muss Vernunft.vor.ideologie allerdings korrigieren: Die drei erwähnten "Evergreens" sind zwar immer noch beliebt und bekannt - aber nicht bei der heutigen Hauptzielgruppe. Eine schnell Umfrage im Bekanntenkreis meines Neffen per WhatsApp (alle um die 20 Jahre alt) ergab: Keiner von denen kannte auch nur einen der aufgeführten Titel. Und das mit der Aufmerksamkeitsspanne hat ja nasodorek schon ausgeführt. Aber der Effekt, dass ein bei Bekannten beliebter Track bessere Chancen hat, erklärt zumindest ansatzweise den mir bis heute unerklärlichen Erfolg von zum Beispiel "Gangnam Style"....

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karl-wanninger 16.05.2018, 14:21
8.

Zitat von vernunft.vor.ideologie
Interessant wäre hierzu auch, die Erfolgsrezepte über den Verlauf von mehreren Jahrzehnten zu erforschen. Diese sind augenscheinlich unterschiedlich. Oder woher kommt es, dass viele Nummer-1 Hits der 70er, wie z.B. Stairway to Heaven, Locomotive Breath oder Hotel California heute immer noch top-aktuell sind, während die gegenwärtigen 'Top-Hits' nach nur wenigen Wochen oder Monaten sang- und klanglos in der Vergessenheit verschwinden.
Immer noch "top-aktuell"? Bei den älteren Fans vielleicht, bei heutigen Jugendlichen ernten Sie höchstens mitleidiges Kopfschütteln, wenn Sie diese Behauptung aufstellen.
Jede Zeit hat ihre Hits und die Hits meiner Eltern waren für mich als Jugendlichem auch nur noch eine nostalgische Erinnerungen meiner Eltern an ihre Vergangenheit.

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Stäffelesrutscher 16.05.2018, 14:45
9.

Je mehr Geld die Rundfunkfuzzis dafür bekommen, den »kommenden Hit« in Dauerschleife möglichst häufig abzuspielen, desto häufiger wird er auch gekauft.
Ganz einfach.
Was man nicht kennt, kauft man nicht.

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