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Bombenfunde: Was Luftfracht zum Sicherheitsrisiko macht

Berlin macht Druck: Mit einem Fünf-Punkte-Plan will Innenminister de Mazière den Luftfrachtverkehr*sicherer machen. Schon am Montag soll es darüber Beratungen*auf EU-Ebene*geben. Wo sind die größten Lücken? Und wie können sie geschlossen werden? Eine Übersicht.

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Montanabear 06.11.2010, 17:32
1. Bombenfunde

Zitat von sysop
Berlin macht Druck: Mit einem Fünf-Punkte-Plan will Innenminister de Mazière den Luftfrachtverkehr*sicherer machen. Schon am Montag soll es darüber Beratungen*auf EU-Ebene*geben. Wo sind die größten Lücken? Und wie können sie geschlossen werden? Eine Übersicht.
Man fragt sich, warum es so lange gedauert hat, bis diese Lücke geschlossen wurde. Man wusste doch seit 2001 davon.

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titule 06.11.2010, 18:05
2. -

Zitat von Artikel
Nur Fracht bis zur Größe einer Europalette kann mit Röntgengeräte auf Sprengstoff untersucht werden. Schwierigkeiten machen größere Sendungen wie etwa tonnenschwere Maschinenbauteile. Sie passen nicht in die Durchleuchter. "Ganze Paletten oder Container können bis heute nicht in einem Arbeitsgang gescannt werden", sagte Giovanni Bisignani, Generalsekretär des internationalen Luftfahrtverbands IATA.
Ich kenne Röntgengeräte, in die ganze Sattelschlepper passen - am Flughafen Bangkok gibt es so was.
In Häfen werden meines Wissens auch ganze Container geröntgt.

Aber seit wann findet man Sprengstoff durch röntgen?

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räbbi 06.11.2010, 18:06
3. .

Es wäre so lustig, wenn es nicht so traurig wäre....seit 2001 is nix passiert, aber jetzt bricht der Aktionismus aus...

Ich bin kein Chemiker (vielleicht kann hier einer was genauere sagen), aber diese Paketbombe basierte angeblich auf PETN.
Wikipedia sagt mir dass dieses geruchlose Zauberpulver PETN bereits um 1900 (mit den damals sicherlich vergleichsweise bescheidenen Mitteln) entwickelt wurde und massenweise produziert wird.
Sprich jeder halbwegs begabte Chemiker mit ein bisschen Hass auf die Welt und einem brauchbaren Labor sollte das Zeugs heute eigentlich herstellen können.
...und aus nem Handy und paar Drähten einen Zünder bauen wird er auch noch schaffen...falls nicht kennt er vielleicht noch einen frustrierten Elektroniker.

...und jetzt kommt die Regierung und will Päckchen durchleuchten und böse Flughäfen sperren...OK, alles klar.
Fühl mich sofort bombensicher... ;)

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Nebhrid 06.11.2010, 18:14
4. #

Die Lücke ist noch lange nicht geschlossen.

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harald_töpfer 06.11.2010, 18:40
5. Ablenkungsmanöver?

Zitat von räbbi
Es wäre so lustig, wenn es nicht so traurig wäre....seit 2001 is nix passiert, aber jetzt bricht der Aktionismus aus...
Man könnte mal darüber nachdenken, ob das nicht (nur) ein Ablenkungsmanöver für die Einschränkung eines weiteren Rechts ist.

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semper fi 06.11.2010, 19:03
6. -

Zitat von Montanabear
Man fragt sich, warum es so lange gedauert hat, bis diese Lücke geschlossen wurde. Man wusste doch seit 2001 davon.
Das kann ich Ihnen sagen: Es waren insbesondere FedEx und UPS, die alles unternommen haben, damit die Kontrolle der Fracht in den USA auf die Stücke beschränkt wird, die auf Passagierflugzeugen fliegen. Damit hätten die nämlich kein Problem, weil der weitaus überwiegende Teil auf Frachtflugzeugen abgeflogen wird. Das war ein ewiges Hin und Her.

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tschort 06.11.2010, 19:25
7. Offenbar werden alle neuen Sicherheitsmassnahmen

die Freiheit der Bürger einschränken. Ob dadurch unsere Sicherheit auch erhöht wird, steht auf einem anderen Blatt.

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marvinw 06.11.2010, 20:00
8. Jetzt ist das neue Laberthema endlich gefunden

Zitat von
Was Luftfracht zum Sicherheitsrisiko macht
..wo man unendlich lange rumlabern und spekulieren kann. So ein Thema haben unsere Politiker am liebsten, man kann es in die Länge ziehen, es gibt viel Heissluft zu produzieren, man kann es monatelang diskutieren und rumtrödeln.
So ein ähnliches Thema waren Killerspiele. Wenn man sich den Zeitraum vor Augen führt wie lange Politiker da rumgemacht haben, so wird einem klar dass sie es absichtlich machen um von wichtigen Sachfragen abzulenken.

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robr 06.11.2010, 20:01
9. Keine Kontrolle...

Allein schon die Tatsache dass der Versender keinerlei Einfluß darauf hat, wann und mit welchem Flugzeug über welche Route die Fracht verschickt wird, verhindert hier schon das Schlimmste.
Privat aufgegebene Luftfracht -zB bei Lufthansa Cargo in Frankfurt am Tor 27 - wird sehr wohl überprüft.
Bei den Päckchenversender wie UPS, DHL und FedEx she ich eventuell noch etwas nachholbedarf.
Hektik und Aktionismus sind hier allerdings auch nicht angebracht.

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