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Britische Studie: Von der Oma bis Obama - jeder Mensch kennt 5000 Gesichter
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Die Zahl uns vertrauter oder zumindest bekannter Menschen ist riesig. Wie viele Gesichter haben wir tatsächlich abgespeichert? Britische Forscher haben eine Schätzung vorgelegt.

mintie 10.10.2018, 10:25
1.

Wie kann man davon ausgehen, dass das Erkennen von Gesichtern auch über einen längeren Zeitraum gleichmäßig abnimmt? Vielleicht hört es ja auch schlagartig auf, weil einfach alle bekannten Gesichter identifiziert wurden. Durch das Hochrechnen wird die Summe noch mal extrem aufgebläht. Finde ich eher unwissenschaftlich.

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dasfred 10.10.2018, 11:43
2. Ich habe einen anderen Effekt bemerkt

Ich lebe seit zwanzig Jahren eigendlich eher zurückgezogen in einem überschaubaren Umfeld. Wenn ich in die Hamburger City fahre, sehe ich immer wieder bekannte Gesichter, bis mir klar ist, dass die Person, die dazugehören müsste, heute zwanzig Jahre älter ist. Es sind oftmals nur starke Ähnlichkeiten, die eine Erinnerung generieren.

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Knossos 10.10.2018, 18:27
3.

Der Test scheint für wissenschaftliche Arbeit eher undifferenziert.
So ist z.B. lange bekannt, daß Gesichtserkennung morphologisch / ethnisch spezialisiert ist. Weswegen sozusagen einem Schwarzafrikaner in Dänemark oder einem Deutschen in China überspitzt ausgedrückt "alle gleich" auszusehen scheinen. Zumindest hinsichtlich kaum Bekannter / Gesichter im Straßenbild.
Das letzte Mal, daß ich in Übersee jemand nicht wiedererkannte, dem meinereins vor nicht allzulange Zeit zuvor erstmalig / zuletzt begegnete, war erst vor ein paar Tagen. (Allerdings mag es wohl mit der Gesichtserkennung nicht anders sein, als mit sonstigen Inhalten. Was nicht als langfristig bedeutsam eingestuft ist, wird begrenzter Kapazität des Gedächtnisses erspart.)

Mit der internationalen Fluktuation vergangener Jahrzehnte sollte die allgemeine Gesichtserkennung zugenommen haben, aber solange es Regionen gibt, die mehrheitlich von einander mehr oder weniger ähnlichen Menschen bewohnt sind, dürfte lokal unterschiedliche Wiedererkennung bestehen bleiben.

Abseits der Erkennung finde ich etwas Anderes interessant. Und zwar meinen subjektiven Eindruck davon, als gäbe es im Grunde über sämtliche Ethnien hinweg nur eine relativ kleine Zahl von Phänotypen. Weltweit einander recht ähnlich erscheinende Gesichtstypen, die von jeglicher parentaler Konfiguration und über sämtliche Pigmentierung hinweg vorzukommen scheinen.

Quasi, als kämen Formen immer wieder auf ein paar dutzend typische Gesichter nebst einer gewissen Anzahl von Abweichungen zurück.

Ich meine auch, daß von derlei schon früher die Rede war / es Beobachtungen oder auch nur Hypothesen dieser Art gegeben hat. Nur daß ich mich nicht konkret erinnere.

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verbalkind 19.10.2018, 19:05
4. Phänotypen

"... als gäbe es im Grunde über sämtliche Ethnien hinweg nur eine relativ kleine Zahl von Phänotypen"
Das geht mir ganz genauso. Ich habe es noch nicht genau überprüft, aber auch ich sehe mit zunehmendem Alter bestimmte Gesichtsmuster. Anfang 40 dachte ich noch: ich kenne die Person. Bis ich begriff: nein, ich erkenne nur den Phänotyp wieder.

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