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Brexit-Folgen: Wenn sich Forscher Oxford nicht mehr leisten können
DPA

Großbritannien wird bald die EU verlassen. Für viele Forscher könnte die Insel dann zu teuer werden, warnt die renommierte Royal Society. "Der wissenschaftliche Austausch ist in Gefahr."

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asdfred 09.08.2018, 12:44
1. Brexit durchziehen

Tut mir wirklich für die Betroffenen leid aber der Brexit muss jetzt einfach abgewickelt werden. Mit allen Folgen für die Insel.
Anders wird man den Knallköppen im restlichen Europa die Vorteile einer EU-Mitgliedschaft nicht vor Augen führen können. Also UK: die bittere Pille schlucken, Lehre daraus ziehen und ab jetzt mit den Nachteilen leben und irgendwie fertig werden.

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markus_wienken 09.08.2018, 12:47
2.

Zitat von neue_mitte
Wickelt den Brexit doch bitte einfach wieder zurück. Es war eine Abstimmung der sozial, medial und bildungsmäßig Abgehängten, die zudem auf Zahlen und Versprechungen herein gefallen sind, die direkt danach wieder einkassiert wurden. Viele junge Leute gingen gar nicht hin, weil sie dachten, das Ding ist eh ein Witz von Beschränkten. War es im Grunde ja auch, die sind alle abgetaucht. Aber der Witz hat sich verfangen. Ich rede nicht "abstimmen bis es passt" das Wort, aber eine Abstimmung, die eben nicht den Wählerwillen widerspiegelt und auf falschen - also wortwörtlich falschen - Voraussetzungen basiert, kann gar nicht rechtmäßig sein.
Ich kann keine Unrechtmäßige Abstimmung erkennen und dem Wählerwillen wurde durchaus Rechnung getragen.
Das vor den Wahlen übertrieben und sogar gelogen wird...geschenkt, das ist nicht verboten, ebensowenig wie es verboten ist sich einseitig zu informieren oder sich dem Desinteresse hinzugeben.
Es gab genügend seriöse Medien in UK die vor dem Brexit gewarnt haben und die Lügen als das entlarvt haben was sie sind: Lügen.
Wer sich allerdings einseitig aus der Sun & Co. informiert...Pech.

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spmc-125536125024537 09.08.2018, 12:53
3. Das Zeunis eines Wissenschaftlers

ist seine Publikationsliste und seine Biografie. Ich glaube, dass jeder Wissenschaftler, der die Möglichkeit hat, in Oxford zu arbeiten und zu publizieren alles dransetzen wird, das auch zu tun. Auch finanziell. Welche Mittel hierzulande (bei einigen) bereitstehen, sieht man ja an den ganzen Schülern, die in England das Abitur machen. Wie man auch sieht, haben Ihre beiden Doktoranden, die noch nicht mal fertig sind, bereits jetzt schon eine Stelle. Für weniger bekannte britische Universitäten mag diese Entwicklung ja eintreten, aber sicher nicht für Oxford oder Cambridge.

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interessierter Laie 09.08.2018, 13:20
4. Erfolg ist nicht in Stein gemeißelt...

Zitat von spmc-125536125024537
ist seine Publikationsliste und seine Biografie. Ich glaube, dass jeder Wissenschaftler, der die Möglichkeit hat, in Oxford zu arbeiten und zu publizieren alles dransetzen wird, das auch zu tun. Auch finanziell. Welche Mittel .....
viel schlimmer als die höheren Kosten und der bürokratische Aufwand wirkt sich aber die Stimmung in der Bevölkerung aus. Ein Forscher oder eine Forscherin, der/die längere Zeit in England arbeitet, kommt natürlich bringt möglicherweise auch seine Familie mit. Wer würde seinen Partner und Kinder eine Umgebung zumuten, in der sie ständig Ablehnung und Ausgrenzung erfahren? Selbst beste Bedingungen können das nicht kompensieren. Europa wäre ohne kluge Köpfe ein armer Kontinent. Nationalisten und Rassisten sägen an dem Ast, auf dem wir alle recht bequem sitzen. Nichts wirkt auf Dauer schädlicher, als das.

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touri 09.08.2018, 13:26
5.

Zitat von neue_mitte
Wickelt den Brexit doch bitte einfach wieder zurück. Es war eine Abstimmung der sozial, medial und bildungsmäßig Abgehängten, die zudem auf Zahlen und Versprechungen herein gefallen sind, die direkt danach wieder einkassiert wurden. Viele junge Leute gingen gar nicht hin, weil sie dachten, das Ding ist eh ein Witz von Beschränkten. War es im Grunde ja auch, die sind alle abgetaucht. Aber der Witz hat sich verfangen. .....
Also soweit ich mich erinnern kann haben auch 40 % der Jungen und studierten für den Brexit gestimmt. Weil hier immer so getan wird, als ob es eine geschlossene Front der schlauen jungen gegen die doofen alt gegeben hätte...

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Mr T 09.08.2018, 13:28
6.

Zitat von neue_mitte
Wickelt den Brexit doch bitte einfach wieder zurück. Es war eine Abstimmung der sozial, medial und bildungsmäßig Abgehängten, die zudem auf Zahlen und Versprechungen herein gefallen sind, die direkt danach wieder einkassiert wurden. Viele junge Leute gingen gar nicht hin, weil sie dachten, das Ding ist eh ein Witz von Beschränkten. War es im Grunde ja auch, die sind alle abgetaucht. Aber der Witz hat sich verfangen. Ich rede nicht "abstimmen bis es passt" das Wort, aber eine Abstimmung, die eben nicht den Wählerwillen widerspiegelt und auf falschen - also wortwörtlich falschen - Voraussetzungen basiert, kann gar nicht rechtmäßig sein.
Bis jetzt hat sich nichts an de rStimmung zu Brexit geaendert, Umfragen zeigne immer noch eine knappe Mehrheit fuer Brexit, obwohl mittlerweile alle wissen, das die Busaktion und dem Vorschlag, die Mitgliedsbeitraege fuer das Gesundheitssystem zu verwenden als nicht realisierbar jedem klar ist. Auch gab es bestimmt, Aussagen fuer die EU, die nicht korrekt oder uebertrieben waren und beide Seiten haben nicht immer die Wahrheit gesagt. Wir muessen deswegen akzeptieren, dass die Mehrheit fier Brxit und allen Konsequenzen ist und nicht von Betrug reden. Traurig aber wahr und fuer mich ein Besipiel gegen Volksentscheide zu sein.

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Papazaca 09.08.2018, 13:30
7. Richtig Künstlerpech! Vielleicht ...

Zitat von neue_mitte
Das Problem einer Demokratie und die Folgen des "Pech": Es trifft alle Anderen ebenso. Es ist eben nicht das persönliche Pech derjenigen, die nur Sun & Co. lesen und auf die Traumargumente herein fielen. Es ist nämlich das Pech der Anderen. Diese 52% Befürworter haben den Rest des Landes mit in den Untergang gezogen. Es ist natürlich nicht verboten, sich einseitig zu informieren oder sich ......
Ihre Argumentation ist gut nachvollziehbar, menschlich und nicht dogmatisch. Trotzdem, es gab diese Abstimmung und es gab trotz aller Probleme, bisher kein Abrücken. Deshalb muß der Brexit - wie auch immer - durchgezogen werden.

Wenn es sich für die Briten als großer Irrtum erweisen sollte, können sie ja wieder eintreten. Und wenn es die richtige Entscheidung war, haben sie alles richtig gemacht. Nur, dieses "Hin und Her" ist das Schlimmste.

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touri 09.08.2018, 13:30
8.

Zitat von neue_mitte
Das Problem einer Demokratie und die Folgen des "Pech": Es trifft alle Anderen ebenso. Es ist eben nicht das persönliche Pech derjenigen, die nur Sun & Co. lesen und auf die Traumargumente herein fielen. Es ist nämlich das Pech der Anderen. Diese 52% Befürworter haben den Rest des Landes mit in den Untergang gezogen. Es ist natürlich nicht verboten, sich einseitig zu informieren oder sich.....
Genau das. Nennt sich im übrigen Demokratie. Aber die Briten können ja gerne wieder in die EU eintreten, zu den Standardkonditionen versteht sich.

Außerdem sind, wie Sie ja selbst gerade sehr schön mit dem Beispiel S21 demonstriert haben, auch politische Entscheidungen genauso ein Glücksspiel, das im teuren Desaster enden kann. Man braucht nur mal einen Blick ins Schwarzbuch zu werfen. Wenn eine Entscheidung aufgrund einer Volksabstimmung getroffen wird, kann sich das besagte Volk zumindest nicht vor der Verantwortung drücken.

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sikasuu 09.08.2018, 13:31
9. Na ja, ist halt hart, wenn man sine Eigenständikkeit haben will :-(

Zitat von asdfred
Tut mir wirklich für die Betroffenen leid aber der Brexit muss jetzt einfach abgewickelt werden. Mit allen Folgen für die Insel. Anders wird man den Knallköppen im restlichen Europa die Vorteile einer EU-Mitgliedschaft nicht vor Augen führen können. Also UK: die bittere Pille schlucken, Lehre daraus ziehen und ab jetzt mit den Nachteilen leben und irgendwie fertig werden.
Aber diese "Einschränkungen" waren schon vor dem Referendum auf dem Tisch & wurden ausführlich besprochen!
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Ist schon "gewöhnungsbedürftig" wenn sich jetzt der Reihe nach so viele Gruppen zu Wort melden & die "Verluste" aufzählen, die ihnen ein Brexit nach WTO Bedingungen bringt.
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Auch mMn. ist "wahlrecht" (Mitbestimmung, auch wenn das Referendum nur einen Volksbefragung war & das Parlament dem Abstimmungsergebnis gefolgt ist) untrennbar mit dem "Ausbaden der Folgen dieser Entscheidung" verbunden.
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Nicht, das es nicht möglich sein sollte, Fehler nachträglich zu korrigieren, sondern das Chaos, das in den > 2 Jahren passiert ist, ist mMn. das Problem.
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GB, Politiker & Bevölkerung müssen diese Fragen selbst lösen.
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Der "Kontinent sprich die EU kann dabei nicht helfen!

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