Forum: Wissenschaft
Antarktis: Auf der Suche nach dem ältesten Eis
USAP/ Rachel Murray

Ihre Arbeit führt sie zu den kältesten Orten der Erde: Ein Forscherteam will 1,5 Millionen Jahre alte Eisproben bergen. Das Projekt soll ein großes Rätsel der Klimageschichte lösen.

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schuhks 20.03.2017, 15:52
1. Einblick in Spitzenforschung und Technologie.

Da schaut mancher Laie etwas komisch. Für ein knapp 3 km tiefes Loechlein, auch wenn es da etwas kalt ist, braucht man Jahrzehnte? Vielleicht erklärt das dann aber auch mal dem nicht firmen Laien, warum man es für einen wesentlich komplizierteres Projekt wie einen Grossflughafen in sogar kürzerer Zeit schafft, damit zuende zu kommen. Wissenschaft bildet.

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Teile1977 20.03.2017, 16:09
2. Vor und Nachbereitung

Zitat von schuhks
Da schaut mancher Laie etwas komisch. Für ein knapp 3 km tiefes Loechlein, auch wenn es da etwas kalt ist, braucht man Jahrzehnte? Vielleicht erklärt das dann aber auch mal dem nicht firmen Laien, warum man es für einen wesentlich komplizierteres Projekt wie einen Grossflughafen in sogar kürzerer Zeit schafft, damit zuende zu kommen. Wissenschaft bildet.
Nun, das Loch zu bohren dauert nur einige Wochen, steht so im Text. Sie müssen aber zuerst die richtige Stelle finden, das dauert schon mal länger, und sie müssen die Ausrüstung hinbringen.
Und am Ende müssen sie diesen Eiskern erforschen und auswerten, DAS dauert Jahre.

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cindy2009 20.03.2017, 17:39
3. Aber

"----
Von dem Umbruch des Warm-Kalt-Rhythmus wissen die Forscher durch Sediment-Bohrungen in der Tiefsee. "Diese Bohrkerne beinhalten aber keine Gase", sagt Eisen.*----"
Nun kann man vielleicht die Methoden abgleichen .

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gucky2009 20.03.2017, 21:00
4.

Zitat von Teile1977
Nun, das Loch zu bohren dauert nur einige Wochen, steht so im Text. Sie müssen aber zuerst die richtige Stelle finden, das dauert schon mal länger, und sie müssen die Ausrüstung hinbringen. Und am Ende müssen sie diesen Eiskern erforschen und auswerten, DAS dauert Jahre.
Die Probebohrungen, ob die Stellen überhaupt für die eigentliche Bohrung geeignet ist dauert nur 1-2 Wochen (Man muss prüfen ob das Material in 2-3 Kilometer tiefe ausreichend alt und gut erhalten ist)

Für die richtigen Bohrungen bei denen die Bohrkerne für jeden Meter der Bohrung erhalten werden müssen braucht man schon länger. Da sind die 3-4 Jahre veranschlagte Zeit schon nötig. Es

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Günter Rudolphi 22.03.2017, 12:43
5. Also, zur Methodik ergeben sich aber schon Fragen

Zitat von cindy2009
"---- Von dem Umbruch des Warm-Kalt-Rhythmus wissen die Forscher durch Sediment-Bohrungen in der Tiefsee. "Diese Bohrkerne beinhalten aber keine Gase", sagt Eisen.*----" Nun kann man vielleicht die Methoden abgleichen .
nach der Validität. Auf Grund der heutigen Ergebnisse und vieler Messungen der Klimaforschung ist bekannt, das die atmosphärischen CO2-Konzentrationen ja stärkeren regionalen Schwankungen unterliegen, diese Schwankungen sind aber nicht konstant in ihren Relationen zueinander (!). Also ist das Schließen von gemessenen CO2-Konzentrationen an einem Ort auf die globalen Durchschnittswerte auch unsicher (!).
Wenn nun in einer Bohrung in der Antarktis Eisbohrkerne gezogen werden mit dem "ältesten" Eis und eingeschlossener Luft mit CO2- Anteilen, und heute werden da die Konzentrationen bestimmt, dann müssen a) die Diffusionen des CO2 aus dem Eis heraus doch genau bekannt sein über die 1,5 Mio. Jahre und die damalige Relation zwischen den regionalen CO2-Konzentration am Bohrort zum damaligen globalen Durchschnittswert über die 1,5 Mio. Jahren, und woher will man die denn da auch ganz genau kennen?!

Wer mir diese Frage nun genau beantworten kann, der bekommt von mir auch ein dickes Lob und hat einen Wunsch frei.

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Günter Rudolphi 22.03.2017, 13:07
6. Können Verfälschungen beim Bohren selber

und bei der Lagerung der Eisbohrkerne ausgeschlossen werden, oder zumindest sicher korrigiert werden, das wäre dann noch die Frage c), sonst hätte man Artefakte.
Die Frage b) war die nach der damaligen Relation zwischen den regionalen CO2-Konzentration am Bohrort zum damaligen globalen Durchschnittswert über die 1,5 Mio. Jahre, wenn man bedenkt, daß die atmosphärischen CO2-Konzentrationen ja stärkeren regionalen Schwankungen unterliegen, diese Schwankungen aber nicht konstant in ihren Relationen zueinander sind.
Also müßte man doch m.E. etwas bereits kennen, was man aber erst damit noch erforschen möchte.

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knuty 22.03.2017, 13:13
7.

Zitat von Günter Rudolphi
nach der Validität. Auf Grund der heutigen Ergebnisse und vieler Messungen der Klimaforschung ist bekannt, das die atmosphärischen CO2-Konzentrationen ja stärkeren regionalen Schwankungen unterliegen, diese Schwankungen sind aber nicht konstant in ihren Relationen zueinander (!).
Es wäre absolut neu, dass es regional unterschiedliche CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre geben würde.

Haben Sie Belege dafür?

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Günter Rudolphi 22.03.2017, 14:24
8. Für die modernen Zeiten gibt es genug Belege dafür

Zitat von knuty
Es wäre absolut neu, dass es regional unterschiedliche CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre geben würde. Haben Sie Belege dafür?
Für die Zeiten von vor ca. 1,5 Mio. Jahren kann ja nur vermutet werden, aber die natürlichen CO2-Emissionen stammen aus natürlichen Quellen wie Vulkanen, aus Ozeanen, Böden oder Vegetation an Land, auch aus der Fauna, auch aus natürlichen Bränden und daher sind auch früher die Konzentrationen ja nicht völlig gleichmäßig global verteilt gewesen, aber mit geringeren Abweichungen als heute selbstverständlich.

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knuty 22.03.2017, 14:35
9.

Zitat von Günter Rudolphi
Für die Zeiten von vor ca. 1,5 Mio. Jahren kann ja nur vermutet werden, aber die natürlichen CO2-Emissionen stammen aus natürlichen Quellen wie Vulkanen, aus Ozeanen, Böden oder Vegetation an Land, auch aus der Fauna, auch aus natürlichen Bränden und daher sind auch früher die Konzentrationen ja nicht völlig gleichmäßig global verteilt gewesen, aber mit geringeren Abweichungen als heute selbstverständlich.
Nein, es gibt keinerlei Belege für regional unterschiedliche CO2-Konzentrationen.

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