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Brennstoffzellen: Revolution im Heizungskeller
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Wer Erdgas allein zum Heizen verwendet, nutzt den Brennstoff unter Wert, sagen Forscher. Brennstoffzellen erzeugen aus Erdgas zusätzlich eine ganze Menge Strom. Das Strom-Wärme-Doppel hat allerdings seinen Preis.

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noalk 11.11.2013, 12:05
1. generelles Problem

Das jahreszeitliche Missverhältnis von elektrischer und thermischer Leistung ist schon von den kleinen Gasmotoren für Wohnhäuser bekannt. Eine Voraussetzung für eine wirtschaftliche Nutzung ist vor allem, dass die Geräte keine Stillstandszeit haben, sondern rund um die Uhr in Betrieb sind. Das ist am ehesten bei großen Wohnanlagen möglich.

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caligus 11.11.2013, 12:12
2. Verstehe das Problem nicht.

OK, es wird viel Strom erzeugt wenn viel geheizt wird. Aber wieso muss denn bitte der gesamte erzeugte Strom ins Stromnetz eingespeist werden? Der "Überschuss" könnte wieder zum Heizen verwendet werden, z.B. für einen Mehrschichtenspeicher. Diese Energie kann dann später wieder abgerufen werden. Das Stromproblem im Sommer exisiert m.E. mit einer PV-Anlage auf dem Dach auch nicht mehr.

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jetzt:hördochauf 11.11.2013, 12:16
3. Oh mein Gott!

Zitat von sysop
Wer Erdgas allein zum Heizen verwendet, nutzt den Brennstoff unter Wert, sagen Forscher. Brennstoffzellen erzeugen aus Erdgas zusätzlich eine ganze Menge Strom. Das Strom-Wärme-Doppel hat allerdings seinen Preis.
Lange geht das nicht mehr gut:
Im Winter wenn's kalt Strom in Hülle und Fülle der Brennstoffzelle - und im Sommer, wenn's warm ist die Solarzellen auf dem Dach....
Nicht dass EnBw, Eon, Vattenfall noch ernsthaft schwierigkeiten bekommen!
Dann wird der Strom unbezahlbar!

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jetzt:hördochauf 11.11.2013, 12:20
4. caligus versteht das Problem nicht?

Zitat von caligus
OK, es wird viel Strom erzeugt wenn viel geheizt wird. Aber wieso muss denn bitte der gesamte erzeugte Strom ins Stromnetz eingespeist werden? Der "Überschuss" könnte wieder zum Heizen verwendet werden, z.B. für einen Mehrschichtenspeicher. Diese Energie kann dann später wieder abgerufen werden. Das Stromproblem im Sommer exisiert m.E. mit einer PV-Anlage auf dem Dach auch nicht mehr.
Ist doch Logisch: Am Ende wird der Strom zu billig - die Leitungen und Kraftwerke weitgehend überflüssig....

Wer zum Teufel soll dann den Stromkonzernen den ausgefallenen Gewinn ersetzen!
Erst Banken retten, dann Stromer...
da wird der Strom unbezahlbar, wenn er erstmal so billig wird! (Politiker BWL logik)

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pubsfried 11.11.2013, 12:31
5. Und warum haben Brennwertgeräte (Gas)....

...dann theor. Wirkungsgrade über 100% ?? Und mit den dreifachen Anlagenkosten kann ich locker 10 Jahre Jahre Heizen, oder muß geschätzt 30 Jahre warten, bis sich die Anlage armortisiert - wenn keinerlei Reparaturen anfallen und die Anlage überhaupt so alt wird (unwahrscheinllich!). Also wieder nur was für enthusiastische Millionäre!!! Oder um Steuergelder als Subventionen zu verpulvern...

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Kamillo 11.11.2013, 12:35
6. Verständnisfrage:

Verständnisfrage:

Erdgas ist chemisch ganz viele Kohlenstoffatome C mit ganz vielen Wasserstoffatomen H. (Und ein paar Verunreinigungen)
Wenn ich das durch den Reformer schicke, und H abspalte, bleibt ganz viel C übrig.
Das H wird anschließend mit dem O zum Reagieren gebracht, es entsteht ganz viel H2O, also Wasser. Das kann ich in die Wasserversorgung des Hauses geben.

Was passiert mit dem Kohlenstoff? Kommt der dann als Brocken/Pulver aus der Anlage und muss per Müllabfuhr entsorgt werden oder wird der als Kohlenmonoxyd oder Kohlendioxyd (CO bzw. CO2)in die Luft geblasen?
Wo liegt der Vorteil der Brennstoffzellenheiziung zum motorisierten Blockheizkraftwerk mit PKW-Motor (z.B. von Lichtblick)?

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Kamillo 11.11.2013, 12:38
7.

Zitat von pubsfried
...dann theor. Wirkungsgrade über 100% ??
Über 100% geht nicht, man kann nicht mehr Energie aus einem System heraus holen, als was man reinsteckt. Alles andere wäre ein Perpetuum Mobile.

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kenterziege 11.11.2013, 12:46
8. Dezentrale Energieumwandlung....

Zitat von sysop
Wer Erdgas allein zum Heizen verwendet, nutzt den Brennstoff unter Wert, sagen Forscher. Brennstoffzellen erzeugen aus Erdgas zusätzlich eine ganze Menge Strom. Das Strom-Wärme-Doppel hat allerdings seinen Preis.
....ist grundsätzlich richtig. Das ist mir lieber, als Windparks in der Nordsee, die noch nicht angeschlossen sind und Überlandleitungen, die das Landschaftsbild erheblich einträchtigen. In Kombination mit Solarzellen macht diese Technik prinzipiell Sinn. Wenn dann noch eine Reihe von Pufferbatterien, so wie man sie in Gabelstaplern verwendet, dazu kommen könnte man sogar eine Autarkie erreichen. Aber die WENN's müssen ganz groß geschrieben werden. Mein neues Haus hat nur einen Wärmeverbrauch von 11.000 kWh/ Jahr. Die realisiere ich locker mit zur Zeit 0,06 Cent/kWh über einen Brennwertkessel. So eine Brennstoffzelle rentiert sich bei einem modernen Haus mit < 50kWh/Jahr x qm nie! Selbst eine massive Förderung - die es nicht geben wird, gleicht das nicht aus. Im Augenblick sinken die Erdgaspreise sogar. Die Amerikaner fördern durch Fracking mehr, als sie verbrauchen können. Die Gastanker liegen am Golf von Mexiko, wohin die Gasleitungen gehen und bringen das Zeug dahin, wo es am meisten Geld bringt. Das ist auch Deutschland. Ich denke, das die Wärme-Kraft-Koppelung noch über Jahre für Eigenheime nicht in Frage kommt. Ich sehe die immer preiswerter werdenden Solarzellen mit Pufferspeichern, die man auch als Notstrom-Reserve schalten müsste, als Alternative für Strom und den bewährten Brennwertkessel für die Wärmeerzeugung als realistische Lösung!

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litholas 11.11.2013, 12:51
9. ...

Zitat von Kamillo
... Was passiert mit dem Kohlenstoff? Kommt der dann als Brocken/Pulver aus der Anlage und muss per Müllabfuhr entsorgt werden oder wird der als Kohlenmonoxyd oder Kohlendioxyd (CO bzw. CO2)in die Luft geblasen? Wo liegt der Vorteil der Brennstoffzellenheiziung zum motorisierten Blockheizkraftwerk mit PKW-Motor (z.B. von Lichtblick)?
Der Kohlenstoff wird höchstvermutlich zu CO2, und der Vorteil liegt im geringeren Verschleiss und geringerer Lärmentwicklung.

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