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Bergbau im Weltraum: Wer wird Billionär?
Corbis

Rohstoffsuche im All - bisher ist das Science-Fiction. Doch mehrere Firmen wollen dort seltene Metalle fördern und sogar Raketentreibstoff produzieren. Ein kontroverses US-Gesetz legt den Grundstein, auch die Europäer wollen mitschürfen.

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NauMax 11.04.2016, 12:43
10. @3

Unweltschutz auf kargen, toten Felsbrocken, die einen Durchmesser von ein paar Dutzend Meter bis einige Kilometer haben und über keinerlei Atmosphäre verfügen? Ernsthaft? Was wollen Sie da schützen? Ein paar Steine?

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hansgustor 11.04.2016, 12:49
11. Richtig so.

Natürlich sollte man Rechte an den abgebauten Ressourcen haben, alles andere ist praktisch auch nicht möglich. Sollen die Ressourcen auf der Erde dann herrenlos sein und niemand darf sie anfassen, oder wie?
Grauzonen wird man noch früh genug finden. Z.B. verschiebe ich die Mondoberfläche um einen Meter, nenne es abgebaut und verbiete allen anderen den Zutritt auf meine Ressource.

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tope1212 11.04.2016, 12:50
12. Rohstoffe im Weltall

Es ist mittlerweile allgemein bekannt, dass das Leben auf der Erde und die damit verbundenen Ressourcen auf unserem blauen wunderschönen Planeten von extraterrestrischen Rohstoff tragenden Asteroiden und dergleichen stammen. Es ist also nur logisch, dass wir unsere bisher wahrscheinlich verteilten oder verarbeiteten Ressourcen anderweitig wieder auffüllen. Allerdings ist das bisher zu teuer. Ich hab vor knapp 30 Jahren mal ein Buch gelesen, indem vorgeschlagen wird, die Ressourcen und die Metalle und dergleichen direkt vor Ort, also auf den Asteroiden selbst in einem riesigen Brennofen herzustellen und dann als Kombipaket direkt zur Erde zu senden. ich halte den Vorschlag für praktikabel in 100 oder 150 Jahren.

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hanfiey 11.04.2016, 12:50
13. 800 Grad

Im Weltraum ist es eiskalt, wo will der Mensch 700-800 Grad C. herbekommen bei Minus 270 Grad. Wir haben ein Vorstellungsproblem?, nein, bei dem Kerl sind die Planeten durchgebrannt.

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kzs.games 11.04.2016, 12:51
14. Futuristisch

Zitat von melaw
Was ein Unfug. Man möchte also wasserhaltiges Pulver von Asteroiden abkratzen? Alleine für die Landung, den Abbau und das Wiederabheben wird sehr viel Energie benötigt. Dann hat man aber noch nichtmal das Wasser aus dem Pulver herausgebacken und erstrecht nicht elektrolytisch aufgespalten. Woher die Energie für den Prozess kommen soll bleibt ein Rätsel. Mit dem Restsonnenlicht jenseits des Mars wird das wohl nicht praktisch sinnvoll klappen.
Natürlich wird das alles nicht in 5 Jahren, nicht in 10 aber vielleicht in 25 oder 50 Jahren ernsthaft möglich sein.
Die Energie könnte von kleinen Atomreaktoren (Fusionsreaktoren) kommen, die Arbeit würden Roboter übernehmen die kein Wasser oder sonst etwas brauchen und 24/7 arbeiten können. Und wenn die erste "Siedlung" auf einem großen Planeten gebaut ist können ja weitere Roboter und Anlagen dort oben gleich gebaut werden, somit würde man sich das Problem mit der Gravitation sparen.

Natürlich hört sich das alles futuristisch an, aber wer hätte 1980 gedacht, dass es Sachen wie Bluetooth und Wlan gibt die Datenmengen in Sekunden übertragen können für die man damals Hallen voll mit Festplatten gebraucht hat.
Vergleichen sie die Idee des Abbaus einfach mit der Story des Computerspiels "Dead Space".
Die Erde ist noch das Wohnzimmer, Rohstoffe und alles andere kommen aus dem Weltall.

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galbraith-leser 11.04.2016, 12:53
15. Erinnert an Frank Schätzings Roman „Limit“

Da liefern sich Amerikaner und Chinesen ein Rennen um den Helium-3-Abbau auf dem Mond, mit dem sich die Energieprobleme der Welt lösen lassen. Und ein reicher Magnat lässt eine Truppe Prominenter als erste Gäste in sein Mond-Hotel transferieren, ehe die eine schreckliche Entdeckung machen. Höchst spannend und sehr zu empfehlen.

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ch.arntzen 11.04.2016, 12:55
16.

Zitat von melaw
Was ein Unfug. Man möchte also wasserhaltiges Pulver von Asteroiden abkratzen? Alleine für die Landung, den Abbau und das Wiederabheben wird sehr viel Energie benötigt. Dann hat man aber noch nichtmal das Wasser aus dem Pulver herausgebacken und erstrecht nicht elektrolytisch aufgespalten. Woher die Energie für den Prozess kommen soll bleibt ein Rätsel. Mit dem Restsonnenlicht jenseits des Mars wird das wohl nicht praktisch sinnvoll klappen.
Für Landung und Wiederabheben von einem Asteroiden mit einigen Kilometern Durchmesser wird praktisch garkeine Energie benötigt. Und wieso soll das "Restsonnenlicht" nicht reichen. Zeit spielt bei automatisierten Missionen eine untergeordnete Rolle und dann braucht man halt etwas länger um an die Rohstoffe zu kommen.
Das ist aber kein prinzipielles Problem.

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hup 11.04.2016, 12:55
17. Ja, das ist so

Zitat von jakam
Ist das jetzt wirklich eine passende Überschrift? Das Wichtigste, die Essenz dieses Beitrags? Geht es allen immer nur um dieses verdammte Geld? Man kommt aus dem Kopfschütteln oft gar nicht mehr heraus.
Nur und ausschliesslich kommerzielle Interessen werden die Ausbeutung des Weltraums befördern, inkl. Nationaler Streitigkeiten um Ressourcen, Einflussgebiete und am Ende Kriege (auf der Erde versteht sich).
Das einzige das die Menscheit produziert das grenzenlos ist, ist der Kapitalismus. Sein Paradigma der Ausbeutung ist auf der Erde am Ende, aufgrund endlicher Ressourcen. Retten laesst sich dieser also nur, wenn man Ressourcen von einem anderen System einbringt. Es scheint uns das wichtigste zu sein unser Konzept von Eigentum und Eigentumsvermehrung zu exportieren.

Das einzig gute: Im Vergleich zu irdischen Alternativen wird sich dier Ausbeutung von extrterrestrischen Ressourcen noch lang, lange Zeit nicht lohnen.

Und etwas konkreter: Die Unternehmen die die IT umgekrempelt haben, haben Ambitionen weit über die Beherrschung der Daten hinaus, das ist für sie nur die Geldquelle um noch qigantomanischere Dynastien begründen zu wollen. Wenn es so läuft wie es sich die Herren Schmidt, Musk, Bezos und Co. vorstellen, dann sind ihre Familien bzw. Unternehmen die Herrscher der Welt für mindestens Jahrhunderte.
Ganz grossen Monopoly was da in den Köpfen abgeht, geschützt von dem Recht absolut grenzenlos Macht und Geld anhäufen zu dürfen.

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larsmach 11.04.2016, 12:55
18. Helden der Selbstvermarktung

US Amerikaner bauschen selbst Trivialitäten auf zu "Weltneuheiten", die ebensolchen Erfolg mit sich bringen würden. Diese Fähigkeiten sind in Silicon Valley zu bestaunen, wo etlichen Großankündigungen stilles Verschwinden gefolgt ist.
Selbst eine schwedische Windkraftanlagentechnologie aus den frühen 90er Jahren, die in Europa schnell veraltet war, wurde dort mit mehr Geld finanziert als das schwedische Unternehmen jemals an Umsatz erzielt hat. Verkauft wurde der Unsinn als "Weltneuheit zur Marktdominanz" - und ist mittlerweile komplett als Verlust abgeschrieben. Ich könnte etliche weitere Beispiele nennen. Vor diesem Hintergrund ist auch die Propaganda einzuordnen, wer der erste "Billionär" werde. Die Frage ist eh unsinnig, weil unfaire Besteuerung und fast steuerfreies Vererben von Großvermögen einen unserer Erdlinge sowieso in absehbarer Zeit zum Dollar-Billionär machen werden. Nullzins-Politik der Notenbanken zum Aufblasen von Aktienkursen unterstützt dies tüchtig.

Im Weltraum sind tatsächlich große Mengen Materie - das zu lesen hat mich eigentlich nicht überrascht. Anders als bei vielen solcher Stories à la "Fusionsgenerator löst alle Energieprobleme" üblich hat Christoph Seidler allerdings kritische Anmerkungen zu Kosten hinzugefügt. "Selbst ein Amboss kann fliegen...", sagte mir einmal ein Ingenieur, "...wenn der Motor stark genug ist."

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Marcath 11.04.2016, 12:56
19.

Zitat von tope1212
Es ist mittlerweile allgemein bekannt, dass das Leben auf der Erde und die damit verbundenen Ressourcen auf unserem blauen wunderschönen Planeten von extraterrestrischen Rohstoff tragenden Asteroiden und dergleichen stammen.
Der Großteil der Wissenschaft vertritt die Meinung dass das leben auf der Erde selbst entstanden ist und nicht von Asteroiden/Kometen auf die Erde gebracht wurde ;)

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