Forum: Wissenschaft
Archäologie: FBI löst Rätsel um geheimnisvollen Mumien-Kopf
Museum of Fine Arts Boston/ Harvard University

Mehr als 4000 Jahre alt ist der Kopf einer ägyptischen Mumie - und mehr als hundert Jahre lang wussten Archäologen nicht, zu wem er gehört. In einem Labor des FBI haben Forscher nun die Antwort gefunden.

koh 12.04.2018, 20:29
1. von wegen

Ich bitte die Autoren, die Studie noch einmal richtig zu lesen. Das Geschlecht lässt sich per Definition nicht aus mitochondrialer DNA bestimmen. Hierzu braucht man DNA von X- oder Y-Chromosomen. Auch in dieser Studie ist das Geschlecht 'ganz normal' durch sequenzierung von Chromosomen-DNA bestimmt worden. Die Mitochondriale DNA wurde lediglich dazu benutzt, die Authentizität der Sequenzierung zu beurteilen. So kann man ausschliessen, dass die DNA aus neuerer Zeit stammt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
koh 12.04.2018, 20:33
2. noch eine Kleinigkeit

Die Zeitschrift, in der die Studie publiziert wurde, heisst übrigens "Genes", nicht "Gene". Das klingt zwar unwichtig, es gibt jedoch auch eine Zeitschrift namens "Gene". Aber vielen Dank, dass ein Link zu der Studie gesetzt wurde! Das ist heutzutage leider nicht selbstverständlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Kamillo 13.04.2018, 09:40
3.

Wenn die DNA so weit rekonstruiert wurde, wäre es doch jetzt interessant, heraus zu bekommen, ob von dem Mann noch Nachfahren leben, und wo.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Pless1 13.04.2018, 10:25
4. Geschlechtsbestimmung über Mitochondrien?

Das klingt ungewöhnlich.

Mitochondrien werden ja nur mütterlich vererbt, jeder Mensch hat also die gleiche mitochondriale DNA wie seine Mutter. Der Grund ist recht einfach: Spermien beinhalten keine Mitochondrien, die wären zu groß für die kleinen Spermien und sind für deren kurze Lebensdauer auch nicht notwendig. Alle unsere Mitochondrien stammen aus denen der Eizelle, aus der wir entstanden sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren